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Russland greift Ukraine mit mindestens 410 Drohnen an – Schläge auf Eisenbahn und kritische Infrastruktur

Russische Streitkräfte haben die Ukraine am 12. September mit einem massiven Drohnenangriff überzogen. Nach Angaben der ukrainischen Luftabwehr wurden mindestens 410 Angriffsdrohnen registriert, von denen 336 zerstört oder unterdrückt wurden. Schläge trafen Eisenbahninfrastruktur in Luzk und Fastiw, ein kritisches Infrastrukturobjekt in der Gemeinde Kowel, einen Personenzug, einen Lebensmittelladen in der Oblast Schytomyr und eine Tankstelle in der Oblast Riwne.

Das Wichtigste

  • Am 12. September registrierte die ukrainische Luftabwehr mindestens 410 russische Angriffsdrohnen; 336 davon wurden zerstört oder unterdrückt.
  • Etwa 20 Drohnen vom Typ Shahed drangen in den Luftraum der Oblast Wolyn ein, der Angriff auf die Region dauerte mehr als vier Stunden.
  • In der Gemeinde Kowel (Oblast Wolyn) wurde ein kritisches Infrastrukturobjekt getroffen, fünf Menschen wurden verletzt und medizinisch versorgt.
  • In Luzk traf eine Drohneneinschlag einen Personenzug am Bahnhof; Waggons gerieten in Brand und wurden von der Feuerwehr gelöscht.
  • Im Dorf Saritschschja (Rajon Kowel) beschädigten herabfallende Trümmer abgeschossener Drohnen Wirtschaftsgebäude und ein Wohnhaus.
  • Bei einem Drohnenangriff auf einen Lebensmittelladen in der Oblast Schytomyr kamen zwei Menschen ums Leben.
  • Die Ukrzaliznytsja warnte vor möglichen Änderungen im Zugverkehr; in der Oblast Sumy war der Zugverkehr nach Kowel bereits eingestellt, Endpunkt war Konotop mit Bustransfer weiter.
  • Die Eisenbahninfrastruktur in Fastiw (Oblast Kiew) wurde ebenfalls getroffen; genaue Folgen waren laut Ukrzaliznytsja noch unklar.
  • In der Oblast Riwne war die Luftabwehr im Einsatz; laut OVA-Chef Oleksandr Kowal wurde unter anderem eine Tankstelle getroffen.

Warum es wichtig ist

Der Angriff war einer der umfangreichsten Drohnenangriffe im Verlauf des Krieges: Innerhalb eines einzigen Tages flog Russland mindestens 410 Angriffsdrohnen Richtung Ukraine, von denen 336 abgewehrt werden konnten. Die Treffer auf Personenzüge, einen Lebensmittelladen, eine Tankstelle und kritische Infrastruktur zeigen, dass die Angriffe gezielt zivile und logistische Einrichtungen betreffen. Fünf Verletzte in der Oblast Wolyn und zwei Tote in der Oblast Schytomyr machen die menschlichen Folgen dieser Strategie unmittelbar sichtbar.

Was geschehen ist

Am 12. September startete Russland einen flächendeckenden Drohnenangriff auf die Ukraine mit mindestens 410 Angriffsdrohnen, von denen die ukrainische Luftabwehr 336 zerstörte oder unterdrückte. In der Oblast Wolyn hielten sich nach Angaben des OVA-Chefs Roman Romaniuk rund 20 Shahed-Drohnen über vier Stunden lang im Luftraum auf. In der Gemeinde Kowel traf eine Drohne ein kritisches Infrastrukturobjekt, fünf Menschen wurden verletzt und medizinisch versorgt. In Luzk schlug eine Drohne einen Personenzug am Bahnhof, Waggons gerieten in Brand und wurden vom Katastrophendienst gelöscht. Im Dorf Saritschschja (Rajon Kowel) beschädigten Trümmer abgeschossener Drohnen Nebengebäude und ein Wohnhaus. Eisenbahninfrastruktur wurde auch in Fastiw (Oblast Kiew) getroffen; die Ukrzaliznytsja-Chef Oleksandr Pertsovskyi bestätigte die Treffer und erklärte, Fahrgäste und Personal seien rechtzeitig evakuiert worden, niemand sei zu Schaden gekommen. In der Oblast Riwne war die Luftabwehr im Einsatz, OVA-Chef Oleksandr Koval meldete unter anderem einen Treffer an einer Tankstelle. In der Oblast Schytomyr starben zwei Menschen bei einem Drohnenangriff auf einen Lebensmittelladen.

Hintergrund

Russland greift die ukrainische Eisenbahninfrastruktur seit Anfang 2026 systematisch mit Drohnen an. Wegen der ständigen Beschießung hatte die Ukrzaliznytsja den Zugverkehr nach Sumy bereits zuvor vorübergehend eingestellt; Endpunkt war Konotop, von dort aus wurden Fahrgäste mit Bussen weitertransportiert. Seit Beginn der systematischen Angriffe auf Bahnobjekte werden Fahrgäste bei Luftalarm aus den Zügen evakuiert.