Polen und Lettland schicken Kampfjets wegen russischer Drohnenangriffe auf die Ukraine in die Luft
In der Nacht vom 21. auf den 22. September 2026 haben Polen und Lettland Kampfjets sowie bodengebundene Luftverteidigungssysteme als Vorsichtsmaßnahme aktiviert, nachdem Russland die Ukraine mit Drohnen angegriffen hatte. Nach Angaben der jeweiligen Streitkräfte wurde keine Verletzung des NATO-Luftraums registriert; die Maschinen kehrten im Lauf der Nacht zu ihren Stützpunkten zurück. Eine Quelle berichtet zudem, dass Litauen ebenfalls seine Luftwaffe aufsteigen ließ.
Das Wichtigste
- In der Nacht vom 21. auf den 22. September 2026 hoben Polen und Lettland Kampfjets als Reaktion auf russische Drohnenangriffe auf die Ukraine ab.
- Polens Operatives Kommando brachte zusätzlich bodengebundene Luftverteidigungssysteme und Radaraufklärung in erhöhte Bereitschaft.
- Lettlands Nationalstreitkräfte warnten vor einer möglichen Luftraumbedrohung in der Region Kraslava und aktivierten NATO-Kampfjets zur Balgung des Ostseeraums.
- In Lublin/Wojewodschaft wurden Anwohner vor der Gefahr gewarnt.
- Die polnische Regierung erklärte, es sei keine Verletzung des polnischen Luftraums registriert worden; die Flugzeuge kehrten in der Nacht auf ihre Basen zurück.
- Nach Angaben einer Quelle ließ auch Litauen seine Luftwaffe als Reaktion auf den Drohnenangriff aufsteigen.
- Die ukrainische Luftwaffe meldete für den Abend des 21. September einen Angriff mit düsengetriebenen Shahed-Drohnen.
Warum es wichtig ist
Russische Drohnenschläge auf die Ukraine wirken sich zunehmend auf die Sicherheitslage der angrenzenden NATO-Staaten aus und zwingen Bündnispartner, ihre Luftverteidigung routinemäßig zu aktivieren – ein wiederkehrendes Muster, das die Verwundbarkeit der östlichen Flanke unterstreicht.
Was geschehen ist
Am Abend des 21. September 2026 begann Russland nach Angaben der ukrainischen Luftwaffe einen Angriff auf die Ukraine mit düsengetriebenen Shahed-Drohnen. Polens Operatives Kommando der Streitkräfte schickte daraufhin Kampfjets hoch und versetzte bodengebundene Luftverteidigungssysteme sowie Radaraufklärung in erhöhte Bereitschaft; die Maßnahmen wurden als präventiv bezeichnet und galten besonders dem an die bedrohten Gebiete angrenzenden Luftraum. Für Bewohner des polnischen Woiwodschafts Lublin wurde eine Gefahrenwarnung ausgegeben. Lettlands Nationalstreitkräfte warnten vor einer möglichen Bedrohung des Luftraums in der Region Kraslava und aktivierten NATO-Kampfjets, die den baltischen Luftraum patrouillieren. Nach Angaben beider Länder wurden keine Verletzungen des jeweiligen Luftraums festgestellt; die polnischen Maschinen kehrten in der Nacht auf ihre Basen zurück. Eine Quelle meldete zudem, dass Litauen ebenfalls seine Kampfjets als Reaktion auf den Drohnenangriff aufsteigen ließ.
Wo die Berichte auseinandergehen
Eine Quelle (Artikel 29885) berichtet, dass neben Polen auch Litauen Kampfjets aufsteigen ließ; alle übrigen Quellen nennen ausschließlich Polen und Lettland.
Hintergrund
Bereits am 13. September hatte eine russische Drohne eine Lokomotive am Bahnhof Jahodyn nahe der polnischen Grenze getroffen, ohne dass es Verletzte gab; über den genauen Zug, der sich zu diesem Zeitpunkt am Bahnhof befand, gehen die Angaben auseinander – einerseits war von einem diplomatischen Zug mit dem ehemaligen britischen Premierminister Boris Johnson die Rede, andererseits erklärte Ukrsalisnyzja, es habe sich um einen Zug mit dem ehemaligen CIA-Direktor David Petraeus gehandelt. Am 17. September teilte der polnische Premierminister Donald Tusk mit, eine russische Angriffsdrohne sei nahe dem Grenzübergang Jahodyn-Dorohusk in der Oblast Wolyn abgestürzt. Das polnische Verteidigungsministerium erklärte, die Streitkräfte seien ermächtigt, in den polnischen Luftraum eindringende russische Drohnen abzuschießen. Nach dem Vorfall verstärkte Polen die Sicherheit an den Grenzübergängen zur Ukraine, errichtete Befestigungsanlagen und installiert entlang der Ostgrenze mehr als 1.000 automatische Sirenen. Am 22. September meldete zudem Rumänien die Erfassung eines Luftziels aus der Ukraine in Richtung des eigenen Luftraums und schickte Flugzeuge hoch.