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Polen und Lettland schicken Militärjets wegen russischer Drohnenangriffe auf die Ukraine in die Luft

In der Nacht zum Dienstag, 22. September, haben Polen und Lettland ihre Luftstreitkräfte als Reaktion auf einen russischen Drohnenangriff auf die Ukraine in Alarmbereitschaft versetzt. Polen aktivierte Luftabwehrsysteme und Radargeräte nach Standardverfahren, Lettland meldete eine mögliche Luftbedrohung in der Region Kraslava und die Aktivierung von NATO-Kampfjets über dem Baltikum.

Das Wichtigste

  • In der Nacht zum 22. September haben Polen und Lettland ihre Luftstreitkräfte wegen eines russischen Drohnenangriffs auf die Ukraine in Alarmbereitschaft versetzt.
  • Das polnische Operative Kommando der Streitkräfte erklärte, polnische Luftfahrzeuge seien im Luftraum des Landes aktiv, die Lage werde beobachtet.
  • Bewohner des polnischen Woiwodschafts Lublin wurden vor der Gefahr gewarnt.
  • Lettlands Nationalstreitkräfte meldeten eine mögliche Luftbedrohung in der Region Kraslava sowie den Einsatz von NATO-Kampfjets im baltischen Luftraum.
  • Das Verteidigungsministerium Polens erklärte, die Armee habe den Befehl, russische Drohnen bei Eindringen in den polnischen Luftraum abzuschießen.
  • Die Ukraine-Luftwaffe meldete einen Angriff mit Shahed-Drohnen mit Jet-Antrieb in derselben Nacht.
  • Polen aktivierte bodengestützte Luftabwehrsysteme und Radargeräte gemäß Standardverfahren.

Warum es wichtig ist

Russische Angriffe auf die Ukraine haben wiederholt den Luftraum benachbarter NATO-Mitglieder betroffen und diese gezwungen, ihre Luftabwehr zu aktivieren – was das Risiko einer direkten Konfrontation mit Russland erhöht. Der Einsatz von NATO-Kampfjets in Lettland zeigt, dass das Bündnis die russische Drohnenaktivität an seinen Grenzen als glaubwürdige Sicherheitsbedrohung einstuft. Dass Polen von einer reinen Beobachtungshaltung zu einer Abschusserlaubnis für russische Drohnen übergegangen ist, verdeutlicht eine Verschärfung der Reaktion an der NATO-Ostflanke.

Was geschehen ist

In der Nacht zum Dienstag, 22. September, haben Polen und Lettland ihre Luftstreitkräfte in Alarmbereitschaft versetzt, nachdem Russland die Ukraine mit Drohnen angegriffen hatte. Das polnische Operative Kommando der Streitkräfte teilte mit, polnische Luftfahrzeuge seien im Luftraum aktiv und die Lage werde beobachtet. Im Grenzgebiet wurde die Bevölkerung der Woiwodschaft Lublin vor der Gefahr gewarnt. Polen aktivierte bodengestützte Luftabwehrsysteme und Radargeräte nach Standardverfahren, und das Verteidigungsministerium erklärte, die Streitkräfte seien angewiesen, russische Drohnen bei Eindringen in den polnischen Luftraum abzuschießen. In Lettland meldeten die Nationalstreitkräfte eine mögliche Luftbedrohung in der Region Kraslava und gaben an, NATO-Kampfjets im baltischen Luftraum seien aktiviert worden; zusätzliche Maßnahmen für die Bevölkerung seien zunächst nicht erforderlich. Die ukrainische Luftwaffe berichtete in derselben Nacht von einem Angriff mit Shahed-Drohnen mit Jet-Antrieb.

Wo die Berichte auseinandergehen

Offen bleibt, welcher diplomatische Zug sich am 13. September während des Drohnenangriffs auf den Bahnhof Jahodyn am Bahnhof befand: In Berichten war von einem Zug mit dem früheren britischen Premierminister Boris Johnson die Rede, während die ukrainische Eisenbahn Ukrzaliznytsia erklärte, ein Zug mit dem früheren CIA-Direktor David Petraeus sei am Bahnhof gewesen.

Hintergrund

Am 13. September hatten russische Streitkräfte mit einer Drohne eine Personenzug-Lokomotive am Bahnhof Jahodyn getroffen, etwa 2 km von der polnischen Grenze entfernt; es gab keine Verletzten. Die ukrainische Eisenbahn erklärte, zum Zeitpunkt des Angriffs habe sich ein Zug mit dem früheren CIA-Direktor David Petraeus am Bahnhof befunden. Am 17. September sagte der polnische Ministerpräsident Donald Tusk, eine russische Angriffsdrohne sei nahe dem Grenzübergang Jahodyn-Dorohusk während eines Angriffs auf eine Tankstelle im Oblast Wolhynien abgestürzt. Nach dem früheren Angriff hatte Polen die Sicherheit an Grenzübergängen an der ukrainischen Grenze erhöht und dort Befestigungsanlagen errichtet.