Selenskyj kündigt neues Patriot-Raketenpaket an – Partnerland nicht genannt
Am 23. September hat der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj bekannt gegeben, dass die Ukraine eine Vereinbarung über ein neues Paket von Raketen für Patriot-Luftabwehrsysteme getroffen hat. Er nannte das beteiligte Land nicht. Die Ankündigung erfolgte am Rande der 81. UN-Generalversammlung in New York, wo die ukrainische Delegation nach Angaben Selenskyjs rund 20 Treffen mit Staats- und Regierungschefs anderer Länder abhielt.
Das Wichtigste
- 23. September: Selenskyj meldet eine Vereinbarung über ein neues Patriot-Raketenpaket, ohne das Herkunftsland zu nennen.
- Die Ankündigung fiel bei einem Treffen mit Vertretern der ukrainischen Gemeinschaft in den USA.
- Am Rande der 81. UN-Generalversammlung unterzeichnete die Ukraine ein Sicherheitsabkommen mit Australien – das erste mit einem Staat außerhalb von NATO und EU.
- Zusätzlich wurde ein Drohnenabkommen („Drone Deal“) mit Finnland zur Stärkung der Verteidigungsfähigkeiten beider Staaten geschlossen.
- Selenskyj erklärte, die Ukraine setze rund 100 Abwehrraketen zusammen, indem sie einzeln oder zu zweit direkt von Staatschefs geliefert würden.
- Nur die USA könnten in großem Umfang helfen, doch auch dort bestehe wegen des Konflikts mit dem Iran ein Engpass.
- Am 23. September erklärte das US-Außenministerium, es sei noch keine endgültige Entscheidung über die Produktion von Patriot-Raketen auf ukrainischem Territorium getroffen worden.
Warum es wichtig ist
Patriot-Abwehrraketen sind ein zentraler Bestandteil der ukrainischen Verteidigung gegen russische ballistische und Luftangriffe. Selenskyj beschreibt offen einen ungewöhnlichen diplomatischen Weg, bei dem Staatschefs persönlich einzelne Raketen an die Ukraine liefern – ein Hinweis darauf, wie knapp das Material bei den Verbündeten ist. Die Ankündigung fiel in eine Phase, in der die USA noch keine endgültige Entscheidung über eine Produktion von Patriot-Raketen auf ukrainischem Boden getroffen hatten.
Was geschehen ist
Präsident Wolodymyr Selenskyj erklärte am 23. September in New York, die Ukraine habe eine Vereinbarung über ein neues Paket von Raketen für Patriot-Luftabwehrsysteme getroffen, nannte aber das beteiligte Land nicht. Er sprach bei einem Treffen mit Vertretern der ukrainischen Gemeinschaft in den USA und stellte den Erfolg als Ergebnis der Gespräche am Rande der 81. UN-Generalversammlung dar, bei denen die ukrainische Delegation nach seinen Angaben rund 20 Treffen mit ausländischen Staats- und Regierungschefs führte. Im selben Zeitraum unterzeichnete die Ukraine ein Sicherheitsabkommen mit Australien – das erste mit einem Staat außerhalb von NATO und EU – sowie ein Drohnenabkommen mit Finnland zur Stärkung der Verteidigungsfähigkeiten beider Staaten. Selenskyj betonte zugleich, dass Abwehrraketen für Patriot bei den Partnern ein knappes und teures Gut seien; die Ukraine setze rund 100 Raketen zusammen, die einzeln oder zu zweit direkt von Staatschefs geliefert würden. Er erklärte, nur die USA könnten in großem Umfang helfen, doch auch dort bestehe wegen der Auseinandersetzungen mit dem Iran ein Engpass. Am Tag der Ankündigung erklärte das US-Außenministerium, es sei noch keine endgültige Entscheidung über eine Produktion von Patriot-Raketen auf ukrainischem Territorium getroffen worden.
Wo die Berichte auseinandergehen
Am 22. September hatte Selenskyj erklärt, er habe von den USA noch keine konkrete Antwort auf seine Bitte um Patriot-Lieferungen erhalten. Am folgenden Tag erklärte das US-Außenministerium, es habe noch keine endgültige Entscheidung über die Produktion von Patriot-Raketen auf ukrainischem Boden getroffen. Noch am selben Tag kündigte Selenskyj eine – nicht näher zugeordnete – Vereinbarung über ein neues Patriot-Raketenpaket an, ohne die Rolle der USA in diesem Paket offenzulegen.
Hintergrund
Die 81. Sitzung der UN-Generalversammlung fand in New York statt; am Rande führte die ukrainische Delegation nach eigenen Angaben rund 20 Gespräche mit Staats- und Regierungschefs. Selenskyj hatte Patriot-Raketen zuvor wiederholt als knappes Gut bei den Partnerländern bezeichnet und die Lieferreduzierungen unter anderem mit Einsätzen im Nahen Osten begründet. Dazu passt seine Schilderung, die Ukraine sammle rund 100 Abwehrraketen zusammen, die einzeln oder zu zweit direkt von Staatschefs geliefert würden.