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Russland verübt massive Raketen- und Drohnenangriffe auf Kiew – zwei Tote, mindestens acht Verletzte

In der Nacht zum 24. September 2025 hat Russland Kiew mit einem massiven kombinierten Angriff aus ballistischen Raketen, Zircon-Antischiffsraketen und 282 Drohnen angegriffen. Nach Angaben des ukrainischen Rettungsdienstes wurden zwei Menschen getötet und mindestens acht verletzt. Präsident Selenskyj erklärte, der Angriff habe zivile Infrastruktur getroffen, während er sich in New York mit US-Kongressabgeordneten über Sanktionen gegen Russland beriet.

Das Wichtigste

  • In der Nacht zum 24. September startete Russland drei Wellen ballistischer Raketenangriffe auf Kiew; laut Präsident Selenskyj wurden 60 % der ballistischen Raketen abgeschossen.
  • Die ukrainische Luftwaffe meldete, bis 08:00 Uhr seien 227 Luftziele abgefangen oder unterdrückt worden: 4 Zircon-Raketen, 3 Iskander-M/S-400/KN-23, 1 Banderol/Dan-T und 219 Drohnen.
  • Nach Angaben des Staatsnotdienstes (SES) starben zwei Menschen – eine 57-jährige Frau im Stadtbezirk Podilskyj und ein 65-jähriger Mann im Stadtbezirk Solomjanskyj – und mindestens acht weitere im Alter von 25 bis 77 Jahren wurden verletzt, darunter ein Polizist.
  • Der Angriff beschädigte in den Stadtbezirken Solomjanskyj, Podilskyj, Dnipro, Darnyzkyj und Swjatoschynskyj Lagerhäuser, Wohnhäuser, eine dreistöckige Verwaltungsgebäude und einen Kindergarten; in der Geburtsklinik Nr. 2 wurde die Fassade auf den Etagen 1–5 beschädigt – Patienten, Kinder und Personal blieben im Schutzkeller unverletzt, und um 02:05 Uhr wurde dort ein Junge geboren.
  • Präsident Selenskyj befand sich zum Zeitpunkt des Angriffs in New York zu Gesprächen mit den US-Abgeordneten Brian Fitzpatrick, Michael Quigley, Marcy Kaptur, Jared Golden, Joe Wilson und Gregory Meeks über das Sanktionsgesetz von Senator Lindsey Graham.
  • Am Abend des 23. September hatte die Ukraine einer vollständigen und sofortigen Waffenruhe zugestimmt; 51 UN-Mitgliedstaaten forderten Russland auf, sich dem anzuschließen – der Angriff folgte wenige Stunden später.

Warum es wichtig ist

Der Angriff zählt zu den größten kombinierten Raketen- und Drohnenangriffen auf Kiew in diesem Zeitraum und traf nachweislich zivile Infrastruktur – darunter eine Geburtsklinik, Wohngebäude, Lagerhäuser und ein Postverteilzentrum. Er erfolgte nur wenige Stunden, nachdem die Ukraine einer vollständigen und sofortigen Waffenruhe zugestimmt hatte und 51 UN-Mitgliedstaaten Russland aufgefordert hatten, sich dem anzuschließen – wodurch der Angriff international als Signal gegen die diplomatische Initiative wahrgenommen wurde. Präsident Selenskyj verband den Zeitpunkt mit seinen Sanktionsgesprächen in New York und nutzte ihn, um zusätzliche Abfangraketen und schärfere Sanktionen zu fordern. Gleichzeitig lieferte er eine konkrete Kennzahl zur Leistungsfähigkeit der Luftabwehr: 60 % der ballistischen Raketen auf Kiew seien abgefangen worden, die Luftwaffe habe insgesamt 227 Luftziele neutralisiert.

Was geschehen ist

In der Nacht zum 24. September 2025 startete Russland einen massiven kombinierten Angriff auf Kiew aus ballistischen Raketen, Zircon-Antischiffsraketen, Iskander-M/S-400/KN-23 und 282 Drohnen. Die ukrainische Luftwaffe verhängte kurz nach 01:00 Uhr in Kiew und den meisten Oblasten eine Luftalarmstufe Rot wegen der ballistischen Bedrohung. Die Raketen trafen in mindestens fünf Stadtbezirken ein: Solomjanskyj, Podilskyj, Dnipro, Darnyzkyj und Swjatoschynskyj.

