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Russland greift Ukraine mit 138 Drohnen an – vier Tote in der Oblast Kiew

Russland hat die Ukraine in der Nacht vom 19. auf den 20. September 2025 mit 138 Drohnen vom Typ Shahed, Gerbera und Parodia angegriffen, von denen die ukrainische Luftabwehr nach eigenen Angaben 101 abschoss oder unterdrückte. In der Oblast Kiew kamen eine Frau und zwei ihrer kleinen Kinder ums Leben; ein drittes Kind starb im Krankenhaus. In mehreren Stadtteilen Kiews und in der Oblast Kiew wurden dutzende zivile Objekte beschädigt.

Das Wichtigste

  • In der Nacht vom 19. auf den 20. September 2025 startete Russland 138 Drohnen vom Typ Shahed (etwa die Hälfte reaktiv/düsengetrieben), Gerbera und Parodia-Imitatordrohnen aus vier Richtungen: Orjol und Millerowo (Russland) sowie besetztem Donezk und Hwardijske (Krim).
  • Bis 08:00 Uhr am 20. September hatte die ukrainische Luftabwehr nach eigenen Angaben 101 feindliche Drohnen abgeschossen oder unterdrückt; Einschläge wurden an 17 Standorten registriert, Trümmer an weiteren 5.
  • In der Oblast Kiew starben am Abend des 19. September eine Frau und ihre zwei kleinen Kinder im Bezirk Fastiw; ein im Bezirk Wyschhorod verletztes Kind starb im Krankenhaus – die regionale Bilanz stieg damit auf vier Tote (drei Kinder und eine Frau).
  • In fünf Bezirken der Oblast Kiew wurden nach Angaben der Militärverwaltung bis zu 31 zivile Objekte beschädigt; im Bezirk Fastiw allein waren es 24, darunter Wohnhäuser, Produktions- und Wirtschaftsgebäude sowie 17 Fahrzeuge.
  • In Kiew fiel tagsüber eine Drohne im Stadtteil Holosiiv; im Stadtteil Swjatoschyn wurde eine Frau verletzt; Bürgermeister Vitalij Klytschko rief die Bevölkerung auf, in Schutzräumen zu bleiben.
  • Neben Kiew wurden auch die Oblast Odessa (Einschläge in Privathäuser), Schytomyr (Verkehrsinfrastruktur) und Winnyzja (Eisenbahn) getroffen; das 8000-Quadratmeter-Lager des Tierbedarfsherstellers Suziria Group wurde zerstört.
  • Der Kreml bestreitet, dass die russische Armee bei ihren Angriffen absichtlich zivile Infrastruktur der Ukraine treffe; ukrainische Stellen und internationale Organisationen stufen solche Angriffe als Kriegsverbrechen ein.

Warum es wichtig ist

Mit 138 Drohnen aus vier Richtungen und rund 70 reaktiven Shahed-Modellen erreichte der Angriff eine für eine einzelne Nacht bemerkenswert hohe Größenordnung; reaktive Drohnen sind für die Luftabwehr schwerer zu erfassen. Der Tod von drei Kindern unter den Opfern in der Oblast Kiew verdeutlicht die zivilen Folgen, während die Treffer in mindestens fünf weiteren Regionen – darunter Kiew-Stadt sowie die Oblasten Odessa, Schytomyr und Winnyzja – auf eine breit angelegte Angriffsstrategie hindeuten. Der wirtschaftliche Schaden umfasst die Zerstörung des 8000-Quadratmeter-Lagers der Tierbedarfsfirma Suziria Group und Schäden an Produktionsanlagen eines Lüftungssystemherstellers in Bojarka.

