Kyiver Rechenzentrum „Omega Telecom" nach russischem Drohnenangriff außer Betrieb
Das Kyiver Rechenzentrum „Omega Telecom" hat nach einem russischen Drohnenangriff, der seine Ausrüstung vollständig zerstörte, den Betrieb eingestellt. Das Unternehmen kündigte die Stilllegung am 6. Oktober um Mitternacht auf Facebook an und erklärte, nur die Kiewer Niederlassung werde geschlossen, während die Wiederherstellung der Kommunikationskanäle über Reservekapazitäten laufe. Der Vorfall reiht sich in eine Serie russischer Angriffe auf mehrere Kiewer Rechenzentren Ende September und Anfang Oktober ein.
Das Wichtigste
- Das Kyiver Rechenzentrum „Omega Telecom" stellte nach einem russischen Drohnenangriff den Betrieb ein.
- Fotos des Unternehmens zeigen vollständig ausgebrannte Anlagen.
- Die Mitteilung über die Stilllegung wurde am 6. Oktober gegen Mitternacht auf Facebook veröffentlicht.
- Omega Telecom stellte klar, dass nur die Kiewer Niederlassung schließt; die Wiederherstellung läuft über Reservekapazitäten.
- Der konkrete Datum des Angriffs wurde in der Mitteilung nicht genannt; in der Berichterstattung wird der 27. September genannt.
- Im selben Zeitraum wurden in Kiew auch die Rechenzentren dline.ua, KVC „Parkovyi", Cosmonova.net, Pavutyna sowie UTELS-Knoten getroffen.
Warum es wichtig ist
Die Stilllegung eines großen Kiewer Rechenzentrums beeinträchtigt den Internetzugang und die Kommunikation für Kunden in der Hauptstadt und darüber hinaus. Eingebettet in eine Serie russischer Angriffe auf mehrere Kiewer Rechenzentren Ende September und Anfang Oktober unterstreicht der Vorfall laut ukrainischen Amtsträgern die strategische Absicht, die Ukraine vom Internet abzuschneiden und Luftwarnsysteme zu stören.
Was geschehen ist
Das Kiewer Rechenzentrum „Omega Telecom" stellte nach einem russischen Drohnenangriff den Betrieb ein, bei dem die Ausrüstung vollständig ausbrannte. Das Unternehmen veröffentlichte die Mitteilung über die Stilllegung am 6. Oktober gegen Mitternacht auf Facebook und erklärte, nur die Kiewer Niederlassung sei betroffen, die Firma als Ganzes stelle ihre Arbeit nicht ein. Spezialisten arbeiten an der Wiederherstellung der Kommunikationskanäle und des Internetzugangs über Reservekapazitäten; einen Zeitpunkt für die Wiederinbetriebnahme nannte das Unternehmen nicht. Berichten zufolge ereignete sich der Angriff am 27. September, ohne dass das Unternehmen selbst ein genaues Datum angegeben hatte.
Wie ukrainische Quellen darüber berichten
Alle fünf Quellen der Berichterstattung sind ukrainische Medien oder Agenturen, die den Vorhalt als direkte Folge russischer Angriffe auf zivile Kommunikationsinfrastruktur der Ukraine darstellen. Im Mittelpunkt steht die Stellungnahme von „Omega Telecom" selbst, eingebettet in eine Reihe von Angriffen auf Kiewer Rechenzentren. Präsident Selenskyj und Außenminister Sybiha werden mit der Deutung zitiert, Russland wolle die Ukrainer absichtlich vom Internet abschneiden und Luftwarnsysteme stören.
Wo die Berichte auseinandergehen
Der Zeitpunkt des russischen Angriffs auf „Omega Telecom" wird in der Berichterstattung mit dem 27. September angegeben, während das Unternehmen in seinem eigenen Beitrag kein genaues Datum nannte. Teile der frühen Berichterstattung sprachen zudem lediglich von einer „massiven Attacke" ohne Nennung eines konkreten Strike-Datums.
Hintergrund
Im selben Zeitraum wurden in Kiew mehrere weitere Rechenzentren durch russische Angriffe beschädigt: dline.ua an der Predslawynska-Straße, KVC „Parkovyi", Cosmonova.net, das Pavutyna-Netz sowie UTELS-Knotenausrüstung. Der Anbieter Crazy Network berichtete, ein Marschflugkörper habe einen zentralen Verkehrsaustausch-Rechenzentrumsknoten in Kiew getroffen, was zu Ausfällen bei Kunden in Winnyzja, Kiew und der Oblast Chmelnyzkyj führte.