Ukraine meldet mehr als 100 ballistische Raketen auf Kiew binnen zwei Wochen
Ukraine meldet, dass Russland binnen zwei Wochen mehr als 100 ballistische Raketen auf Kiew und die Oblast Kiew abgefeuert hat. Die Angriffe auf Energie-, Logistik- und städtische Infrastruktur dauern auch in weiteren ukrainischen Städten an, während Kyiv auf die Lieferung von Raketen für Patriot- und NASAMS-Systeme wartet.
Das Wichtigste
- Binnen zwei Wochen wurden nach ukrainischen Angaben mehr als 100 ballistische Raketen auf Kiew und die Oblast Kiew abgefeuert.
- Seit dem 14. Oktober fanden mehrere Angriffe mit ballistischen Raketen statt.
- Bei einem recenten Angriff auf Kiew wurden Universitätsgebäude, Wohnhäuser sowie eine Metrostation und eine Metrostrecke beschädigt.
- Der Pivdennyi-Brücke in Kiew wurde von russischen Truppen getroffen.
- Angriffe dauern auch gegen Dnipro, Saporischtschja, Odessa, Charkiw, Sumy und Cherson.
- Kyiv wartet seit fast einem Monat auf die Unterschrift des US-Verteidigungsministers Pete Hegseth für Raketen für Patriot- und NASAMS-Systeme.
- Ukraine arbeitet an neuen Unterstützungspaketen für den Schutz von Energie, Infrastruktur und Logistik.
Warum es wichtig ist
Die hohe Zahl ballistischer Raketen deutet auf einen anhaltenden Angriff auf die Hauptstadt und ihre Umgebung hin. Schäden an Wohnhäusern, Universitätsgebäuden, dem Metronetz, Brücken sowie Energie- und Logistikinfrastruktur treffen die Bevölkerung und kritische städtische Systeme. Zugleich erschweren Verzögerungen bei der Lieferung von Patriot-Raketen den Schutz vor russischer ballistischer Waffeneinwirkung.
Was geschehen ist
Nach ukrainischen Angaben hat Russland innerhalb von zwei Wochen mehr als 100 ballistische Raketen auf Kiew und die Oblast Kiew abgefeuert. Seit dem 14. Oktober wurden mehrere derartige Angriffe gemeldet. Bei einem aktuellen Treffer in Kiew wurden Universitätsgebäude, Wohnhäuser, eine Metrostation und eine Metrostrecke beschädigt; zudem wurde die Pivdennyi-Brücke getroffen. Weitere Angriffe richten sich gegen Dnipro, Saporischtschja, Odessa, Charkiw, Sumy und Cherson und zielen dabei auf ukrainische Logistik, Energieanlagen und städtische Infrastruktur. Parallel bemüht sich Ukraine um neue Unterstützungspakete und um die Lieferung von Raketen für Patriot- und NASAMS-Systeme.
Wie ukrainische Quellen darüber berichten
Ukrainische Quellen stellen vor allem die Größe der ballistischen Raketenangriffe auf Kiew und die Schäden an ziviler und städtischer Infrastruktur in den Mittelpunkt. Sie verbinden die Angriffe mit Verzögerungen bei der Lieferung von Patriot-Raketen und dem Bedarf an zusätzlichen Unterstützungspaketen für Energie, Infrastruktur und Logistik. In diplomatischer Hinsicht erwartet Ukraine einen dreiseitigen Dialog mit ukrainischen, amerikanischen und russischen Vertretern in Litauen und fordert eine europäische Beteiligung an Entscheidungen über die Unterstützung.
Hintergrund
Die Angabe von mehr als 100 ballistischen Raketen bezieht sich auf einen Zwei-Wochen-Zeitraum, in dem seit dem 14. Oktober mehrere ballistische Angriffe gemeldet wurden. Ukraine wartet seit fast einem Monat auf die Unterschrift des US-Verteidigungsministers für Raketen zur Lieferung an Patriot- und NASAMS-Systeme. In Litauen wird ein dreiseitiges Format unter Beteiligung ukrainischer, amerikanischer und russischer Vertreter erwartet, während Ukraine eine Beteiligung Europas an den diplomatischen Entscheidungen über die Unterstützung fordert.