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Russland greift Ukraine in der Nacht zum 28. September mit 165 Drohnen an – zivile Opfer in Kiew und Charkiw

In der Nacht zum 28. September hat Russland die Ukraine mit 165 Drohnen vom Typ Shahed, Gerbera und Parodiya angegriffen. Die ukrainische Luftabwehr hat nach Angaben der Luftwaffe bis zum Morgen 112 Drohnen abgeschossen oder unterdrückt. Direkte Treffer wurden an 14 Orten registriert; zivile Schäden gab es vor allem in Kiew und Charkiw, darunter ein Drohnentreffer auf den Markt Stolychnyi am Stadtrand von Kiew mit zwei Toten und rund zehn Verletzten sowie ein Gleitbomben-Anschlag in Charkiw mit mindestens 22 Verletzten, darunter acht Kinder.

Das Wichtigste

  • Russland startete 165 Drohnen vom Typ Shahed, davon 79 reaktiv angetrieben; zusätzlich Gerbera- und Parodiya-Drohnen.
  • Die Angriffe erfolgten aus Richtung Orjol, Millerowo, Primorsko-Achtarsk und Schatalowo in Russland sowie aus dem besetzten Teil der Oblast Donezk und aus Hwardijske auf der besetzten Krim.
  • Bis 07:00 Uhr am 28. September hatte die ukrainische Luftabwehr 112 Drohnen abgeschossen oder unterdrückt.
  • Treffer durch russische Luftangriffsmittel wurden an 14 Orten verzeichnet, abgeschossene Drohnen und Trümmer an 7 Orten.
  • Der Angriff dauerte am Morgen des 28. September noch an – mehrere Drohnen befanden sich noch im ukrainischen Luftraum.
  • In Kiew traf eine Drohne den Markt Stolychnyi am Stadtrand; zwei Menschen wurden getötet, rund zehn verletzt, zudem gab es Treffer an Wohn- und Bürogebäuden sowie einer Tankstelle.
  • In Charkiw schlug eine Gleitbombe (KAB) im Saltiwskyj-Bezirk in ein mehrstöckiges Wohnhaus ein; laut der Gebietsverwaltung wurden 22 Menschen verletzt, darunter acht Kinder.

Warum es wichtig ist

Der Drohnenangriff gehört mit 165 gestarteten Einheiten, davon 79 reaktiv angetriebenen Shahed, zu den größten dieser Art und kombinierte Angriffs- mit Täuschungsdrohnen. Er erstreckte sich über mehrere Wellen vom späten Nachmittag des 27. September bis in den Morgen des 28. September. Die Schäden konzentrierten sich auf zwei Großstädte: In Kiew traf eine Drohne den Markt Stolychnyi am Stadtrand mit Toten und Verletzten, in Charkiw verwüstete eine Gleitbombe ein Wohnhaus mit mindestens 22 Verletzten, darunter acht Kinder.

Was geschehen ist

In der Nacht zum 28. September – laut Luftwaffe ab 18:00 Uhr des 27. September – hat Russland die Ukraine mit 165 Angriffsdrohnen vom Typ Shahed attackiert, davon 79 reaktiv angetrieben. Zusätzlich waren Gerbera-Angriffsdrohnen und Parodiya-Täuschungsdrohnen im Einsatz. Die Drohnen wurden aus den Richtungen Orjol, Millerowo, Primorsko-Achtarsk und Schatalowo in Russland sowie aus dem besetzten Teil der Oblast Donezk und aus Hwardijske auf der besetzten Krim gestartet.

Bis 07:00 Uhr am Montagmorgen hatte die ukrainische Luftabwehr nach vorläufigen Angaben 112 Drohnen abgeschossen oder mit elektronischen Mitteln unterdrückt. Direkte Treffer wurden an 14 Orten registriert, abgeschossene Drohnen und herabfallende Trümmer an 7 Orten. Zum Zeitpunkt der Morgenmeldung dauerte der Angriff noch an; mehrere Drohnen befanden sich weiterhin im ukrainischen Luftraum. Im Einsatz standen Luftstreitkräfte, Flugabwehrraketentruppen, Einheiten für elektronische Kriegsführung und unbemannte Systeme sowie mobile Feuergruppen der ukrainischen Verteidigungskräfte.

Zivile Schäden konzentrierten sich auf Kiew und Charkiw. Am Stadtrand von Kiew schlug eine Drohne auf dem Markt Stolychnyi ein; dabei wurden zwei Menschen getötet und rund zehn verletzt. In Kiew selbst wurden Treffer an einem mehrstöckigen Wohnhaus, an Bürogebäuden, Nichtwohngebäuden und einer Tankstelle in den Bezirken Podilskyj, Schewtschenkiwskyj, Obolonskyj und Petscherskyj gemeldet; drei Minderjährige wurden verletzt. In Charkiw trafen Gleitbomben die Bezirke Kijiwskyj und Saltiwskyj; eine Bombe schlug in ein mehrstöckiges Wohnhaus im Saltiwskyj-Bezirk ein. Nach Angaben des Leiters der Gebietsverwaltung Charkiw, Oleh Syniehubow, wurden 22 Menschen verletzt, darunter acht Kinder.

Wie ukrainische Quellen darüber berichten

Alle sieben herangezogenen Quellen sind ukrainisch und führen den Angriff übereinstimmend auf russische Streitkräfte zurück. Agenturmeldungen eröffnen mit den offiziellen Zahlen der Luftwaffe – 112 abgeschossene von 165 Drohnen, 14 Trefferorte, 7 Trümmerorte –, während die Medienberichte die menschlichen Folgen in den Vordergrund rücken, etwa den Einschlag auf dem Markt Stolychnyi in Kiew oder den KAB-Treffer in Charkiw, und Oleh Syniehubow als Quelle für die Opferzahlen in Charkiw nennen. Die meisten Beiträge heben hervor, dass der Angriff am Morgen des 28. September noch nicht abgeschlossen war.

Wo die Berichte auseinandergehen

Die Opferzahlen aus dem nächtlichen Angriff auf Kiew divergieren: Ein Bericht spricht von rund zehn Verletzten und zwei Toten am Markt Stolychnyi am Stadtrand, ein anderer nennt drei verletzte Minderjährige im Stadtgebiet, und der staatliche Notdienst meldet vier Verletzte mit Schäden in den Bezirken Podilskyj, Holossijiwskyj, Schewtschenkiwskyj und Petscherskyj.

Auch für Charkiw unterscheiden sich die Angaben: Neben der Zahl „mindestens 22 Verletzte" aus den Bezirken Kijiwskyj und Saltiwskyj bestätigt der Leiter der Gebietsverwaltung, Oleh Syniehubow, 22 Verletzte (acht davon Kinder) im Saltiwskyj-Bezirk nach einem KAB-Einschlag; ein weiterer Bericht verweist auf einen separaten Drohnentreffer im Schewtschenkiwskyj-Bezirk von Charkiw mit noch unklarer Opferlage.

Hintergrund

Die Bezeichnung Shahed steht für iranische Einschlagdrohnen, die von Russland übernommen und im Land nachgebaut werden. Gerbera ist eine russische, kostengünstige Angriffs- und Täuschungsdrohne, Parodiya ein Täuschungs- bzw. Imitator-Typ, der zur Überlastung der Flugabwehr eingesetzt wird. Die Starts erfolgten von mehreren Standorten: Orjol, Millerowo, Primorsko-Achtarsk und Schatalowo in Russland sowie aus dem besetzten Teil der Oblast Donezk und aus Hwardijske auf der besetzten Krim.