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Russische Raketenangriffe auf Charkiw töten mindestens drei Menschen

Am Abend des 12. Oktober schlugen russische Raketen in den Charkiwer Stadtteilen Kholodnohirskyj und Shevchenkiwskyj ein. Ein Einschlag zerstörte einen kompletten Eingangsbereich eines Wohnhauses. Am Folgetag bargen Rettungskräfte drei Leichen aus den Trümmern; die Zahl der Verletzten stieg nach Angaben des Katastrophenschutzes auf elf, unter ihnen ein Rettungsangestellter.

Das Wichtigste

  • 12. Oktober abends: Russische Raketen treffen Charkiw in den Stadtteilen Kholodnohirskyj und Shevchenkiwskyj.
  • Ein Einschlag zerstört einen kompletten Eingangsbereich eines vierstöckigen Wohnhauses.
  • Nach Angaben des Katastrophenschutzes (ДСНС) steigt die Zahl der Verletzten auf elf, darunter ein Rettungsangestellter.
  • 13. Oktober: Drei Leichen werden aus den Trümmern im Stadtteil Kholodnohirskyj geborgen.
  • Eingesetzte Munition laut Berichten als „Banderole“ (Бандероль) identifiziert.
  • Zusätzlich zum Wohnhaus beschädigt: mindestens zehn Privathäuser.

Warum es wichtig ist

Der Angriff traf ein dicht bewohntes Wohngebiet und führte durch die Zerstörung eines kompletten Eingangsbereichs zu Massenopfern unter Zivilisten. Dass auch Rettungskräfte unter den Verletzten sind, verdeutlicht die Gefahr für Einsatzkräfte. Die Bergung weiterer Leichen am Folgetag zeigt das Ausmaß der tödlichen Wirkung des Angriffs.

Was geschehen ist

Am Abend des 12. Oktober 2026 schlugen russische Raketen in den Charkiwer Stadtteilen Kholodnohirskyj und Shevchenkiwskyj ein. Eine Rakete traf ein vierstöckiges Wohnhaus und zerstörte einen kompletten Eingangsbereich. Der ukrainische Katastrophenschutz (ДСНС) meldete elf Verletzte, darunter einen Rettungsangestellten, der während des Einsatzes ins Krankenhaus eingeliefert wurde. Am 13. Oktober wurden drei Leichen aus den Trümmern des Gebäudes im Stadtteil Kholodnohirskyj geborgen. Berichten zufolge kam eine als „Banderole“ (Бандероль) bezeichnete Munition zum Einsatz. Neben dem Wohnhaus wurden nach Angaben des Chefs der Charkiwer Oblast-Militärverwaltung mindestens zehn Privathäuser beschädigt. Die Rettungs- und Sucharbeiten dauerten an; Bürgermeister Ihor Terekhov erklärte, es könne noch eine weitere Person unter den Trümmern sein.

Wie ukrainische Quellen darüber berichten

Alle vorliegenden Quellen sind ukrainisch. Sie stützen sich primär auf lokale Stellen: Bürgermeister Ihor Terekhov, die Charkiwer Oblast-Militärverwaltung und den Katastrophenschutz (ДСНС). Die Berichte schreiben die Angriffe explizit russischen Streitkräften zu und nennen konkrete Stadtteile, zivile Infrastruktur sowie detaillierte Opferzahlen. Einige ukrainische Berichte verwenden die russische Bezeichnung „Бандероль“ für den eingesetzten Raketentyp, was die lokale Vertrautheit mit russischer Waffenbezeichnung widerspiegelt.

Wo die Berichte auseinandergehen

Die Quellen weichen in mehreren Punkten voneinander ab. Die Zahl der Stockwerke des getroffenen Wohnhauses wird sowohl mit vier als auch mit fünf angegeben. Bei den Verletztenzahlen divergieren die Angaben erheblich: Der Katastrophenschutz und Teile der Berichterstattung nennen elf Verletzte, die Charkiwer Oblast-Militärverwaltung spricht für den Stadtteil Kholodnohirskyj von sieben Betroffenen (sechs Verletzte, davon zwei schwer, plus eine Frau mit akuter Stressreaktion), und Bürgermeister Terekhov nannte zeitweise zehn Verletzte. Uneinheitlich wird auch berichtet, ob noch Personen unter den Trümmern vermutet werden: Einige Quellen sprechen allgemein von möglichen Verschütteten, während Terekhov später konkret von einer noch vermissten Person ausging.

Hintergrund

Charkiw ist seit Beginn der russischen Vollinvasion ein häufiges Ziel russischer Raketenangriffe. Beim Angriff auf das Wohnhaus soll eine als „Banderole“ (Бандероль) bekannte Munition eingesetzt worden sein. Neben dem Wohnhaus wurden nach Angaben des Leiters der Charkiwer Oblast-Militärverwaltung mindestens zehn Privathäuser beschädigt.