Was geschehen ist

In der Nacht vom 19. auf den 20. September 2025 startete Russland nach Angaben der ukrainischen Luftstreitkräfte 138 Angriffsdrohnen vom Typ Shahed (etwa die Hälfte davon reaktiv), Gerbera sowie Imitatordrohnen vom Typ Parodia aus vier Richtungen: Orjol und Millerowo in Russland sowie besetztem Donezk und Hwardijske auf der Krim. Bis 08:00 Uhr am 20. September seien 101 Drohnen abgeschossen oder unterdrückt worden; Einschläge seien an 17 Standorten registriert worden, Trümmer an weiteren fünf.

In der Oblast Kiew wurden am Abend des 19. September bei einem Drohnenangriff im Bezirk Fastiw eine Frau und ihre zwei kleinen Kinder getötet. Ein im Bezirk Wyschhorod verletztes Kind starb im Krankenhaus, womit die Opferzahl in der Region auf vier stieg – drei Kinder und eine Frau. In fünf Bezirken der Oblast Kiew (Fastiw, Wyschhorod, Obuchiw, Browary und Butscha) wurden nach Angaben der regionalen Militärverwaltung 31 Objekte beschädigt, im Bezirk Fastiw allein 24, darunter Wohnhäuser, Produktions- und Wirtschaftsgebäude, ein landwirtschaftlicher Betrieb und 17 Fahrzeuge. Das 8000-Quadratmeter-Lager des Tierbedarfsherstellers Suziria Group wurde vollständig zerstört.

In Kiew-Stadt arbeiteten die Luftabwehrkräfte tagsüber, eine Drohne fiel im Stadtteil Holosiiv, im Stadtteil Swjatoschyn wurde eine Frau verletzt. Bürgermeister Vitalij Klytschko rief die Bevölkerung wiederholt auf, in Schutzräumen zu bleiben. Auch in der Oblast Odessa (Einschläge in Privathäuser, Großbrand), in Schytomyr (Verkehrsinfrastruktur) und in Winnyzja (Eisenbahn) wurden Schäden gemeldet. Während der Nacht waren Luftangriffsalarme wegen einer ballistischen Bedrohung aus dem Osten und später aus Kursk ausgelöst worden.

Wo die Berichte auseinandergehen

Die Quellen weichen bei der Höhe der Schäden in der Oblast Kiew voneinander ab: Eine erste Bilanz nennt neun beschädigte zivile Objekte in vier Bezirken (Obuchiw, Wyschhorod, Boryspil, Butscha); eine spätere 31 Objekte in fünf Bezirken (mit Fastiw und Browary); eine weitere vom 21. September listet 34 Objekte mit anderer Verteilung (Fastiw – 12, Butscha – 11, Wyschhorod – 5, Boryspil – 3, Obuchiw – 3). Laut Eingangsmaterial spiegeln die Zahlen unterschiedliche Meldungszeitpunkte wider, weichen in den Aufzeichnungen aber voneinander ab.

Uneinheitlich wird auch der genaue Hergang der tödlichen Angriffe am Abend des 19. September beschrieben: Einige Quellen verorten die getötete Frau und die zwei Kinder im Bezirk Fastiw, andere nennen Wyschhorod als Ort eines Angriffs auf Mutter und Kind, in dessen Folge ein Kind später im Krankenhaus starb. Beide Erzählstränge werden zur Gesamtbilanz von vier Toten (drei Kinder, eine Frau) zusammengeführt, ohne dass die Quellen übereinstimmend zuordnen, zu welchem Angriff welche Opfer gehören.

Hintergrund

Luftangriffe mit Shahed- und anderen Drohnen sind ein regelmäßiger Bestandteil der russischen Luftkampagne gegen die Ukraine; in der Woche vor diesem Angriff habe Russland laut einer zitierten Vergleichszahl mehr als 2000 Angriffsdrohnen (die meisten davon reaktiv), 1700 Fliegerbomben und 19 Raketen verschiedener Typen auf die Ukraine abgefeuert. Russland bestreitet, dass seine Streitkräfte bei der großangelegten Invasion absichtlich zivile Infrastruktur treffen; ukrainische Stellen und internationale Organisationen stufen solche Angriffe als Kriegsverbrechen ein.