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Lebenslange Haft für Pflegevater wegen systematischen sexuellen Missbrauchs von sieben Kindern

Ein 50-jähriger Pflegevater eines Kinderheims vom Familientyp in der Oblast Cherson wurde am 25. September 2026 wegen systematischen sexuellen Missbrauchs an sieben seiner Schützlinge zu lebenslanger Haft verurteilt. Das jüngste Mädchen war zum Zeitpunkt der ersten Tat 10 Jahre alt.

Das Wichtigste

  • 50-jähriger Pflegevater eines Heims vom Familientyp am 25. September 2026 zu lebenslanger Haft verurteilt.
  • Systematischer sexueller Missbrauch an sieben seiner Schützlinge nachgewiesen.
  • Jüngstes Mädchen war zum Zeitpunkt der ersten Tat 10 Jahre alt.
  • Auf dem Computer des Mannes wurden 483 Foto- und Videodateien mit Kinderpornografie gefunden.
  • Straftaten kamen ans Licht, nachdem ehemalige, inzwischen erwachsene Schützlinge Anzeige erstatteten.
  • Festnahme im Herbst 2025 in der Oblast Iwano-Frankiwsk; sechs Kinder aus der Familie herausgenommen und Heim aufgelöst.
  • Staatsanwaltschaft der Oblast Cherson führte die öffentliche Anklage.

Warum es wichtig ist

Ein mit dem Schutz von Kindern betrauter Betreuer wurde wegen jahrelangen, schweren sexuellen Missbrauchs an mehreren Minderjährigen verurteilt, wobei das jüngste Opfer zum Zeitpunkt der ersten Tat erst zehn Jahre alt war. Eine lebenslange Freiheitsstrafe ist die schwerste Sanktion des ukrainischen Rechts und unterstreicht die Schwere, mit der die Gerichte den Fall bewerteten. Die Ermittlungen förderten zudem einen umfangreichen Fund von Kinderpornografie auf dem Computer des Täters zutage, wodurch sich der Fall über die angezeigten Übergriffe hinaus ausweitete. Sechs Kinder mussten aus der Familie herausgenommen und das Heim aufgelöst werden, was Fragen zur Aufsicht über Heime vom Familientyp aufwirft. Dass die Taten erst Jahre später durch inzwischen erwachsene ehemalige Schützlinge aufgedeckt wurden, zeigt, wie solcher Missbrauch innerhalb geschlossener Betreuungsarrangements lange verborgen bleiben kann.

Was geschehen ist

Am 25. September 2026 verurteilte ein Gericht einen 50-jährigen Pflegevater eines Heims vom Familientyp in der Oblast Cherson wegen systematischen sexuellen Missbrauchs an sieben seiner Schützlinge zu lebenslanger Haft. Die Staatsanwaltschaft der Oblast Cherson führte die öffentliche Anklage. Das jüngste Mädchen war zum Zeitpunkt der ersten Straftat 10 Jahre alt; eine der Geschädigten entwickelte infolge der Taten psychische Störungen. Bei einer Durchsuchung des Computers des Mannes wurden 483 Foto- und Videodateien mit Kinderpornografie sichergestellt. Der Mann organisierte das Heim vom Familientyp im Jahr 2008 im Rajon Berislaw und lebte dort mit seiner Frau und zwei leiblichen Söhnen. Die Straftaten erstreckten sich über mehrere Jahre und wurden sowohl in den Räumlichkeiten des Heims als auch an abgelegenen Orten verübt, an die er die Mädchen brachte. Nach Beginn der großangelegten Invasion war die Familie aus der Oblast Cherson evakuiert worden und führte das Heim seit Anfang 2024 in der Oblast Iwano-Frankiwsk weiter, wo der Mann im Herbst 2025 festgenommen wurde. Während der Ermittlungen wurden sechs Kinder aus der Familie herausgenommen und in anderen Familien untergebracht; das Heim vom Familientyp wurde aufgelöst. Der Angeklagte legte kein Geständnis ab, doch das Gericht befand ihn auf Grundlage der gesammelten Beweismittel für schuldig.

Hintergrund

Heime vom Familientyp (дитячі будинки сімейного типу) sind eine ukrainische Form der alternativen Betreuung, bei der eine Pflegefamilie Gruppen nicht leiblich verwandter Kinder erzieht. Das betroffene Heim wurde 2008 im Rajon Berislaw der Oblast Cherson gegründet. Nach Beginn der großangelegten Invasion siedelte die Familie aus der Oblast Cherson über und führte das Heim seit Anfang 2024 in der Oblast Iwano-Frankiwsk weiter, wo der Mann im Herbst 2025 festgenommen wurde. Die Staatsanwaltschaft der Oblast Cherson übernahm die öffentliche Anklage im Verfahren.