Veröffentlicht am · Aktualisiert:

Polen aktiviert zweimal innerhalb eines Tages die Luftwaffe wegen russischer Drohnenangriffe auf die Westukraine

Polen hat am Sonntag innerhalb eines Tages zweimal Kampfjets aufsteigen lassen, nachdem Russland die Westukraine mit Drohnen angegriffen hatte. Die zivile Luftfahrt an den Flughäfen Lublin und Rzeszów wurde zeitweise stillgelegt, und Behörden suchten bei Lublin nach einem möglichen Luftraumverletzer. Am selben Morgen hatten auch Lettland und Litauen Luftalarm ausgelöst; in Litauen wurde später mutmaßliches Drohnentrümmer gefunden.

Das Wichtigste

  • Polen brachte zweimal innerhalb eines Tages Militärflugzeuge in die Luft als Reaktion auf russische Drohnenangriffe auf die Westukraine.
  • Der Betrieb der Flughäfen Lublin und Rzeszów wurde vorübergehend eingestellt.
  • Bodengebundene Luftabwehr- und Radarsysteme wurden in erhöhte Bereitschaft versetzt.
  • Polens Regierungszentrum für Sicherheit (RCB) verschickte Warnungen an die Bewohner der Woiwodschaften Lublin und Podkarpackie, die später wieder aufgehoben wurden.
  • In der ukrainischen Oblast Lwiw schoss die Luftabwehr eine russische Drohne über Malechiw ab; ein Lagergebäude geriet in Brand.
  • Präsident Wolodymyr Selenskyj gab an, Russland habe in der Vorwoche fast 2.700 Angriffsdrohnen, 1.700 Luftbomben und 66 überwiegend ballistische Raketen auf die Ukraine abgefeuert.
  • Am selben Sonntag hatten Lettland und Litauen Luftalarm wegen eines unbekannten Objekts ausgelöst; in Litauen wurde später vermutliches Drohnentrümmer im Dorf Juodonys im Bezirk Pasvalys gefunden.

Warum es wichtig ist

Die Vorfälle zeigen, wie russische Luftangriffe auf die Westukraine unmittelbar an die Ostflanke des NATO-Territoriums ausstrahlen: Alliierte Staaten sehen sich gezwungen, Kampfjets zu starten und die Luftabruchbereitschaft zu erhöhen. Die vorübergehende Stilllegung ziviler Flughäfen in Ostpolen unterbricht den Reise- und Logistikverkehr. Dass am selben Tag in Lettland und Litauen Luftalarm ausgelöst und in Litauen mutmaßliche Drohnentrümmer gefunden wurden, verweist auf ein wiederkehrendes Muster von Drohnen-Vorfällen in der gesamten Region.

Was geschehen ist

Am Sonntag, den 18. Oktober 2026, reagierte Polen auf russische Drohnenangriffe auf die Westukraine, indem das Operative Kommando der Streitkräfte Militärflugzeuge aufsteigen ließ. Bodengebundene Luftabwehr- und Radarsysteme wurden als Vorsichtsmaßnahme zur Sicherung des polnischen Luftraums in erhöhte Bereitschaft versetzt. Der zivile Flugbetrieb an den Flughäfen Lublin und Rzeszów wurde vorübergehend eingestellt, und bei Lublin wurde nach einem Objekt gesucht, das möglicherweise den polnischen Luftraum verletzt hatte. Das Regierungszentrum für Sicherheit (RCB) verschickte zwei SMS-Warnungen an die Woiwodschaften Lublin und Podkarpackie; beide wurden nach kurzer Zeit wieder aufgehoben. In der Ukraine schoss die Luftabwehr in der Oblast Lwiw eine russische Drohne über dem Dorf Malechiw ab, wobei ein Lagergebäude in Brand geriet. Präsident Wolodymyr Selenskyj bezifferte die russischen Luftangriffe der Vorwoche auf nahezu 2.700 Drohnen, 1.700 Luftbomben und 66 Raketen, überwiegend ballistisch. Am selben Sonntagmorgen hatten Lettland und Litauen wegen eines unbekannten Objekts Luftalarm ausgelöst und alliierte Militärflugzeuge aktiviert; später wurde im litauischen Dorf Juodonys im Bezirk Pasvalys vermutliches Drohnentrümmer gefunden.

Wie ukrainische Quellen darüber berichten

Ukrainische Quellen stellen die polnischen Reaktionen ausdrücklich als Folge russischer Angriffe auf ukrainisches Territorium dar und betonen die Ukraine als unmittelbaren Anlass für die Aktivitäten im NATO-Luftraum. Sie rahmen die Flughafenstilllegungen zudem in den breiteren Kontext des russischen Luftkriegs gegen die Ukraine ein, etwa durch die Erwähnung des Drohnenabschusses über Malechiw in der Oblast Lwiw und der wöchentlichen Bilanz Selenskyjs. Besonders hervorgehoben wird, dass Polen innerhalb eines einzigen Tages zweimal Kampfjets starten musste – ein Hinweis auf die Häufigkeit und Intensität der russischen Angriffe auf den Westen der Ukraine.

Wo die Berichte auseinandergehen

Ukrainische Quellen verwenden unterschiedliche Schreibweisen des litauischen Dorfes, in dem mutmaßliche Drohnentrümmer gefunden wurden: „Juodoniai" bzw. „Juodonys" im Bezirk Pasvalys.

Hintergrund

Bereits am selben Sonntagmorgen hatten Lettland und Litauen wegen eines unbekannten Objekts Luftalarm ausgelöst und alliierte Militärflugzeuge aktiviert. Im litauischen Dorf Juodonys/Juodoniai im Bezirk Pasvalys wurde später vermutliches Drohnentrümmer geborgen; litauische Behörden äußerten den Verdacht, die Drohne könne aus Polen in den litauischen Luftraum gelangt sein. Polnische Stellen suchten bei Lublin nach einem möglichen Luftraumverletzer. In der ukrainischen Oblast Lwiw schoss die Luftabwehr eine russische Drohne über Malechiw ab, wobei ein Lagergebäude Feuer fing. Präsident Wolodymyr Selenskyj erklärte, Russland habe in der Vorwoche nahezu 2.700 Angriffsdrohnen, 1.700 Luftbomben und 66 Raketen – die meisten davon ballistisch – auf die Ukraine abgefeuert.