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Russische Drohnenangriffe auf Kiewer Oblast: drei Tote, dutzende zivile Objekte beschädigt

Russische Drohnenangriffe am 18.–19. September 2025 haben in der Kiewer Oblast neun zivile Objekte in vier Bezirken beschädigt, im Bezirk Fastiv eine Mutter und ihre zwei kleinen Kinder getötet sowie mehrere weitere Zivilisten verletzt. Ein über 8.000 Quadratmeter großes Lager der Tierbedarf-Firma Suziria Group (zu der die MasterZoo-Kette gehört) wurde getroffen; in Dnipro und Kropyvnytskyi richteten die Angriffe ebenfalls Schäden an.

Das Wichtigste

  • Luftalarm in der Kiewer Oblast hielt am 19. September fast ununterbrochen den ganzen Tag über an.
  • Neun zivile Objekte in vier Bezirken der Kiewer Oblast wurden beschädigt (3 in Obukhiv, 1 in Wyschhorod, 2 in Boryspil, 3 in Bucha).
  • Fünf der beschädigten Objekte waren Lagerhallen; außerdem traf es ein Produktionsgebäude, eine Garage, Fahrzeuge und ein mehrstöckiges Wohnhaus.
  • Im Bezirk Fastiv wurden laut Angaben des Kiewer OVA-Chefs Tymur Tkachenko eine Mutter und ihre zwei kleinen Kinder getötet; ein weiteres privates Haus und ein Auto wurden beschädigt.
  • Im Bezirk Wyschhorod wurden eine Mutter und ein Kind verletzt und ins Krankenhaus eingeliefert; eine Bildungseinrichtung und ein Bus wurden beschädigt.
  • In der Nacht zum 19. September traf eine Drohne ein über 8.000 m² großes Lager der Suziria Group (MasterZoo); nach Firmenangaben wurden keine Mitarbeiter verletzt, die Feuerwehr löschte den Brand am Morgen.
  • Nach Angaben der Luftwaffe setzte Russland zwei Zircon-Schiffsabwehrraketen, 174 Shahed-Angriffsdrohnen (etwa die Hälfte mit Jet-Antrieb), Gerbera-Drohnen, Banderole/Dan-T-Lenkwaffen sowie Parodiya-Drohnen ein.
  • In Dnipro wurden Lagergebäude getroffen, in Kropyvnytskyi beschädigten herabfallende Trümmer abgeschossener Drohnen mehrere Wohnhäuser – ohne Verletzte.

Warum es wichtig ist

Die Angriffe zeigen ein nahezu ununterbrochenes Tempo russischer Drohnenangriffe auf die Kiewer Region, bei dem der Luftalarm fast einen ganzen Tag lang andauerte. Neben der Tötung einer Mutter und ihrer zwei kleinen Kinder im Bezirk Fastiv wurden über mehrere Bezirke hinweg zivile Infrastruktur, Wohnhäuser, eine Schule und ein Bus beschädigt. Der Treffer eines über 8.000 m² großen Lagers der Tierbedarfskette MasterZoo könnte zudem die Versorgung mit Tierprodukten in der Ukraine beeinträchtigen. Der gleichzeitige Einsatz von Shahed-Drohnen, Zircon-Raketen und verschiedenen Drohnentypen verdeutlicht die Größenordnung des Angriffs.

Was geschehen ist

Am Abend des 18. und am 19. September 2025 griffen russische Streitkräfte die Kiewer Oblast sowie die Gebiete Dnipropetrowsk und Kirowohrad mit Drohnen und Raketen an. In der Kiewer Oblast wurden nach offiziellen Angaben des Leiters der Gebietsverwaltung, Tymur Tkachenko, neun zivile Objekte in vier Bezirken beschädigt: drei in Obukhiv, einer in Wyschhorod, zwei in Boryspil und drei in Bucha. Fünf der beschädigten Objekte waren Lagerhallen; darüber hinaus wurden ein Produktionsgebäude, eine Garage, Fahrzeuge und ein mehrstöckiges Wohnhaus getroffen. Im Bezirk Fastiv wurden laut Tkachenko eine Mutter und ihre zwei kleinen Kinder – ein Mädchen und ein Junge – getötet; weitere Wohnhäuser und ein Auto wurden beschädigt. Im Bezirk Wyschhorod wurden eine Mutter und ein Kind verletzt und ins Krankenhaus eingeliefert; zudem wurden eine Bildungseinrichtung und ein Bus beschädigt. Ein Drohnenangriff in der Nacht zum 19. September traf ein über 8.000 Quadratmeter großes Lager der Suziria Group, zu der die Tierbedarfskette MasterZoo gehört. Nach Angaben des Unternehmens wurden keine Mitarbeiter verletzt; die Feuerwehr war am Morgen noch mit den Löscharbeiten beschäftigt. In der Stadt Dnipro wurden nach Angaben des Leiters der Dnipropetrowsker Gebietsverwaltung, Oleksandr Hanzja, Lagergebäude getroffen, woraufhin ein Brand ausbrach. In Kropyvnytskyj schoss die ukrainische Luftverteidigung die Drohnen ab, wobei herabfallende Trümmer mehrere Wohnhäuser beschädigten – ohne Verletzte, wie der Leiter der Kirowohrader Gebietsverwaltung, Andrij Raikowytsch, mitteilte. Nach Angaben der ukrainischen Luftwaffe setzte Russland zwei Zircon-Schiffsabwehrraketen, 174 Shahed-Angriffsdrohnen (etwa die Hälfte davon mit Jet-Antrieb), Gerbera-Drohnen, Banderole/Dan-T-Lenkwaffen und Parodiya-Drohnen ein. Die Rettungsdienste mussten wegen wiederholter Luftalarme zeitweise auf sichere Distanz zurückweichen.

Wo die Berichte auseinandergehen

Bei der Zahl der Städte, in denen MasterZoo vertreten ist, divergieren die Angaben: Die meisten Quellen nennen 36 Städte, mindestens eine Quelle spricht von 38. Zu den Opfern im Bezirk Fastiv gibt es widersprüchliche Meldungen: Die meisten Quellen berichten lediglich von einer verletzten Frau, die ins Krankenhaus gebracht wurde; eine Reihe von Berichten spricht dagegen vom Tod einer Mutter und ihrer zwei kleinen Kinder sowie von beschädigten Wohnhäusern.

Hintergrund

Bereits im August 2025 hatten russische Angriffe Logistikzentren und Lagerhallen großer Unternehmen wie NOVUS, Rozetka, Silpo und Nova Poshta zerstört. Laut einem Bericht von ZN.UA wurde im vergangenen Jahr mehr als 500.000 Quadratmeter Logistikfläche beschädigt. MasterZoo, Teil der Suziria Group, gilt als größter ukrainischer Tierbedarfshändler mit rund 200 Filialen in 36 (bzw. 38) Städten und einem Umsatz von rund 2,1 Milliarden Hrywnja im Jahr 2025. Bei einem früheren, separat gemeldeten russischen Angriff war ein Lager der Apothekenkette „Apteka dobroho dnia" mit Hunderten Tonnen Medikamenten zerstört worden.