Drohnenangriff auf russische Drohnenbasis Zymbulowo in Oblast Orjol
In der Nacht zum 3. Oktober haben Drohnen die UAV-Startbasis Zymbulowo in der russischen Oblast Orjol angegriffen. Satellitendaten von NASA FIRMS zeigten ab 01:33 mehrere Brandherde im Bereich der Anlage. Das ukrainische Verteidigungsministerium bestätigte den Angriff auf einen Startplatz für „Shahed“-Drohnen in seinem Wochenrückblick. In derselben Nacht wurde auch die Oblast Kaluga mit einer großangelegten Drohnenattacke überzogen.
Das Wichtigste
- Angriff auf UAV-Startbasis Zymbulowo (Oblast Orjol) in der Nacht zum 3. Oktober
- NASA FIRMS registrierte ab 01:33 mehrere Brandherde im Bereich der Drohnenlager-, Vorbereitungs- und Starteinrichtungen
- Ukrainisches Verteidigungsministerium bestätigte den Treffer einer „Shahed“-Startbasis in Orjol im Wochenvideo „27. September – 3. Oktober. Rozbor polotiv“
- Generalstab der Streitkräfte der Ukraine bestätigte zudem Treffer auf drei „Shahed“-Startplätzen im besetzten Teil der Oblast Donezk
- Oblast Kaluga wurde ebenfalls massiv angegriffen; örtliche Behörden meldeten die Zerstörung von 13 Drohnen über den Bezirken Schukowski, Isnoskowski, Malojaroslawez und der Stadt Kaluga
- Zymbulowo liegt etwa 150 km von der ukrainischen Grenze entfernt und dient der Lagerung und dem Start von Angriffsdrohnen Richtung Ukraine
Warum es wichtig ist
Die Basis Zymbulowo ist eine zentrale russische Einrichtung zur Lagerung und zum Start von Angriffsdrohnen Richtung Ukraine. Treffer dort können die russische Kampagne mit Langstreckendrohnen unmittelbar beeinträchtigen. Dass das ukrainische Verteidigungsministerium den Angriff in seinem wöchentlichen Rückblick offiziell bestätigt hat, macht ihn zu einer öffentlich anerkannten Tiefschlagoperation auf russischem Gebiet. Der parallel stattfindende Großangriff auf die Oblast Kaluga in derselben Nacht verweist auf eine breit angelegte ukrainische Drohnenkampagne gegen mehrere russische Regionen.
Was geschehen ist
In der Nacht zum 3. Oktober griffen Drohnen die UAV-Startbasis Zymbulowo in der russischen Oblast Orjol an. Das Satellitenüberwachungssystem NASA FIRMS erfasste ab 01:33 mehrere Brandherde im Bereich der Anlage für Drohnenlagerung, -vorbereitung und -start. Die OSINT- und Monitoringkanäle ASTRA und Exilenova+ berichteten über den Angriff.
Das ukrainische Verteidigungsministerium bestätigte den Treffer einer „Shahed“-Startbasis in der Oblast Orjol offiziell in seinem Wochenvideo mit dem Titel „27. September – 3. Oktober. Rozbor polotiv“. Das Video zeigte Grafiken, die die „Shahed“-Startbasis und die Flugroute der Drohnen Richtung Kyjiw markierten. Der Generalstab der Streitkräfte der Ukraine bestätigte zudem Treffer auf drei „Shahed“-Startplätzen im besetzten Teil der Oblast Donezk.
In derselben Nacht wurde auch die Oblast Kaluga Ziel eines massiven Drohnenangriffs. Lokale Behörden meldeten die Zerstörung von 13 Drohnen über den Bezirken Schukowski, Isnoskowski, Malojaroslawez und der Stadt Kaluga. Die Basis Zymbulowo liegt in der Nähe des gleichnamigen Dorfes in der Oblast Orjol und befindet sich rund 150 km von der ukrainischen Grenze entfernt.
Wo die Berichte auseinandergehen
Die Quellen weichen bei der Größe der Startinfrastruktur in Zymbulowo voneinander ab: The Telegraph bezifferte sie im August 2026 auf 16 Startinstallationen, während das Projekt „Oboronka“ insgesamt 23 Startinstallationen unterschiedlicher Typen schätzt.
Hintergrund
Die Basis Zymbulowo liegt beim gleichnamigen Dorf in der Oblast Orjel und wird zur Lagerung, Vorbereitung und zum Start von Angriffsdrohnen Richtung Ukraine genutzt. Sie war bereits am 21. September angegriffen worden; der Generalstab der Streitkräfte der Ukraine meldete damals Schäden an einem Startplatz für Jet-Drohnen und an fünf Startinstallationen rund 150 km von der ukrainischen Grenze entfernt.
Laut The Telegraph verfügte die Basis im August 2026 über 16 Startinstallationen, mehr als 100 startbereite Drohnen und ausreichend Solarpanels, um auch ohne externe Stromversorgung zu funktionieren. Die Anlage umfasst demnach eine Startinstallation für Geran-5 und sechs für Geran-4 neben älteren Installationen für Geran-2 und Geran-3. Das Projekt „Oboronka“ schätzt den Komplex auf 23 Startinstallationen unterschiedlicher Typen, 387 Garagen und 26 unterirdische Schutzräume auf rund 5 km²; der Bau begann 2024, 2026 wurde die Anlage deutlich erweitert. OSINT-Analysten gehen davon aus, dass der Angriff vom 21. September möglicherweise zwei Drohnenbunker, zwei Vorratslager und einen Startplatz für Geran-5 getroffen hat.