28. September 2026

  1. Russische Drohne trifft Präsidiumsgebäude der Nationalen Akademie der Wissenschaften in Kiew

    Am 28. September schlug eine russische Reaktivdrohne in das Präsidiumsgebäude der Nationalen Akademie der Wissenschaften der Ukraine im historischen Zentrum von Kiew ein. Dabei starben mindestens zwei Menschen, darunter die persönliche Assistentin des Vize-Präsidenten der Akademie, Nataliia Bukalo. Mehrere weitere Personen wurden verletzt, das Gebäude wurde großflächig beschädigt. Der ukrainische Präsident kündigte eine Antwort an, und mehrere europäische Staats- und Regierungschefs verurteilten den Angriff.

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  2. Russland setzt 20 Millionen Dollar Kopfgeld auf Kommandeur der ukrainischen Drohnentruppen aus

    Russland hat über post-sowjetische kriminelle Netzwerke ein Kopfgeld von 20 Millionen US-Dollar auf den Kommandeur der ukrainischen Unbemannten Systemkräfte, Robert „Madyar" Brovdi, ausgesetzt. Das berichtet die The Wall Street Journal. Brovdi, der die Drohnentruppen seit Juni 2025 führt, wurde in Russland in Abwesenheit zu langen Haftstrafen verurteilt. Die Truppe macht nach seinen Angaben nur 2,5 Prozent der ukrainischen Streitkräfte aus, ist aber für etwa ein Drittel der russischen Verluste im vergangenen Jahr verantwortlich.

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  3. EU plant „Roadmaps“ für vier Beitrittskandidaten – Ukraine, Montenegro, Moldau und Albanien

    Die EU bereitet individuelle Beitrittsfahrpläne („Roadmaps“) für Montenegro, die Ukraine, Moldau und Albanien vor. Sie sollen erstmals Garantien für eine Aufnahme bei fortgesetzten Reformen sowie indikative Zeitpläne für den Abschluss der Verhandlungskapitel enthalten. Eine separate „Pre-Enlargement“-Politiküberprüfung soll am 6. Oktober vorgelegt werden.

    · EU-Beitritt · 9 Quellen

  4. Trump unterzeichnet „Höllensanktionen" – Ukraine übermittelt Washington konkrete Vorschläge

    US-Präsident Donald Trump unterzeichnete rund eine Woche vor Veröffentlichung des zugrundeliegenden Beitrags das sogenannte „Höllensanktionen"-Gesetz, das Sanktionen gegen Russland in den Bereichen Energie, Schattenflotte, Finanzsektor, Rüstungsindustrie und Umgehung kodifiziert. Es sieht Zölle von bis zu 500 % auf russische Waren und bis zu 100 % auf Waren von Drittstaaten vor, die russisches Öl oder Gas in großem Umfang kaufen. Die Ukraine hat nach Angaben von Vladyslav Vlasiuk, Sanktionsbeauftragter des ukrainischen Präsidenten, bereits konkrete Vorschläge an die amerikanische Seite übermittelt.

    · Sanktionen · 2 Quellen

  5. Ukraine setzt im Sparkurs nicht prioritäre Staatsausgaben bis Kriegsende aus

    Das ukrainische Kabinett hat am 28. September eine Priorisierung der Staatsausgaben beschlossen: Verteidigung, Renten, Sozialleistungen und Gehälter im öffentlichen Dienst werden vorrangig finanziert, während nicht kritische Neubauten, Rekonstruktionen, Kapitalreparaturen und Verschönerungsprojekte bis Kriegsende ausgesetzt werden. Premierminister Serhij Korezkyj begründete die Sparmaßnahmen unter anderem mit ausgebliebenen internationalen Zahlungen, da die Ukraine Teile ihrer Verpflichtungen gegenüber Partnern nicht erfüllt habe. Präsident Selenskyj setzte der Regierung eine Frist bis zum 15. Oktober, um ihren Teil der Zusagen einzulden.

    · Haushalt und Steuern · 12 Quellen