Im Stadtbezirk Solomjanskyj wurden Lagerhäuser teilweise zerstört, ein Brand breitete sich in Kellerräume aus, drei Verletzte wurden hospitalisiert. Im Stadtbezirk Podilskyj fielen Trümmer in der Nähe der Geburtsklinik Nr. 2, beschädigten deren Fassade auf den Etagen 1–5 sowie Fenster der Wäscherei und des Heizraums; auf dem Parkplatz gerieten vier Autos in Brand, ein 57-jähriges Frauen wurde dort getötet. Im Stadtbezirk Dnipro wurde ein dreistöckiges Verwaltungsgebäude beschädigt, ein Mensch verletzt; ein weiteres Wohnhaus wurde vollständig zerstört, eine Person aus den Trümmern geborgen, zwei benachbarte Häuser beschädigt. Im Stadtbezirk Darnyzkyj fielen Raketentrümmer auf eine Fahrbahn und beschädigten mehr als zehn parkende Autos, von denen drei vollständig ausbrannten. Im Stadtbezirk Swjatoschynskyj wurde ein Lagergebäude beschädigt.

Nach Angaben des Staatsnotdienstes (SES) wurden zwei Menschen getötet und mindestens acht im Alter zwischen 25 und 77 Jahren verletzt, darunter ein Polizist. Alle Patienten, Kinder und das medizinische Personal der Geburtsklinik befanden sich während des Angriffs im Schutzkeller; um 02:05 Uhr wurde dort ein Junge geboren. Präsident Selenskyj erklärte, die Angriffe hätten 60 % der auf Kiew gerichteten ballistischen Raketen abgefangen; die ukrainische Luftwaffe meldete bis 08:00 Uhr die Neutralisierung von 227 Luftzielen, Aufschläge an 13 Stellen und Trümmer an 10 weiteren Stellen. Präsident Selenskyj hielt sich zu dieser Zeit in New York auf und beriet dort mit sechs US-Kongressabgeordneten über das Lindsey-Graham-Sanktionsgesetz.

Wie ukrainische Quellen darüber berichten

Ukrainische Quellen beschreiben den Angriff übereinstimmend als russischen Angriff auf Kiew und betonen die Schäden an ziviler Infrastruktur – die Geburtsklinik, Wohnhäuser, ein Nova-Poshta-Sortierdepot, der Pokrowski-Tempel auf Priorka, Lager und parkende Autos. Viele ukrainische Beiträge greifen das menschliche Detail auf, dass um 02:05 Uhr in der Geburtsklinik im Schutzkeller ein Junge geboren wurde, während Patienten und Personal unverletzt blieben.

Die ukrainische Berichterstattung rahmt den Angriff ausdrücklich als Reaktion auf die diplomatische Initiative: Am Abend des 23. September habe die Ukraine einer vollständigen und sofortigen Waffenruhe zugestimmt, woraufhin 51 UN-Mitgliedstaaten Russland aufgefordert hätten, sich dem anzuschließen – der massive Angriff folgte wenige Stunden später. Außenminister Andrij Sybiha wird mit der Aussage zitiert, aktive Diplomatie müsse von erdrückendem Druck auf Russland und unerschütterlicher Unterstützung der Ukraine begleitet sein. Präsident Selenskyj verband den Angriff zudem mit seinem Treffen in New York mit den US-Abgeordneten Brian Fitzpatrick, Michael Quigley, Marcy Kaptur, Jared Golden, Joe Wilson und Gregory Meeks über das Sanktionsgesetz von Senator Lindsey Graham und forderte zusätzliche Abfangraketen sowie schärfere Sanktionen.

