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Ukrainische Streitkräfte greifen in Nacht zu 26. September Rüstungswerk in Rostow und weitere Ziele an

In der Nacht zum 26. September 2026 haben ukrainische Streitkräfte das Awowski optisch-mechanisches Werk (AOMZ) in der Stadt Asow, Oblast Rostow, getroffen. Nach Angaben des SBU führte der Alpha-Sondereinsatzstützpunkt gemeinsam mit der ukrainischen Marine den Angriff mit Marschflugkörpern des Typs Neptune sowie mit den Drohnenraketen Ruta, Paljanyzja und Bars aus. Am selben Tag wurden der Iljski-Ölraffinerie im Krasnodar-Gebiet, einem russischen Flugabwehrsystem Pantsir-S2, einem Munitionslager in Siwjerodonezk und einer Radaranlage P-18 Terek in der Oblast Donezk getroffen.

Das Wichtigste

  • Das Awowski optisch-mechanische Werk (AOMZ) in Asow, Oblast Rostow, gehört zum russischen Raketenkonzern KTRV und produziert Radarsuch- und Infrarot-Suchköpfe für Lenkwaffen sowie Wärmebildgeräte und Elektronik für Präzisionsartillerie.
  • Nach SBU-Angaben führte der Alpha-Sondereinsatzstützpunkt gemeinsam mit der ukrainischen Marine den Angriff mit Neptune-Marschflugkörpern sowie den Drohnenraketen Ruta, Paljanyzja und Bars aus.
  • Am AOMZ brach im Gießereibereich ein Brand aus; in fünf Produktionsgebäuden wurde Ausrüstung beschädigt, nach SBU-Angaben auch in der optischen und Gießereiproduktion, der Montageabteilung, der Galvanik und der Leiterplattenfertigung.
  • In Asow wurden zudem Eisenbahnkesselwagen mit Treib- und Schmierstoffen sowie in der Oblast Rostow ein Flugabwehrsystem Pantsir-S2 getroffen.
  • Im Krasnodar-Gebiet wurde die Iljski-Ölraffinerie getroffen; nach dem Einschlag wurden zwei Brandherde am Tanklager und an der ELOU-AVT-Anlage gemeldet.
  • In Siwjerodonezk (Luhansker Oblast) wurde ein Munitionslager und nahe Semeniwka in der Oblast Donezk eine Radaranlage P-18 Terek getroffen, die Ziele bis etwa 250 km Reichweite und bis 35 km Höhe erfassen kann.
  • Präsident Wolodymyr Selenskyj bestätigte die Angriffe auf das Werk in Rostow, auf die Iljski-Raffinerie und auf die Pantsir-S2.
  • Der Generalstab der ukrainischen Streitkräfte bezeichnete den Schlag als Ausübung des Selbstverteidigungsrechts nach Artikel 51 der UN-Charta.

Warum es wichtig ist

Der Angriff trifft die opto-elektronische und optisch-mechanische Fertigung eines KTRV-Werks, das nach offenen Quellen in Lieferketten für mindestens sieben russische Raketenprogramme eingebunden ist, darunter Ch-101 und Oreschnik. Zusammen mit dem Schlag gegen die Iljski-Raffinerie und die Pantsir-S2 verdeutlicht die Salve die Reichweite ukrainischer Angriffe auf die militärisch-industrielle und energetische Infrastruktur tief im russischen Hinterland. Die gleichzeitigen Treffer auf besetztem Gebiet – ein Munitionslager und ein Radargerät – schwächen russische Luftverteidigung und Logistik im Osten der Ukraine.

