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Russische Drohnen treffen Bahninfrastruktur in Luzk und Fastiw – Züge evakuiert, keine Opfer am Gleis

Am 12. September haben russische Drohnen Bahnanlagen in Luzk (Wolynien) und Fastiv (Gebiet Kiew) getroffen. Ukrzaliznytsia berichtete von Einschlägen an beiden Orten. Passagiere und Personal wurden nach Angaben der Bahn rechtzeitig evakuiert; am angegriffenen Zug in Luzk gab es keine Verletzten. Der Angriff war Teil einer breit angelegten Drohnensalve von mindestens 410 Drohnen über der gesamten Ukraine, von denen die Flugabwehr 336 zerstörte oder unterdrückte.

Das Wichtigste

  • 12. September: Russische Drohnen treffen Bahninfrastruktur in Luzk (Wolynien) und Fastiv (Gebiet Kiew).
  • Ukrzaliznytsia bestätigt Einschläge in beiden Städten; Passagiere und Mitarbeiter wurden vorab evakuiert.
  • Am angegriffenen Zug in Luzk keine Verletzten – Ukrzaliznytsia-Chef Oleksandr Pertsovskyi meldete dies über Facebook.
  • In Luzk gerieten Waggons in Brand; die Feuerwehr (SES) löschte den Brand.
  • Leiter der Wolyn-Oblast-Militärverwaltung Roman Romanjuk sprach von einem massiven Drohnenangriff auf die Oblast.
  • Im weiteren Angriff auf die Gemeinde Kovel fünf Verletzte durch Treffer auf ein kritisches Infrastrukturobjekt.
  • Insgesamt schickte Russland am 12. September mindestens 410 Kampfdrohnen in die Ukraine, von denen 336 zerstört oder unterdrückt wurden; in Schytomyr starben zwei Menschen beim Treffer auf einen Lebensmittelladen.

Was geschehen ist

Am 12. September schlugen russische Drohnen in die Bahninfrastruktur der Städte Luzk (Oblast Wolynien) und Fastiv (Oblast Kiew) ein. Ukrzaliznytsia, die ukrainische Eisenbahn, bestätigte Treffer an beiden Standorten. Nach Angaben des Bahnchefs Oleksandr Pertsovskyi, der über Facebook informierte, konnten Passagiere eines betroffenen Reisezuges und Bahnpersonal vor den Einschlägen evakuiert werden; am Zug selbst wurde niemand verletzt oder getötet. In Luzk gerieten Waggons in Brand, die von Rettungskräften des Staatlichen Notdienstes (SES) gelöscht wurden. Pertsovskyi warnte zudem vor möglichen Fahrplanänderungen, da sich zum Zeitpunkt der Meldungen Schwärme von Shahed-Drohnen im ukrainischen Luftraum befanden und der Angriff noch andauerte.

Parallel lief in der Oblast Wolynien nach Angaben des Leiters der dortigen Militärverwaltung, Roman Romanjuk, ein massiver Drohnenangriff, der mehr als vier Stunden andauerte. Die meisten Ziele trafen die Gemeinde Kovel, wo durch Treffer auf ein Objekt der kritischen Infrastruktur fünf Menschen verletzt wurden; im Dorf Saritschtschia (Rajon Kovel) beschädigten Trümmer abgeschossener Drohnen Wirtschaftsgebäude und ein Wohnhaus, ohne dass es dort Verletzte gab. Romanjuk sprach von rund 20 Shahed-Drohnen im Luftraum der Oblast. Auch die Oblast Riwne wurde laut deren Verwaltungschef Oleksandr Kowal von Drohnen angegriffen; am Morgen traf ein Angriff dort eine Tankstelle.

Nach übergreifenden Angaben griff Russland die Ukraine am 12. September mit mindestens 410 Kampfdrohnen an, von denen die Flugabwehr 336 zerstörte oder unterdrückte. In der Oblast Schytomyr starben zwei Menschen, als ein Lebensmittelladen getroffen wurde.

Wo die Berichte auseinandergehen

Die Quellen weichen bei zwei Punkten voneinander ab. Beim Umfang des Angriffs auf die Oblast Wolynien spricht die Mehrheit der Berichte von mehr als zehn eingeflogenen Shahed-Drohnen, während der Leiter der Wolyn-Oblast-Militärverwaltung Romanjuk von rund 20 Drohnen ausging. Bei den Opferzahlen trennen die Meldungen zwischen dem Bahnschlag in Luzk und dem gesamten Drohnenangriff auf die Oblast: Ukrzaliznytsia und der Staatliche Notdienst (SES) meldeten keine Verletzten am angegriffenen Zug in Luzk, während die spätere Berichterstattung der Wolyn-Oblast-Verwaltung fünf Verletzte in der Gemeinde Kovel durch Treffer auf ein kritisches Infrastrukturobjekt verzeichnete.

Hintergrund

Seit Beginn des Jahres 2026 hat Russland die ukrainische Bahninfrastruktur systematisch angegriffen. Wegen der ständigen Beschießung hatte Ukrzaliznytsia zuvor den Zugverkehr nach Sumy ausgesetzt und als Endpunkt festgelegt; Fahrgäste mussten ab Konotop mit Bussen weiterreisen. Bei Luftangriffen setzt die Bahn inzwischen ein Evakuierungsprotokoll um, bei dem Passagiere während Luftalarms aus den Zügen gebracht werden. Am Morgen des 12. September wurde zudem nach Angaben des Leiters der Oblast Riwne eine Tankstelle in der Region getroffen.