Russischer Angriff auf Frachtschiff unter liberianischer Flagge im Hafen von Odessa – ein Besatzungsmitglied getötet
Am 3. Oktober haben russische Streitkräfte ein ziviles Frachtschiff unter liberianischer Flagge in einem Hafen der Oblast Odessa angegriffen. Dabei wurde ein Matrose (Motorman) getötet, drei weitere Besatzungsmitglieder wurden verletzt. 13 Besatzungsmitglieder wurden an einen sicheren Ort evakuiert. Die ukrainische Hafenverwaltung (AMPU) sprach von einem weiteren gezielten Schlag Russlands gegen die zivile Schifffahrt.
Das Wichtigste
- Angriff am Samstag, 3. Oktober, auf ein ziviles Frachtschiff unter liberianischer Flagge in einem Hafen der Oblast Odessa.
- Ein Matrose (Motorman) wurde getötet, drei weitere Besatzungsmitglieder wurden verletzt.
- 13 Besatzungsmitglieder wurden an einen sicheren Ort evakuiert.
- Laut ukrainischer Hafenverwaltung (AMPU) wurde das Schiff nach Angaben aus einer Quelle von einer Kamikaze-Drohne getroffen.
- Die AMPU bezeichnete den Angriff als weiteren gezielten Schlag Russlands gegen die zivile Schifffahrt und die Handelsflotte.
- Etwa 90 % der ukrainischen Rohstoffexporte werden über die Schwarzmeerhäfen in und um Odessa abgewickelt.
Warum es wichtig ist
Der Angriff tötete einen Matrosen und verletzte drei weitere Besatzungsmitglieder eines zivilen, unter liberianischer Flagge fahrenden Frachtschiffs innerhalb eines ukrainischen Hafens. Die ukrainische Hafenverwaltung stuft den Angriff als gezielten Schlag gegen die zivile Schifffahrt ein und verschärft damit die Sorge um die Sicherheit von Handelsschiffen, die Häfen im Raum Odessa anlaufen. Da über diese Häfen rund 90 % der ukrainischen Rohstoffexporte laufen, haben solche Angriffe unmittelbare Auswirkungen auf die ukrainischen Exportströme.
Was geschehen ist
Am 3. Oktober haben russische Streitkräfte ein ziviles Frachtschiff angegriffen, das unter der Flagge Liberias in einem Hafen der Oblast Odessa lag. Nach Angaben der ukrainischen Hafenverwaltung (AMPU) wurde dabei ein Matrose – ein sogenannter Motorman – getötet, drei weitere Besatzungsmitglieder wurden verletzt. 13 Besatzungsmitglieder konnten an einen sicheren Ort evakuiert werden. Einer Quelle zufolge wurde das Schiff von einer Kamikaze-Drohne getroffen. Die AMPU erklärte, es handle sich um einen weiteren gezielten Angriff Russlands auf die zivile Schifffahrt und die Handelsflotte, und warf Russland vor, weiterhin friedliche Handelsschiffe und Seeleute zu terrorisieren.
Hintergrund
Nach Angaben der Staatsanwaltschaft von Odessa hat die russische Armee zwischen dem 20. Juni und dem 20. Juli 28 zivile Handelsschiffe in den Häfen der „Großen Odessa" angegriffen; in diesem Zeitraum wurden 21 Menschen getötet und 34 verletzt (gemeldete Zahlen). Rund 90 % der ukrainischen Rohstoffexporte werden über die Schwarzmeerhäfen in und um Odessa abgewickelt (gemeldete Zahl).