Russischer Angriff auf Wohnhaus in Kiew: zwei Tote und vier Verletzte
Am Abend des 7. Oktober traf ein russischer Angriff ein mehrstöckiges Wohnhaus im Kiewer Stadtbezirk Desnianskyi. Dabei starben zwei Menschen, vier wurden verletzt, darunter zwei Kinder. Rettungskräfte bargen 22 Personen aus dem Gebäude, darunter acht Kinder. Am Folgetag entschärften Spezialisten zwei nicht detonierte Iskander-M-Sprengköpfe in anderen Kiewer Stadtbezirken.
Das Wichtigste
- Russischer Angriff auf mehrstöckiges Wohnhaus im Stadtbezirk Desnianskyi in Kiew am Abend des 7. Oktober
- Zwei Tote, deren Leichen von Feuerwehrleuten in einer beschädigten Wohnung gefunden wurden
- Vier Verletzte, darunter zwei Kinder
- 22 Menschen gerettet, darunter acht Kinder; Psychologen der ДСНС betreuten 12 Bewohner
- Feuer und Teileinsturz auf Höhe des 10. Stockwerks
- Spezialisten entschärften zwei nicht detonierte Iskander-M-Sprengköpfe mit jeweils etwa einer halben Tonne Gewicht in den Stadtbezirken Shevchenkivskyi und Darnytskyi
- In mehreren ukrainischen Regionen wurden wegen russischer Angriffe Stromausfallpläne eingeführt
Warum es wichtig ist
Der Angriff auf ein Wohnhochhaus in Kiew forderte unmittelbar zivile Todesopfer und Verletzte, darunter Kinder, und verdeutlichte das Risiko für die Bevölkerung durch nicht detonierte Munition. Er war Teil eines breiteren russischen Drohnenangriffs auf die Hauptstadt am 7. Oktober und führte in mehreren ukrainischen Regionen zu geplanten Stromabschaltungen.
Was geschehen ist
Am Abend des 7. Oktober traf ein russischer Angriff ein mehrstöckiges Wohnhaus im Stadtbezirk Desnianskyi der ukrainischen Hauptstadt Kiew. Durch den Einschlag entstand ein Brand, der Teile der Gebäudestruktur auf Höhe des 10. Stockwerks zerstörte. Feuerwehrleute bargen die Leichen zweier getöteter Personen aus einer der beschädigten Wohnungen. Vier Menschen wurden verletzt, darunter zwei Kinder. Insgesamt 22 Menschen, darunter acht Kinder, wurden aus dem Gebäude gerettet. Psychologen des staatlichen Katastrophenschutzes (ДСНС) leisteten 12 Bewohnern Hilfe.
Der Angriff auf Kiew erfolgte nach Angaben ukrainischer Medien mit Drohnen. Am Folgetag, dem 8. Oktober, gab Ukrenergo für 00:00 bis 23:59 Uhr landesweit geltende Verbrauchseinschränkungen für Strom bekannt. In mehreren Regionen wurden wegen der russischen Angriffe planmäßige Stromabschaltungen verhängt.
In den Kiewer Stadtbezirken Shevchenkivskyi und Darnytskyi entschärften Spezialisten zwei nicht detonierte ballistische Sprengköpfe vom Typ Iskander-M mit einem Gewicht von jeweils rund einer halben Tonne, die bei dem Angriff vom 7. Oktober in der Nähe von Wohnhäusern eingeschlagen waren. Polizei und Pioniere der ДСНС sicherten die Fragmente und transportierten sie zu einem temporären Sprengplatz.
Wie ukrainische Quellen darüber berichten
Sämtliche vorliegenden Quellen sind ukrainische Medien, die auf Ukrainisch berichten. Im Mittelpunkt stehen ukrainische staatliche Stellen – die ДСНС, Ukrenergo, die Kiewer Stadtverwaltung (КМДА), die Kiewer Polizei und Bürgermeister Vitali Klitschko – als maßgebliche Informanten für Opferzahlen, Rettungseinsätze, Energiebeschränkungen und die Entschärfung von Munition. Die Berichterstattung betont die zivilen Auswirkungen: den Treffer eines Wohnhochhauses, die Rettung von 22 Personen einschließlich acht Kindern, Verletzungen auch bei Kindern sowie die psychologische Betreuung der Bewohner. Ein Medium ordnet das Ereignis in den Kontext des 1688. Kriegstages ein.
Wo die Berichte auseinandergehen
In der ersten Berichterstattung war zunächst von mindestens einem Todesopfer durch den Drohnenangriff auf Kiew die Rede. Die spätere bestätigte Meldung der ДСНС sprach hingegen von zwei Toten durch den Einschlag im Wohnhaus im Stadtbezirk Desnianskyi, deren Leichen von Feuerwehrleuten geborgen wurden.
Hintergrund
Mehrere ukrainische Medien bezogen sich bei den Opfer- und Rettungszahlen auf die Angaben des staatlichen Katastrophenschutzes (ДСНС). Ein Medium ordnete die Opfermeldung zeitlich in den Morgen nach dem Angriff ein.