Generalstab: 134 Gefechte bis zum Abend des 22. September – Pokrowsk und Kostjantyniwka am aktivsten
Der Generalstab der Streitkräfte der Ukraine meldete für den 22. September 134 Gefechte seit Tagesbeginn (Stand 22:00 Uhr), die meisten davon an der Pokrowsk- und der Kostjantyniwka-Achse im Donbasser Gebiet. Die Tagesübersicht zählt dagegen 247 Gefechte über den gesamten Tag. Die russischen Streitkräfte setzten demnach Marschflugkörper, 53 Luftangriffe mit 191 gelenkten Bomben, 5.378 Kamikaze-Drohnen und 1.999 Beschäffe ein; über den vollen Tag summiert der Generalstab die Zahlen auf 87 Luftangriffe, 309 Bomben, 9.367 Drohnen und 2.693 Beschäffe. An der Pokrowsk-Achse wurden nach vorläufigen Angaben 38 russische Soldaten getötet und acht verwundet.
Das Wichtigste
- Bis 22:00 Uhr am 22. September 2026 zählte der Generalstab 134 Gefechte seit Tagesbeginn; die Tagesendbilanz nennt 247 Gefechte über den vollen Tag.
- Die aktivsten Frontabschnitte waren Pokrowsk und Kostjantyniwka, beide in der Oblast Donezk.
- Bis zum Abend meldete der Generalstab 53 Luftangriffe mit 191 gelenkten Bomben, 5.378 Kamikaze-Drohnen und 1.999 Beschäffe; über den vollen Tag waren es 87 Luftangriffe, 309 Bomben, 9.367 Drohnen und 2.693 Beschäffe.
- An der Pokrowsk-Achse wurden 21 Angriffe abgewehrt (Tagesbilanz: 23); Ziele waren Novyi Donbas, Bilytske, Novohryshyne, Vodyanske, Molodetske, Muravka, Myrne, Serhiivka, Novopidhorodne und Novopavlivka.
- An der Kostjantyniwka-Achse wurden 19 Angriffe abgewehrt (Tagesbilanz: 25) bei Kostjantyniwka, Nowoseliwka, Rozkischne, Nowopawliwka, Kucheriw Jar und Wilne.
- An der Pokrowsk-Achse wurden nach vorläufigen Angaben 38 russische Soldaten getötet und 8 verwundet; ein Fahrzeug, 11 Sonderfahrzeuge und ein Unterstand zerstört, zwei Sonderfahrzeuge, drei Drohnen-Leitstellen und 43 Unterstände beschädigt, 46 Drohnen verschiedener Typen zerstört oder unterdrückt.
- Über den vollen Tag bezifferte der Generalstab die russischen Personalverluste am 22. September auf 1.560 Soldaten.
Warum es wichtig ist
Die Konzentration der Gefechte an der Pokrowsk- und Kostjantyniwka-Achse verdeutlicht den anhaltenden Schwerpunkt des russischen Drucks im Donbasser Abschnitt der Front. Die schiere Menge an eingesetzter Feuerkraft – Hunderte gelenkter Bomben, mehrere Tausend Kamikaze-Drohnen und tausende Artilleriebeschäffe pro Tag – zeigt das Ausmaß der Abnutzungsgefechte entlang der Berührungslinie. Die Differenz zwischen der Teiltages- und der Tagesendmeldung (134 gegen 247 Gefechte) macht zudem sichtbar, wie stark operative Zahlen innerhalb eines Tages schwanken können.
Was geschehen ist
Der Generalstab der Streitkräfte der Ukraine veröffentlichte am 22. September 2026 zwei operative Übersichten mit unterschiedlichen Zeitständen. Die Abendmeldung (Stand 22:00 Uhr) zählte seit Tagesbeginn 134 Gefechte; die zusammenfassende Tagesmeldung wies 247 Gefechte für den gesamten Tag aus. Die aktivsten Richtungen waren Pokrowsk und Kostjantyniwka in der Oblast Donezk.