Was geschehen ist

In der Nacht zum 26. September 2026 führten ukrainische Streitkräfte einen koordinierten Angriff auf mehrere Ziele in Russland und auf besetztem ukrainischen Gebiet durch. Der Schwerpunkt war das Awowski optisch-mechanisches Werk in der Stadt Asow, Oblast Rostow, das zur russischen Raketenholding KTRV gehört und Suchköpfe, Wärmebildtechnik und Elektronik für Präzisionswaffen herstellt. Nach Angaben des SBU setzte der Alpha-Sondereinsatzstützpunkt zusammen mit der ukrainischen Marine Neptune-Marschflugkörper sowie die Drohnenraketen Ruta, Paljanyzja und Bars ein. Im Gießereibereich brach ein Feuer aus; in fünf Produktionsgebäuden wurde Ausrüstung beschädigt. Das Werk war bereits in der Nacht zum 4. Juli 2025 von Drohnen getroffen worden. In Asow wurden zudem Eisenbahnkesselwagen mit Treib- und Schmierstoffen getroffen, in der Oblast Rostow ein Flugabwehrsystem Pantsir-S2. Im Krasnodar-Gebiet schlugen ukrainische Kräfte die Iljski-Ölraffinerie; danach wurden zwei Brandherde am Tanklager und an der ELOU-AVT-Anlage gemeldet. Am 25. September und in der Nacht zum 26. September traf die ukrainische Seite außerdem ein Munitionslager in Siwjerodonezk (Luhansker Oblast) sowie eine mobile Radaranlage P-18 Terek nahe Semeniwka in der Oblast Donezk. Präsident Wolodymyr Selenskyj bestätigte die Angriffe öffentlich; der Generalstab der ukrainischen Streitkräfte bezeichnete den Schlag als Ausübung des Selbstverteidigungsrechts nach Artikel 51 der UN-Charta.

Wie ukrainische Quellen darüber berichten

Ukrainische Quellen – Generalstab und SBU – stellen den Angriff als zielgerichtete Aktion gegen die militärisch-industrielle Infrastruktur Russlands dar. Sie verweisen auf die Rolle des AOMZ innerhalb des Raketenkonzerns KTRV, auf die Beteiligung des Alpha-Sondereinsatzstützpunkts und der Marine und auf den Einsatz ukrainischer Waffensysteme wie Neptune sowie der Drohnenraketen Ruta, Paljanyzja und Bars. Präsident Selenskyjs öffentliche Bestätigung unterstreicht die Reichweite der ukrainischen Angriffe. Der Generalstab rahmt die Operation als Wahrnehmung des Selbstverteidigungsrechts nach Artikel 51 der UN-Charta und als Beitrag zur Schwächung des militärisch-ökonomischen Potenzials Russlands. Offene Quellen wie Dallas Analytics ordnen das Werk in Lieferketten für Ch-101, R-37M, Ch-35U, Ch-59/Ch-69, Ch-31P sowie das ballistische System Oreschnik ein.

Wie internationale Quellen darüber berichten

Die einzige nicht-ukrainische Quelle in diesem Quellenbestand – eine englischsprachige Agenturmeldung aus Aserbaidschan – berichtet den Schlag gegen das AOMZ knapp und faktisch, ohne die ukrainische Rahmung als Selbstverteidigung nach Artikel 51 der UN-Charta oder den Verweis auf konkrete russische Raketenprogramme. Der Fokus liegt auf dem Angriff selbst sowie auf örtlichen russischen Angaben zu Schäden an „Industrieobjekten“.

Wo die Berichte auseinandergehen

Ukrainische Quellen unterscheiden sich in der Liste der eingesetzten Waffen: Einige Berichte nennen Neptune, Ruta und Paljanyzja, andere ergänzen die Drohnenrakete Bars. Uneinigkeit besteht zudem darüber, ob die Treffer auf das Munitionslager in Siwjerodonezk und die P-18-Terek-Anlage zur selben Operation vom 25./26. September gehören oder als eigene Schlagserie geführt werden.

Hintergrund

Das Awowski optisch-mechanisches Werk ist Teil des russischen Raketenkonzerns KTRV und liefert optisch-mechanische und opto-elektronische Komponenten für Raketen, Artillerie- und Panzerabwehrsysteme. Nach einer Analyse von Dallas Analytics war das Werk in Lieferketten für mindestens sieben russische Raketenprogramme eingebunden, mit einem Komponentenprogramm im Wert von 583,6 Millionen Rubel für 2025. Das Werk war bereits in der Nacht zum 4. Juli 2025 Ziel eines Drohnenangriffs. Die P-18 Terek ist eine mobile Meterwellen-Radaranlage mit einer Reichweite von bis zu etwa 250 km und einer Erfassungshöhe von bis zu 35 km und dient der Luftverteidigung. Am 24./25. September 2026 hatten ukrainische Kräfte bereits zwei weitere Ölraffinerien im Perm-Gebiet und in der Oblast Rostow getroffen.