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Russischer Angriff auf ukrainische Bahninfrastruktur: Schäden in Berestyn und Kiew

In der Nacht zum 17. September hat Russland die ukrainische Bahninfrastruktur mit Drohnen und Raketen angegriffen. Der Bahnhof Berestyn in der Oblast Charkiw und die Ringbahn-Station Mykilska Slobidka in Kiew wurden schwer beschädigt. Verletzte gab es am Bahnhof Berestyn nicht, da sich Passagiere und Personal zum Zeitpunkt des Einschlags in einem Schutzraum befanden.

Das Wichtigste

  • In der Nacht zum 17. September schlug eine Drohnenangriff dem Bahnhofsgebäude von Berestyn in der Oblast Charkiw schwere Schäden zu.
  • Passagiere und Bahnhofspersonal hielten sich zum Zeitpunkt des Einschlags im Schutzraum auf; Opfer wurden in Berestyn nicht gemeldet.
  • Züge nach Berestyn wurden nicht gestrichen; die Infrastruktur wird begutachtet.
  • In Kiew wurde die Infrastruktur der Ringbahn-Station Mykilska Slobidka beschädigt; der Kyiv City Express verkehrt seit dem Morgen auf einer eingeschränkten Ringstrecke und umgeht den Abschnitt Darnytsia–Potschaina.
  • Die Reparatur der Station Mykilska Slobidka wird laut Schätzung rund einen Tag dauern.
  • Züge Nr. 7/8 Odessa–Charkiw und Nr. 53/54 Dnipro–Odessa werden über einen längeren Reservestreckenverlauf umgeleitet; die Reisezeit verlängert sich um rund sechs Stunden.
  • Der Angriff ab dem Abend des 16. September umfasste Oniks-Schiffsabwehrraketen, ballistische Raketen vom Typ Iskander-M/S-400/KN-23, vier Kalibr-Marschflugkörper, zehn Raketen vom Typ „Banderole"/„Dan-T" sowie 157 Drohnen; die Luftabwehr schoss sieben „Banderole"-Raketen und 124 Drohnen ab.

Warum es wichtig ist

Der Angriff traf direkt Bahnhöfe und rollendes Material im Rahmen eines groß angelegten nächtlichen Drohnen- und Raketenangriffs auf die Ukraine. Dass es in Berestyn keine Opfer gab, lag nach offiziellen Angaben daran, dass sich Passagiere und Personal zum Zeitpunkt des Einschlags in einem Schutzraum aufhielten – ein Beleg für den Schutzwert solcher Verfahren. Der Kyiv City Express fährt eingeschränkt, und zwei Fernzüge nehmen einen längeren Umweg; die Beeinträchtigung des Personenverkehrs ist konkret messbar. Die Kombination aus Oniks-Raketen, Iskander-M/S-400/KN-23, Kalibr, „Banderole"/„Dan-T" und 157 Drohnen zeigt einen mehrgleisigen Angriff auf die Verkehrsinfrastruktur.

Was geschehen ist

In der Nacht zum 17. September griff Russland die ukrainische Bahninfrastruktur mit Drohnen und Raketen an. Dabei wurde das Gebäude des Bahnhofs Berestyn in der Oblast Charkiw vor der Morgendämmerung schwer beschädigt. Passagiere und Bahnhofspersonal befanden sich zum Zeitpunkt des Einschlags in einem Schutzraum; nach offiziellen Angaben gab es keine Opfer. Züge nach Berestyn wurden nicht gestrichen; die Infrastruktur werde begutachtet. In Kiew wurde die Infrastruktur der Ringbahn-Station Mykilska Slobidka beschädigt; der Kyiv City Express verkehrt seit dem Morgen auf einer eingeschränkten Ringstrecke und umgeht den Abschnitt Darnytsia–Potschaina. Die Reparatur der Station Mykilska Slobidka wird auf rund einen Tag geschätzt. Bei dem Angriff auf Kiew wurden zudem Scheiben und Türen eines Elektrotriebwagens, im Depot und an mehreren weiteren Objekten von Ukrzaliznytsia beschädigt. Die Züge Nr. 7/8 Odessa–Charkiw und Nr. 53/54 Dnipro–Odessa werden über einen längeren Reservestreckenverlauf umgeleitet, wodurch sich die Reisezeit um rund sechs Stunden verlängert. Medienberichten zufolge wurde in der Nacht auch der fahrende Zug Odessa–Dnipro angegriffen; die Passagiere konnten evakuiert werden. Beim Angriff ab dem Abend des 16. September setzte Russland Oniks-Schiffsabwehrraketen, ballistische Raketen vom Typ Iskander-M/S-400/KN-23, vier Kalibr-Marschflugkörper, zehn Raketen vom Typ „Banderole"/„Dan-T" und 157 Drohnen ein; die ukrainische Luftabwehr schoss sieben „Banderole"-Raketen und 124 Drohnen ab.

Hintergrund

Die Station Mykilska Slobidka liegt am Abschnitt Darnytsia–Potschaina der Kiewer Ringbahn; bis zum Abschluss der Reparaturen muss dieser Abschnitt umfahren werden. Die Reparaturarbeiten an der Station Mykilska Slobidka werden auf rund einen Tag geschätzt. Die Züge Nr. 7/8 Odessa–Charkiw und Nr. 53/54 Dnipro–Odessa werden über einen Reservestreckenverlauf umgeleitet, der als sicherer gilt; die Reisezeit verlängert sich dadurch um rund sechs Stunden. Die Luftabwehr meldete während des Angriffs die Abschüsse von sieben „Banderole"-Raketen und 124 Drohnen.