An der Pokrowsk-Achse wurden 21 Angriffe abgewehrt (Tagesbilanz 23), vor allem in den Ortschaften Novyi Donbas, Bilytske, Novohryshyne, Vodyanske, Molodetske, Muravka, Myrne, Serhiivka, Novopidhorodne und Novopavlivka. An der Kostjantyniwka-Achse wurden 19 Angriffe abgewehrt (Tagesbilanz 25) bei Kostjantyniwka, Nowoseliwka, Rozkischne, Nowopawliwka, Kucheriw Jar und Wilne. An der Südslobojansker Achse stürmten russische Kräfte 12-mal (Tagesbilanz 14) die Stellungen bei Staryzja, Hrafske, Lyman und in Richtung Malyj Burluk, Putnykowe, Radkivka.
Russische Seite setzte im Tagesverlauf Marschflugkörper, 53 Luftangriffe mit 191 gelenkten Bomben, 5.378 Kamikaze-Drohnen und 1.999 Beschäffe ein; die Tagesbilanz nennt 87 Luftangriffe, 309 Bomben, 9.367 Drohnen und 2.693 Beschäffe, davon 34 mit Mehrfachraketenwerfern. An der Pokrowsk-Achse wurden nach vorläufigen Angaben 38 russische Soldaten getötet und 8 verwundet, ein Fahrzeug, 11 Sonderfahrzeuge und ein Unterstand zerstört, zwei Sonderfahrzeuge, drei Drohnenleitstellen und 43 Unterstände beschädigt sowie 46 Drohnen zerstört oder unterdrückt. Der Generalstab bezifferte die russischen Personalverluste am 22. September auf 1.560 Soldaten.
Wie ukrainische Quellen darüber berichten
Alle herangezogenen Quellen sind ukrainisch und stützen sich ausschließlich auf den Generalstab der Streitkräfte der Ukraine als Quelle für die Tagessummen. Die Berichte sind als richtungsweise operative Übersicht strukturiert und betonen die Zahl der abgewehrten russischen Sturmangriffe mit namentlicher Nennung der betroffenen Ortschaften. Spätere Updates ergänzen Ergebnisse ukrainischer Angriffe an der Pokrowsk-Achse – Verlust an russischer Ausrüstung und Unterständen sowie abgefangene Drohnen – sowie die Tötung eines Kommandeurs eines russischen Artillerieregiments mit einer FPV-Drohne, der als Überläufer des Jahres 2014 beschrieben wird. Die spätere Tagesbilanz stellt die Zahl von 1.560 russischen Personalverlusten neben die 247 Tagesgefechte.
Wo die Berichte auseinandergehen
Die Abendmeldung des Generalstabs für den 22. September verzeichnet 134 Gefechte seit Tagesbeginn, die Tagesend- bzw. Morgenübersicht dagegen 247 Gefechte im selben Zeitraum. Auch die russischen Personalverluste von 1.560 Soldaten am 22. September erscheinen nur in der späteren Tagesbilanz, nicht in den Teiltagesmeldungen. Bei den Feuerangriffen weichen die Zahlen ebenfalls deutlich voneinander ab: 53 Luftangriffe mit 191 Bomben sowie 5.378 Kamikaze-Drohnen und 1.999 Beschäffe seit Tagesbeginn stehen 87 Luftangriffen mit 309 Bomben, 9.367 Drohnen und 2.693 Beschäffen (34 mit Mehrfachraketenwerfern) über den vollen Tag gegenüber. Auch auf Richtungs-Ebene divergieren die Werte: Kostjantyniwka 19 gegenüber 25 Angriffen, Pokrowsk 21 gegenüber 23, Südslobojansker Achse 12 gegenüber 14, Lyman 2 gegenüber 3, Slowjansk 1 gegenüber 2, Huljajpole 3 gegenüber 4 und Orichiw 0 gegenüber 2 Angriffen bei Mali Schtscherbaky und Mala Tokmatschka.
Hintergrund
Die Pokrowsk-Richtung ist seit geraumer Zeit ein Schwerpunkt russischer Vorstöße in der Oblast Donezk; wiederholt wird über Angriffe auf Ortschaften wie Novyi Donbas, Bilytske und Novohryshyne berichtet. Die Kostjantyniwka-Richtung liegt auf derselben Donezk-Achse und ist ebenfalls Ziel wiederholter russischer Sturmangriffe. Russische Streitkräfte haben in den Jahren 2024 bis 2026 zunehmend gelenkte Bomben und Kamikaze-Drohnen vom Typ Shahed als wichtigste Fernwaffen eingesetzt.