Ukraine meldet Angriffe auf russische Drohnenleitstellen, Ausbildungsplatz und Depots in besetzten Gebieten
Die ukrainischen Verteidigungskräfte haben nach Angaben des Generalstabs am 18. September und in der Nacht zum 19. September mehrere russische Militärobjekte in den besetzten Teilen der Oblasten Donezk und Saporischschja getroffen, darunter Drohnenleitstellen, einen Truppenübungsplatz sowie Munitions- und Materialdepots. Zudem wurde die Beschädigung eines russischen 80P6-Radars in der russischen Oblast Smolensk durch einen vorherigen Schlag bestätigt. Das russische Militär hatte zum Zeitpunkt der Berichterstattung nicht reagiert.
Das Wichtigste
- Angriffe am 18. September und in der Nacht zum 19. September 2026 laut Generalstab der Streitkräfte der Ukraine.
- Drohnenleitstellen in Luhanske und Pokrowsk (Oblast Donezk) sowie in Wolodymyriwka, Werbowe, Nowoprokopiwka, Dobropillja und Riwnopillja (Oblast Saporischschja) getroffen.
- In Nowoprokopiwka wurden zwei Drohnenleitstellen getroffen.
- Truppenübungsplatz „Wostotschnyj/Skhidnyj“ bei Nowopetriwka in der Oblast Saporischschja getroffen.
- Materialdepot in Rybinske und Munitionsdepot bei Amwrosijiwka in der Oblast Donezk getroffen.
- Acht Drohnenleitstellen und vier Objekte in der Oblast Donezk insgesamt gemeldet.
- Beschädigung eines russischen 80P6-Radars bei Mitiuli in der Oblast Smolensk durch einen Schlag am 17. September 2026 nachträglich bestätigt.
- Russisches Militär hat sich zum Zeitpunkt der Berichterstattung nicht geäußert.
Warum es wichtig ist
Die Angriffe richteten sich gegen die russische Infrastruktur zur Steuerung von Drohnen und gegen die logistische Versorgung im rückwärtigen Frontgebiet – beides Bereiche, die für laufende Kampfhandlungen in den Oblasten Donezk und Saporischschja zentral sind. Die Treffer auf dem Übungsplatz „Wostotschnyj/Skhidnyj“ und den Depots deuten auf wachsenden Druck auf die russische Ausbildungs- und Nachschubkapazität hinter der Front hin. Die nachträgliche Bestätigung der Beschädigung eines 80P6-Radars tief in der russischen Oblast Smolensk verweist zudem auf die Fähigkeit der Ukraine, strategische Objekte weit jenseits der Kontaktlinie zu erreichen.
Was geschehen ist
Nach Angaben des Generalstabs der Streitkräfte der Ukraine schlugen die ukrainischen Verteidigungskräfte am 18. September und in der Nacht zum 19. September 2026 eine Reihe wichtiger russischer Militärobjekte. Getroffen wurden unter anderem Leitstellen für unbemannte Luftfahrzeuge (UAV), ein Truppenübungsplatz sowie Versorgungs- und Logistikobjekte.
In der Oblast Donezk wurden UAV-Leitstellen in den Gebieten Luhanske und Pokrowsk getroffen. In der Oblast Saporischschja schlugen die ukrainischen Kräfte UAV-Leitstellen in den Gebieten Wolodymyriwka, Werbowe, Nowoprokopiwka, Dobropillja und Riwnopillja; im Raum Nowoprokopiwka wurden zwei solcher Leitstellen getroffen. Insgesamt meldet der Generalstab acht getroffene Drohnenleitstellen.
Darüber hinaus wurde der Truppenübungsplatz „Wostotschnyj/Skhidnyj“ im Bereich des vorübergehend besetzten Dorfes Nowopetriwka in der Oblast Saporischschja getroffen. In der Oblast Donezk schlugen die ukrainischen Kräfte ein Materialdepot in Rybinske sowie ein Munitionsdepot im Raum Amwrosijiwka. Während des gesamten Einsatzes vom 18. September bis in die Nacht zum 19. September wurden in der Oblast Donezk insgesamt vier Objekte gemeldet.
Zusätzlich wurde die Beschädigung eines russischen 80P6-Radars im Bereich des Dorfes Mitiuli in der russischen Oblast Smolensk bestätigt; diese war die Folge eines Schlags vom 17. September 2026. Das russische Militär hatte zum Zeitpunkt der Berichterstattung keine Stellungnahme abgegeben.
Wo die Berichte auseinandergehen
Die Berichterstattung über den Raderschlag bei Mitiuli ist uneinheitlich datiert: Ein Artikel (26666) datiert den Schlag auf den 17. September 2026, während drei weitere Artikel (26740, 26721, 26689) denselben Vorfall auf den 17. September legen, ohne das Jahr zu nennen. Daraus ergibt sich eine widersprüchliche Datierung des Raderschlags in der Quellenlage.
Hintergrund
Sämtliche Angaben zu den Angriffen stammen ausschließlich vom Generalstab der ukrainischen Streitkräfte; eine Stellungnahme des russischen Militärs lag zum Zeitpunkt der Berichterstattung nicht vor. Der bestätigte Treffer eines russischen 80P6-Radars bei Mitiuli in der Oblast Smolensk geht auf einen Schlag vom 17. September 2026 zurück und wird im Rahmen dieser Berichterstattung als Ergebnis eines früheren Einsatzes mitgeteilt.