Ukrainische Streitkräfte treffen russischen Su-24-Bomber auf dem Flugplatz Saky auf der Krim
Nach Angaben des Generalstabs der Streitkräfte der Ukraine haben die ukrainischen Verteidigungskräfte am 15. September und in der Nacht zum 16. September einen russischen Su-24-Bomber auf dem Flugplatz Saky auf der besetzten Krim sowie eine Reihe weiterer russischer Militärobjekte in den Oblasten Donezk, Luhansk und Saporischschja getroffen. Das Ausmaß der Schäden am Bomber wird noch ermittelt.
Das Wichtigste
- Su-24-Bomber auf dem Flugplatz Saky (besetzte Krim) am 15. September und in der Nacht zum 16. September getroffen; Schadensausmaß wird ermittelt.
- Im Raum Donezk wurde eine Einrichtung zur Lagerung, Vorbereitung und zum Start russischer Angriffsdrohnen getroffen.
- Drohnen-Kontrollpunkte der Besatzer in Staromlynivka und Pokrowsk (Oblast Donezk) sowie in Pokrowske (Oblast Saporischschja) getroffen.
- Munitionsdepot der russischen Streitkräfte in Dowhansk, Oblast Luhansk, getroffen.
- Treib- und Schmierstofflager in Rowenky (Oblast Luhansk) und Berdjansk (Oblast Saporischschja) getroffen.
- Posten der technischen Aufklärungsmittel „Grenader“ in Suworowe und Rysowe auf der besetzten Krim getroffen.
- Informationen wurden vom Generalstab der Streitkräfte der Ukraine über Facebook veröffentlicht.
Warum es wichtig ist
Der Treffer eines russischen Su-24-Bombers auf einem Luftwaffenstützpunkt tief hinter der Front auf der Krim ist ein seltener und bemerkenswerter Schlag gegen die russische Luftkriegsflotte. Gleichzeitig zielten die Angriffe auf Drohnen-Lager-, Vorbereitungs- und Startanlagen sowie auf Drohnen-Kontrollpunkte, was die Fähigkeit Russlands zu Angriffs-Drohneneinsätzen schwächen könnte. Auch Logistikstandorte – Munition sowie Treib- und Schmierstoffe – wurden im besetzten Süden und Osten der Ukraine getroffen.
Was geschehen ist
Nach Angaben des Generalstabs der Streitkräfte der Ukraine haben die ukrainischen Verteidigungskräfte am 15. September und in der Nacht zum 16. September einen russischen Su-24-Bomber auf dem Flugplatz Saky auf der vorübergehend besetzten Krim getroffen. Das Ausmaß der Schäden an dem Flugzeug wird noch geklärt. Darüber hinaus wurde im Raum Donezk eine Anlage getroffen, die von den russischen Streitkräften zur Lagerung, Vorbereitung und zum Start von Angriffsdrohnen genutzt wird. Drohnen-Kontrollpunkte der russischen Besatzer wurden in Staromlynivka und Pokrowsk im Oblast Donezk sowie in Pokrowske im Oblast Saporischschja getroffen. Ein Munitionsdepot der russischen Streitkräfte wurde in Dowhansk im Oblast Luhansk getroffen. Treib- und Schmierstofflager der Besatzer wurden in Rowenky im Oblast Luhansk und in Berdjansk im Oblast Saporischschja getroffen. Im vorübergehend besetzten Teil der Krim wurden Posten der technischen Aufklärungsmittel „Grenader“ in Suworowe und Rysowe getroffen. Der Generalstab der Streitkräfte der Ukraine veröffentlichte die Informationen über Facebook.
Wie ukrainische Quellen darüber berichten
Alle vorliegenden Quellen sind ukrainisch und rahmen die Angriffe als erfolgreiche Aktionen der ukrainischen „Verteidigungskräfte“ gegen klar identifizierte russische Militärobjekte. Die Berichterstattung verwendet durchgehend Formulierungen wie „getroffen“ und „Besatzer“ und bezeichnet das getroffene Gebiet als „vorübergehend besetzt“, womit die ukrainischen Souveränitätsansprüche über die Krim sowie Teile der Oblasten Donezk, Luhansk und Saporischschja bekräftigt werden. Die Quellen verweisen einheitlich auf den Generalstab der Streitkräfte der Ukraine als autoritative Quelle der Informationen; das Ausmaß der Schäden an der Su-24 werde noch ermittelt.
Hintergrund
Der Flugplatz Saky auf der Krim dient seit Jahren als bekannte Basis der russischen Luftstreitkräfte im Verlauf des Krieges. Der Generalstab der Ukraine veröffentlicht regelmäßig Zusammenfassungen der Angriffe auf russische Militärobjekte auf seinem Facebook-Kanal. Die Bezeichnungen „vorübergehend besetzt“ für die Krim und Teile der Oblasten Donezk, Luhansk und Saporischschja spiegeln Gebiete wider, die Russland seit 2014 und/oder 2022 besetzt hält.