Russische Angriffe auf Energieinfrastruktur: Notabschaltungen in Kiew und drei Oblasten
Am Abend des 30. September wurden in Kiew, der Oblast Kiew, der Oblast Tschernihiw und der Oblast Schytomyr Notabschaltungen des Stromnetzes eingeführt. Auslöser waren zahlreiche russische Angriffe auf die Energieinfrastruktur. In Teilen Kiews fielen nach Explosionen in mehreren Stadtbezirken Strom und Wasser aus. Nach Angaben des Energieministeriums liefen die Notfallinstandsetzungen; die Einschränkungen sollten aufgehoben werden, sobald sich die Lage im Energiesystem stabilisiert.
Das Wichtigste
- Notabschaltungen am Abend des 30. September in Kiew, Oblast Kiew, Oblast Tschernihiw und Oblast Schytomyr.
- Ursache: zahlreiche russische Angriffe auf die Energieinfrastruktur.
- In mehreren Kiewer Stadtbezirken wurden Explosionen gehört; Strom- und Wasserversorgung fielen aus.
- Notfallinstandsetzungen durch Energiearbeiter liefen laut Energieministerium.
- DTEK wendete die Notabschaltungen in Kiew auf Anordnung von Ukrenergo an.
- Präsidialberater Serhij Beskrjestnow ("Flash") meldete den erstmaligen Einsatz einer KRSN-Spezialmunition an einer düsenbetriebenen Drohne gegen Hochspannungsmasten.
- Später wurden die Notabschaltungen in Kiew aufgehoben und durch geplante Abschaltpläne ersetzt.
Warum es wichtig ist
Der Vorfall betraf die Hauptstadt und drei Oblasten und unterbrach in mehreren Kiewer Stadtteilen Strom und Wasser. Er reiht sich in das anhaltende Muster russischer Angriffe auf die ukrainische Energieinfrastruktur ein. Berichten zufolge nutzte Russland erstmals eine düsenbetriebene Drohne mit einer kumulativ-schneidenden Spezialladung (KRSN/КРСН), die gezielt Hochspannungsmasten und Stahlbrückenkonstruktionen zerstören soll – ein Hinweis auf eine gezieltere Angriffsmethode auf Übertragungsnetze.
Was geschehen ist
Am Abend des 30. September führte das ukrainische Energieministerium (Міненерго) Notabschaltungen in Kiew, der Oblast Kiew, der Oblast Tschernihiw und der Oblast Schytomyr ein. Grund waren zahlreiche russische Angriffe auf die Energieinfrastruktur. In Kiew wurden in mehreren Stadtbezirken Explosionen gehört; in der Folge fielen Strom und Wasserversorgung aus. DTEK erklärte, die Notabschaltungen seien in der Hauptstadt auf Anordnung des nationalen Netzbetreibers Ukrenergo erfolgt. Energiearbeiter führten Notfallinstandsetzungen durch. Das Ministerium kündigte an, die Einschränkungen aufzuheben, sobald sich die Lage im Energiesystem stabilisiere. Später wurden die Notabschaltungen in Kiew aufgehoben und durch geplante Abschaltpläne ersetzt; DTEK verwies die Bewohner der Hauptstadt auf die Abschaltpläne im Chatbot, auf der Website oder in der App "Kyiv Digital" (Київ Цифровий). Der Technologieberater des Präsidenten, Serhij Beskrjestnow (Rufzeichen "Flash"), berichtete am selben Tag, russische Streitkräfte hätten erstmals eine düsenbetriebene Drohne mit einer KRSN-Spezialmunition eingesetzt, die speziell für die Zerstörung von Hochspannungsmasten und Stahlbrückenstrukturen ausgelegt sei.
Wo die Berichte auseinandergehen
Die Quellen berichten einheitlich über die Einführung von Notabschaltungen am Abend des 30. September. Ein Artikel (44085) berichtet zusätzlich, dass die Notabschaltungen in Kiew später aufgehoben und durch geplante Abschaltpläne ersetzt wurden, während die anderen beiden Artikel (44010, 44047) nur die Einführung der Notabschaltungen erwähnen, ohne deren spätere Aufhebung zu nennen.
Hintergrund
Die Notabschaltungen in Kiew erfolgten auf Anordnung von Ukrenergo, dem nationalen Netzbetreiber der Ukraine. DTEK, einer der größten Energieversorger des Landes, leitete die Bewohner Kiews für die Abschaltpläne an den Chatbot, die Website und die App "Kyiv Digital" (Київ Цифровий) weiter.