Russland kombiniert ballistische Raketen und Drohnen gegen Kiew – Explosionen in mehreren Stadtteilen
In der Nacht zum 29. September 2026 hat Russland Kiew mit einem kombinierten Angriff aus ballistischen Raketen und Drohnen überzogen. In mehreren Stadtteilen gab es Explosionen, Einschläge und Brände, darunter ein Verwaltungsgebäude, ein Bildungsgebäude und ein nichtwohnliches Gebäude. Die ukrainische Luftwaffe hatte zuvor vor ballistischen Waffen aus der Richtung Kursk gewarnt.
Das Wichtigste
- Luftwaffe meldete um 01:21 Uhr ballistische Raketen auf Kiew, ausgelöst aus dem Gebiet Kursk.
- In Kiew wurde der rote Alarmstatus ausgerufen; Explosionen waren in der Stadt zu hören.
- Im Stadtteil Solomjanskyj traf eine Rakete ein Verwaltungsgebäude einer Infrastruktureinrichtung.
- Im Stadtteil Solomjanskyj gab es einen Treffer und Brand in einem Gebäude einer Bildungseinrichtung.
- Im Stadtteil Petschersk brach in einem dreistöckigen Nichtwohngebäude ein Feuer aus.
- Ab ca. 02:00 Uhr verlagerte sich die Bedrohung für Kiew von ballistischen Waffen auf Drohnenangriffe.
- Angriffe auf Kiew seit dem 28. September forderten 26 Verletzte und 2 Tote; eine Drohne traf das Hauptgebäude der Nationalen Akademie der Wissenschaften.
Warum es wichtig ist
Der Angriff kombinierte ballistische Raketen mit Drohnen gegen eine Hauptstadt und traf mehrere Stadtteile, darunter zivile und wissenschaftliche Einrichtungen. Er ereignete sich direkt nach den Drohnenschlägen des Vortages auf das Hauptgebäude der Nationalen Akademie der Wissenschaften im historischen Zentrum Kiews und verdeutlicht die anhaltende Eskalation der Luftangriffe auf die ukrainische Hauptstadt.
Was geschehen ist
In der Nacht zum 29. September 2026 startete Russland einen kombinierten Raketen- und Drohnenangriff auf Kiew. Die ukrainische Luftwaffe warnte gegen 01:21 Uhr vor ballistischen Raketen, die sich aus der Richtung Kursk auf Kiew zubewegten; Monitoring-Kanäle berichteten zudem vom möglichen Einsatz von „Zircon“-Raketen. In Kiew wurde der rote Alarmstatus ausgerufen, im ganzen Stadtgebiet waren Explosionen zu hören. Im Stadtteil Solomjanskyj schlug eine Rakete in das Verwaltungsgebäude einer Infrastruktureinrichtung ein; an einer weiteren Stelle im selben Stadtteil wurden ein Treffer und ein Brand in einem Gebäude einer Bildungseinrichtung gemeldet. Bürgermeister Vitalij Klitschko meldete um 01:57 Uhr außerdem Raketentrümmer im Hof eines Wohnhauses im Solomjanskyj-Viertel, ohne dass ein Feuer ausbrach. Im Stadtteil Petschersk brach in einem dreistöckigen Nichtwohngebäude ein Feuer aus. Gegen 01:33 Uhr wies die Luftwaffe auf einen reaktiven Drohnenangriff hin, der über Hostomel Richtung Kiew flog; ab etwa 02:00 Uhr verlagerte sich die Bedrohung für Kiew von ballistischen Waffen auf Drohnenangriffe. Auch im Oblast Odesa wurde gleichzeitig eine reaktive Drohne aus dem Schwarzen Meer gemeldet. Die Angriffe seit dem 28. September hatten zuvor 26 Verletzte und 2 Tote gefordert; am Vortag hatte eine reaktive Drohne das Hauptgebäude der Nationalen Akademie der Wissenschaften der Ukraine im historischen Zentrum Kiews direkt getroffen.
Wo die Berichte auseinandergehen
Die Quellen widersprechen sich hinsichtlich der Richtung der ballistischen Bedrohung: Die ukrainische Luftwaffe warnte vor Starts aus dem russischen Gebiet Kursk, während ein anderer Fakt berichtet, dass sich hochgeschwindigkeits-ballistische Ziele aus Richtung des Oblasts Sumy auf Kiew zubewegten.
Hintergrund
Am 28. September 2026 hatte Russland Kiew bereits mit reaktiven Drohnen angegriffen, unter anderem mit einem direkten Treffer auf das Hauptgebäude der Nationalen Akademie der Wissenschaften der Ukraine im historischen Zentrum der Stadt; die Angriffe dauerten tagsüber an. In derselben Nacht wurde zudem eine reaktive Drohne gemeldet, die sich aus dem Schwarzen Meer in Richtung Odesa bewegte.