Russische Drohnenangriffe auf Kiew in der Nacht zum 27. September – ein Toter, drei Verletzte
Russische Drohnen haben in der Nacht zum 27. September die Kiewer Stadtteile Solomjanskyj und Schewtschenkiwskyj getroffen. Brände brachen in einem Lagerhaus, einer Autowerkstatt (STO) und weiteren Nichtwohngebäuden aus; ein Mann kam ums Leben, drei Menschen wurden verletzt, darunter zwei 16-jährige Jugendliche.
Das Wichtigste
- In der Nacht zum 27. September schlugen russische Drohnen im Solomjanskyj- und im Schewtschenkiwskyj-Viertel von Kiew ein.
- Im Solomjanskyj-Viertel gerieten ein Lagerhaus, ein eingeschossiges Autowerkstattgebäude (STO) und ein weiteres Nichtwohngebäude in Brand.
- Feuerwehrleute verhinderten die Ausbreitung des Brandes vom STO auf ein benachbartes Gastronomiegebäude; das Feuer am STO wurde gegen 3:00 Uhr nachts gelöscht.
- Beim Löschen des Brandes im Nichtwohngebäude wurde die Leiche eines Mannes gefunden.
- Am Morgen des 27. September traf eine Drohne des Typs "Schahed" ein Nichtwohngebäude im Schewtschenkiwskyj-Viertel; eine Frau und zwei 16-Jährige wurden verletzt und ins Krankenhaus gebracht.
- Bürgermeister Vitalij Klitschko und der Staatliche Notdienst (DSNS) meldeten die Einschläge und den Todesfall.
- Nach Firmenangaben zerstörte ein russischer Angriff zudem ein Lager der ukrainischen Logistikfirma Zammler; das Unternehmen sprach von keinen Opfern dort.
- Am 25. September hatte ein massiver russischer Drohnenangriff auf Kiew 7 Tote und 59 Verletzte gefordert; am Abend des 26. September wurden Einschläge oder herabfallende Drohnenteile in drei Kiewer Stadtteilen registriert.
Warum es wichtig ist
Bei den nächtlichen Drohnenangriffen auf Kiew kam mindestens ein Zivilist ums Leben; drei weitere Menschen wurden verletzt, darunter zwei 16-jährige Jugendliche. Die Treffer in mehreren Nichtwohngebäuden – einem Lagerhaus, einer Autowerkstatt und weiteren Objekten in zwei Stadtteilen – zeigen die anhaltende Intensität russischer Drohnenangriffe auf die Hauptstadt, die bereits am 25. September sieben Tote und 59 Verletzte gefordert hatten.
Was geschehen ist
In der Nacht zum 27. September griffen russische Drohnen den Solomjanskyj-Stadtteil von Kiew an. Eine Drohne traf ein Lagerhaus und löste dort einen Brand aus; eine weitere Drohne traf ein eingeschossiges Autowerkstattgebäude (STO), dessen Feuer gegen 3:00 Uhr nachts gelöscht werden konnte. Rettungskräfte verhinderten ein Übergreifen der Flammen auf ein benachbartes Gastronomiegebäude. An einer weiteren Adresse im selben Stadtteil schlug eine Drohne in ein Nichtwohngebäude ein; während der Löscharbeiten wurde die Leiche eines Mannes gefunden. Am Morgen des 27. September traf eine Drohne vom Typ „Schahed" nach Angaben von Bürgermeister Vitalij Klitschko ein Nichtwohngebäude im Schewtschenkiwskyj-Stadtteil; eine Frau und zwei 16-jährige Jugendliche wurden verletzt und ins Krankenhaus eingeliefert. Insgesamt forderten die Angriffe vom 27. September in Kiew ein Todesopfer und drei Verletzte. Nach Angaben des ukrainischen Logistikunternehmens Zammler zerstörte ein russischer Angriff zudem ein Lager des Unternehmens; das Unternehmen erklärte, es habe dort keine Opfer gegeben.
Wo die Berichte auseinandergehen
Die Quellen sind sich uneins, welches Gebäude im Solomjanskyj-Viertel zuerst getroffen wurde: Frühe Meldungen sprechen lediglich von einem „Lagerhaus" (складська будівля); spätere, detailliertere Berichte präzisieren, dass es sich um eine eingeschossige Autowerkstatt (STO) an einer Adresse und ein weiteres Nichtwohngebäude – anfänglich ebenfalls als „Lagerhaus" bezeichnet – an einer anderen Adresse im selben Stadtteil handelt. Darüber hinaus berichten einige Artikel von herabgefallenen Drohnenteilen auf ein Bildungsgebäude im Solomjanskyj-Viertel; diese Darstellung wird durch die ausführlichere Zeitleiste von Rettungsdiensten und Bürgermeister, die Brände an einem Lager, der STO und einem weiteren Nichtwohngebäude auflistet, nicht bestätigt.
Hintergrund
Am 25. September hatte ein massiver russischer Drohnenangriff auf Kiew ein Bürogebäude im Solomjanskyj-Viertel und ein Wohngebäude im Petschersk-Viertel getroffen; dabei wurden 7 Menschen getötet und 59 verletzt. Am Abend des 26. September wurden Einschläge oder herabfallende Drohnenteile in drei Kiewer Stadtteilen registriert. Das ukrainische Logistikunternehmen Zammler meldete, dass ein gesonderter russischer Angriff eines seiner Lager zerstört habe (ohne Opfer dort); das Unternehmen hatte zuvor am 1. September bekannt gegeben, dass die LLC „Zammler Sklad" ihren Betrieb eingestellt habe. Am Morgen des 27. September hatte Bürgermeister Vitalij Klitschko bereits berichtet, dass Drohnen vom Typ „Schahed" ein Nichtwohngebäude im Schewtschenkiwskyj-Viertel getroffen hätten.