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Ukrainisches Projekt nennt russische Gefängniswärter im Fall Stephen Hubbard

Das ukrainische Projekt „Book of Executioners of the Ukrainian People“ hat Namen von Mitarbeitern russischer Haftanstalten veröffentlicht, in denen der US-Bürger Stephen Hubbard nach seiner Gefangennahme 2022 festgehalten worden war. Hubbard wurde laut Synthesis am 21. Oktober 2026 nach mehrjähriger Haft freigelassen; zuvor war er nach einem Prozess wegen „Söldnertums“ zu sechs Jahren und zehn Monaten verurteilt worden.

Das Wichtigste

  • Stephen Hubbard wurde am 21. Oktober 2026 im Alter von 74 Jahren aus der Haft freigelassen.
  • Er lebte seit 2014 in der Ukraine und unterrichtete Englisch.
  • Die russischen Besatzungstruppen nahmen ihn am 2. April 2022 in Izium im Oblast Charkiw fest.
  • Ein Moskauer Gericht verurteilte ihn im Oktober 2024 wegen „Söldnertums“ zu sechs Jahren und zehn Monaten Haft in einer Kolonie.
  • Hubbard war unter anderem im SIZO Nr. 2 in Nowozybkow sowie in der Strafkolonie Nr. 7 in Pakino festgehalten.
  • Sein ehemaliger Mitgefangener, der ukrainische Kriegsgefangene Ihor Schyschko, berichtete von Schlägen, Elektroschocks, Hunger und weiteren Misshandlungen.
  • Das Projekt veröffentlichte Daten zu Mitarbeitern, die direkt an der Folterung von Kriegsgefangenen und Zivilisten beteiligt gewesen sein sollen.

Warum es wichtig ist

Die Veröffentlichung macht namentlich beschuldigte Mitarbeiter russischer Haftanstalten öffentlich und verbindet den Fall des US-Bürgers mit Berichten über systematische Misshandlungen ukrainischer Kriegsgefangener und ausländischer Häftlinge. Zugleich dokumentiert sie die Bedingungen in zwei konkreten Einrichtungen in Russland.

Was geschehen ist

Stephen Hubbard, ein US-Bürger, der seit 2014 in der Ukraine lebte und Englisch unterrichtete, wurde am 2. April 2022 in der vorübergehend besetzten Stadt Izium festgenommen. Nach seiner Haft im SIZO Nr. 2 in Nowozybkow und in der Strafkolonie Nr. 7 in Pakino sprach ihn ein Moskauer Gericht im Oktober 2024 wegen „Söldnertums“ zu sechs Jahren und zehn Monaten Haft in einer Kolonie verurteilt. Er wurde am 21. Oktober 2026 freigelassen. Nach Angaben der Synthesis erfolgte die Freilassung auf Ersuchen von US-Präsident Donald Trump während des Besuchs von Sondergesandtem Steve Witkoff in Sankt Petersburg; Vladimir Putin kündigte sie bei einem Treffen mit Witkoff an. Das ukrainische Projekt „Book of Executioners of the Ukrainian People“ veröffentlichte anschließend Informationen über Mitarbeiter der beteiligten Anstalten, denen Misshandlungen von Kriegsgefangenen und Zivilisten zugeschrieben werden.

Wie ukrainische Quellen darüber berichten

Die drei ukrainischen Quellen stellen das Projekt „Book of Executioners of the Ukrainian People“ als zentrale Stelle dar, die die Informationen veröffentlicht. Sie rahmen die Veröffentlichung als Dokumentation von Folterungen an einem US-Bürger und an ukrainischen Gefangenen in denselben Anstalten. Die Berichte stützen sich unter anderem auf Aussagen befreiter ukrainischer Kriegsgefangener und eines befreiten ukrainischen Journalisten.

Wo die Berichte auseinandergehen

Die Quellen verwenden für Hubbards Nachnamen unterschiedliche Transliterationen: Hubbard sowie Habbard/Habbard.

Hintergrund

Hubbard lebte seit 2014 in der Ukraine und unterrichtete Englisch. Russische Behörden behaupteten, er sei im Februar 2022 der territorialen Verteidigung von Izium beigetreten; auf dieser Grundlage wurde er wegen „Söldnertums“ angeklagt. Das „Book of Executioners of the Ukrainian People“ ist ein ukrainisches Projekt, das bereits Personen benannt hat, denen die Beteiligung an Misshandlungen ukrainischer Personen vorgeworfen wurde.