SBU nimmt mobilisierten Drohnpiloten fest, der laut Behörden für den FSB spionierte
Die ukrainische Sicherheitsbehörde SBU hat einen mobilisierten Mann aus dem Oblast Schytomyr festgenommen, der vor seiner Einberufung vom russischen FSB angeworben worden sein soll. Ihm wird Verrat vorgeworfen; nach Angaben der Ermittler half er mit Geodaten, einen russischen Luftangriff auf seine eigene ukrainische Drohneneinheit zu lenken.
Das Wichtigste
- Die SBU meldete die Festnahme am 22. Oktober
- Der Verdächtige wurde demnach schon vor seiner Einberufung vom FSB angeworben
- Er sammelte während einer Drohnoperator-Ausbildung personenbezogene Daten zu Kommando und Personal eines Ausbildungszentrums
- Nach dem Verlassen seiner Einheit völlte er laut Behörden Daten zu ukrainischen Streitkräften und Logistikzentren
- Die SBU евакуювала mehr als 100 ukrainische Drohnenpiloten aus dem möglichen Angriffsgebiet
- Der Mann sitzt ohne Kautionhaft und wird wegen Landesverrats sowie einer wissentlich falschen Meldung angeklagt
- Ihm drohen laut Ermittlern lebenslange Haft und Vermögensbeschlagnahme
Warum es wichtig ist
Der Fall verdeutlicht, wie russische Geheimdienste nach Angaben der SBU bereits vor der Einberufung ukrainische Staatsbürger für die Spionage in den Streitkräften anwerben und dabei die spätere Evakuierung nach Russland sowie russische Staatsbürgerschaft versprechen. Zugleich zeigt der Bericht, dass militärische Aufklärung und operative Reaktion einen Angriff auf eine ukrainische Drohneneinheit verhindern und mehr als 100 Drohnenpiloten rechtzeitig in Sicherheit bringen konnten.
Was geschehen ist
Laut SBU завербуверte der FSB den Mann aus dem Oblast Schytomyr, bevor dieser zur ukrainischen Armee einberufen wurde. Zunächst sollte er als vermeintliche Testaufgabe die Standorte von Einrichtungen der Brennstoff- und Energieinfrastruktur im Norden der Ukraine erfassen. Nach seiner Einberufung sammelte er während der Ausbildung zum Drohnenoperator personenbezogene Daten über das Kommando und den Personalbestand des Ausbildungszentrums. Nachdem er seine Einheit ohne Erlaubnis verlassen hatte und in das Oblast Kyjiv gekommen war, teilte er laut Behörden dem FSB Standortdaten der ukrainischen Verteidigungskräfte mit und beobachtete Logistikzentren, gegen die Russland Raketen- und Luftangriffe vorbereitete.
Die SBU erklärte, der Verdächtige habe als Korrekturführer für einen russischen Luftangriff auf seine eigene Drohneneinheit gedient. Bei der Festnahme nahe einem wichtigen Lager im Oblast Kyjiv wurde ein Smartphone mit angeblichen Beweisen für die Zusammenarbeit sichergestellt. Wegen der Aufklärung der Drohneneinheit und der daraus folgenden Evakuierung von mehr als 100 ukrainischen Drohnenpiloten sah sich die Behörde zu einem präventiven Schlag gegen die Logistikzentren veranlasst.
Wie ukrainische Quellen darüber berichten
Die ukrainische Darstellung betont die Bedrohung durch russische Rekrutierung innerhalb der Streitkräfte. Der Fall verdeutlicht die Sicherheitsrisiken, wenn Einheiten, Personal und Standorte von Logistik- oder Drohenzentren стають Ziel einer möglichen russischen ракетно-авиаційної атаки. Die SBU portrays the operation as a counterintelligence success that enabled the evacuation of more than 100 drone operators before a potential strike.
Hintergrund
Die FSB rekrutierte den Mann nach Darstellung der SBU bereits vor seiner Einberufung zu den ukrainischen Streitkräften. Erste Aufgaben betrafen die Beobachtung der Brennstoff- und Energieinfrastruktur im Norden der Ukraine. Nach der Einberufung та підготовки операторов БпЛА перейшов к передаче разведданных, а после самовольного покидания подразделения — к наблюдению за логистическими центрами в Київській області, по которым Россия готовила ракетно-авиационные удары. In exchange for cooperation, Russian intelligence allegedly promised him evacuation to Russia and Russian citizenship.