Wie internationale Quellen darüber berichten

Internationale Medien berichten zunächst die grundlegenden Fakten – Russland habe Kiew mit ballistischen Raketen angegriffen, zwei Menschen seien getötet und sechs bis acht weitere verletzt worden – und greifen die Schäden an der Fassade der Geburtsklinik sowie den auf dem Parkplatz gefundenen Leichnam auf. Deutsch- und englischsprachige Agenturen übernahmen anfangs die Opferzahl des Bürgermeisters Klitschko von 2 Toten / 6 Verletzten, während spätere ukrainische sowie russischsprachige Berichte und der SES die Zahl auf 2 Tote / mindestens 8 Verletzte korrigierten.

Internationale Beiträge erwähnen auch die Darstellung des russischen Verteidigungsministeriums, das die Angriffe als Schlag gegen Einrichtungen des ukrainischen Militär-Industrie-Komplexes sowie Kommunikations- und Logistikzentren in Kiew und dem Gebiet Odessa bezeichnet – eine offizielle russische Begründung, die in ukrainischen Quellen fehlt. AFP-Reporterbeobachtungen von rund zehn starken Explosionen in Kiew und Zählungen von Überwachungskanälen, die 14 bis 20 Raketen in drei Wellen registrierten, erscheinen in internationalen Drahtberichten häufiger als in der ukrainischen Inlandberichterstattung. Im Kontext der UN-Generalversammlung werden die Äußerungen des slowakischen Präsidenten Peter Pellegrini vor dem UN-Sicherheitsrat, der Russland gezielter Angriffe auf Zivilisten beschuldigte – im Kontrast zur Haltung von Premierminister Robert Fico – sowie die Erklärung des russischen Außenministers Sergej Lawrow, Russland werde seinen Krieg nicht 'pausieren', als Teil der internationalen Rahmung aufgegriffen.

Wo die Berichte auseinandergehen

Die Opferzahlen entwickelten sich über Nacht weiter: Bürgermeister Klitschko meldete zunächst 1 Toten und 2 Verletzte, dann 2 Tote und 6 Verletzte, schließlich 2 Tote und 8 Verletzte; die endgültige Zahl des Staatsnotdienstes (SES) liegt bei 2 Toten und mindestens 8 Verletzten. Einige Schlagzeilen verwendeten 2 Tote / 6 Verletzte, andere 2 Tote / 8 Verletzte.

Die Schätzungen zur Anzahl der auf Kiew abgefeuerten Raketen gehen auseinander: Überwachungskanäle berichteten von rund 20 Raketen insgesamt, während militärnahe Telegram-Kanäle in den ersten drei Angriffswellen mindestens 14 Raketen zählten.

Das russische Verteidigungsministerium erklärte, die Angriffe hätten Einrichtungen des ukrainischen Militär-Industrie-Komplexes und Kommunikations- bzw. Logistikzentren in Kiew und dem Gebiet Odessa gegolten. Ukrainische Stellen bezeichneten die Hauptangriffsziele hingegen als Wohnhäuser, eine Geburtsklinik, Energie- und Logistikeinrichtungen mit zivilem Charakter.

Hintergrund

Eine längere Reihe russischer Fernangriffe auf ukrainische Städte ging diesem Angriff voraus, darunter ein ganztägiger Drohnenangriff auf Kiew am 23. September, bei dem 45 Menschen verletzt und zwei getötet wurden. Am 18. September unterzeichnete US-Präsident Donald Trump ein von Senator Lindsey Graham mitverfasstes Sanktionsgesetz, das Zölle von bis zu 100 % auf Länder vorsieht, die russische Energieträger kaufen. Am 22. September bestätigte Trump gegenüber Selenskyj die Bereitschaft, der Ukraine eine Lizenz zur Produktion von Patriot-Flugabwehrraketen zu erteilen; Selenskyj erklärte, die Ukraine erhalte Flugabwehrraketen derzeit aufgrund weltweiter Knappheit nur einzeln oder zu zweit. Am Abend des 23. September hatten sich 51 UN-Mitgliedstaaten in einer gemeinsamen Erklärung an Russland gewandt und das Land – nachdem die Ukraine einer vollständigen und sofortigen Waffenruhe zugestimmt hatte – aufgefordert, sich dem anzuschließen.