Veröffentlicht am · Aktualisiert:

Russischer Drohnenangriff auf Kilija in Oblast Odessa in der Nacht zum 27. September

In der Nacht zum 27. September hat die russische Armee die Stadt Kilija in der Oblast Odessa mit Shahed-Drohnen angegriffen. Dabei wurden Hafen- und zivile Infrastruktur getroffen; nach vorläufigen Angaben gab es keine Verletzten. Der Brand am Einschlagort wurde von Rettungskräften des SES gelöscht.

Das Wichtigste

  • Russische Streitkräfte griffen Kilija in der Oblast Odessa in der Nacht zum 27. September mit Shahed-Drohnen an
  • Getroffen wurden Hafen- und zivile Infrastruktur
  • Der Brand am Einschlagort wurde von DSNS-Rettungskräften gelöscht
  • Die Information stammt von der Ismajiler Rajonsstaatsverwaltung

Warum es wichtig ist

Kilija liegt am Donau-Hauptdelta und ist ein wichtiger Logistikknoten für Getreide- und zivile Frachtexporte aus der Ukraine. Ein Treffer der Hafeninfrastruktur trifft einen der wenigen noch funktionierenden Schwarzmeer-Alternativrouten. Der Angriff reiht sich in eine Serie russischer Schläge gegen Hafen- und Zivilinfrastruktur in der Oblast Odessa in den Tagen zuvor ein.

Was geschehen ist

In der Nacht zum 27. September hat die russische Armee die Stadt Kilija in der Oblast Odessa mit Shahed-Drohnen angegriffen. Der Einschlag traf Hafen- und zivile Infrastruktur. Am Einschlagort brach ein Brand aus, der von Rettungskräften des staatlichen Notdienstes DSNS gelöscht wurde. Nach vorläufigen Angaben der Ismajiler Rajonsstaatsverwaltung gab es keine Verletzten.

Wie ukrainische Quellen darüber berichten

Ukrainische Quellen berichten den Angriff unter ausdrücklicher Benennung russischer Verantwortung ("Streitkräfte der RF", "Okkupanten") und stufen die getroffenen Objekte als "Hafen- und zivile Infrastruktur" ein. Als autoritative Quelle wird die Ismajiler Rajonsstaatsverwaltung genannt. Mehrere ukrainische Medien bündeln den Vorfall mit vorangegangenen Angriffen in der Oblast Odessa zwischen dem 22. und 23. September — darunter ein beschädigtes WHO-Hilfswerk in Tschornomorsk, Doppelschläge auf Lager für Medikamente und Lebensmittel sowie ein getroffenes Frachtschiff unter der Flagge von Antigua und Barbuda, dessen 63-jähriger ukrainischer Kapitän getötet wurde. Diese Rahmung betont ein Muster gezielter Angriffe auf zivile und humanitäre Ziele.

Hintergrund

Am 22. September war ein humanitäres WHO-Lager in Tschornomorsk in der Oblast Odessa beschädigt worden, das Medikamente in temperaturgeregelten Räumen lagerte — laut WHO der vierte Vorfall dieser Art binnen drei Monaten. Am 23. September schlugen russische Kräfte zweimal hintereinander auf Lagerkomplexe in der Oblast Odessa ein, in denen Medikamente, Lebensmittel und Haushaltswaren lagerten; es entstanden großflächige Brände. Ebenfalls am 23. September wurde in der Oblast Odessa ein Frachtschiff unter der Flagge von Antigua und Barbuda getroffen, das Pflanzenöl transportierte; der 63-jährige ukrainische Kapitän kam ums Leben.