Ukrainische Streitkräfte treffen Rüstungswerk in russischer Region Rostow
Ukrainische Verteidigungskräfte haben in der Nacht zum 26. September 2026 das Asowsche Optik-Mechanische Werk in der russischen Oblast Rostow angegriffen und dabei mindestens fünf Werkshallen des Militäroptikbetriebs beschädigt. Satellitenbilder des OSINT-Projekts „Absolutely Reliable“ machten die Schäden am 27. September öffentlich.
Das Wichtigste
- Angriff erfolgte in der Nacht zum 26. September 2026 auf das Asowsche Optik-Mechanische Werk in der Oblast Rostow.
- Mindestens fünf Werkshallen wurden beschädigt, darunter Gießerei Nr. 022, Optikproduktion Nr. 008, Montagehalle Nr. 009 und Galvanikhalle Nr. 010.
- Eingesetzt wurden ukrainische Marschflugkörper vom Typ „Neptun“ sowie Raketendrohnen „Ruta“, „Palyanytsia“ und „Bars“.
- Das Werk gehört zur russischen Konzern „Taktische Raketenbewaffnung“ und stellt optisch-mechanische sowie elektronische Komponenten für Artillerie, Raketen und Panzerabwehrwaffen her.
- Laut Analysegruppe Dallas Analytics war das Werk in Produktionsketten mindestens sieben russischer Raketenprogramme eingebunden, darunter Ch-101, R-37M, Ch-35U, Ch-59/Ch-69, Ch-31P und „Oreschnik“.
- Satellitenaufnahmen der Schäden veröffentlichte am 27. September das OSINT-Projekt „Absolutely Reliable“.
Warum es wichtig ist
Der Angriff galt einem strategischen Ziel tief im russischen Hinterland: Das Werk gehört zum Konzern „Taktische Raketenbewaffnung“ und liefert optische und elektronische Komponenten für Lenksysteme und russische Waffenprogramme. Laut OSINT-Analyse war es in Produktionsketten von mindestens sieben russischen Raketenprogrammen eingebunden, darunter Marschflugkörper vom Typ Ch-101, die ballistische Rakete „Oreschnik“ und Luft-Luft-Raketen R-37M. Die öffentlich dokumentierten Schäden an fünf Werkshallen deuten auf eine spürbare Beeinträchtigung dieser Lieferketten hin.
Was geschehen ist
In der Nacht zum 26. September 2026 schlugen ukrainische Kräfte das Asowsche Optik-Mechanische Werk in der Stadt Asow in der russischen Oblast Rostow an. Nach Angaben des Generalstabs der Ukraine wurden dabei mindestens fünf Werkshallen beschädigt. Bei dem Angriff kamen ukrainische Marschflugkörper „Neptun“ sowie Raketendrohnen vom Typ „Ruta“, „Palyanytsia“ und „Bars“ zum Einsatz.
Satellitenbilder, die das OSINT-Projekt „Absolutely Reliable“ am 27. September veröffentlichte, dokumentieren die Schäden im Detail: In der Gießerei Nr. 022 wurden ein Brand und schwere Beschädigungen an der rechten und östlichen Gebäudeseite festgestellt; ein Nebengebäude verlor teilweise Dach und Wand. Die Optikproduktionshalle Nr. 008 wurde von Südwesten zweimal getroffen, die Fassade stürzte teilweise ein. Die Montagehalle Nr. 009 registrierte mindestens drei Einschläge, die Galvanikhalle Nr. 010 einen. In der mechanischen Bearbeitungshalle wurden zwei Treffer gezählt, von denen einer einen Teil des Dachs zum Einsturz brachte. In der Nähe der Karosserie-Presshalle wurden Trümmer gefunden, die auf einen weiteren möglichen Einschlag hinweisen.
Hintergrund
Das Asowsche Optik-Mechanische Werk ist auf optisch-mechanische und optisch-elektronische Erzeugnisse spezialisiert und stellt elektronische Systeme für Artillerie-, Raketen- und Panzerabwehrwaffen sowie Radarsuchköpfe für taktische Lenkflugkörper her. Es gehört zum russischen Konzern „Taktische Raketenbewaffnung“ und produziert für die russischen Streitkräfte. Bei dem Angriff setzte die ukrainische Seite eigene Marschflugkörper „Neptun“ sowie neuere Raketendrohnen „Ruta“, „Palyanytsia“ und „Bars“ ein.