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Trump signalisiert Lizenz für „weniger moderne“ Patriot-Raketen für die Ukraine

US-Präsident Donald Trump erklärte am 14. September 2026 gegenüber Journalisten an Bord seines Flugzeugs, die Ukraine könne eine Lizenz zur Produktion von Patriot-Raketen erhalten – jedoch nur für eine „weniger moderne“ Version. Er nannte nicht, welche konkrete Variante gemeint ist. Damit korrigierte er frühere Äußerungen teilweise zurück, in denen er die Technologieübertragung noch nicht genehmigt hatte. Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte zuvor erklärt, die Frage der Patriot-Produktion sei mit Trump „politisch" gelöst.

Das Wichtigste

  • Trump sagte am 14. September 2026 an Bord seines Flugzeugs, die Ukraine könne eine Lizenz für eine „weniger moderne" Patriot-Version erhalten.
  • Welche konkrete Raketenvariante gemeint ist, ließ Trump offen; Medienberichten zufolge könnte es um die ältere PAC-2 gehen.
  • Trump hatte zuvor betont, die Übertragung der Technologie noch nicht genehmigt zu haben, da Empfängerländer sie „eines Tages gegen einen einsetzen" könnten.
  • Selenskyj hatte am 12. September erklärt, Russland produziere rund 140 ballistische Raketen pro Monat und die Ukraine benötige im Winter 100–120 Patriot-Abwehrraketen monatlich.
  • Am 8. September kündigte Deutschland die Lieferung von PAC-2-Abwehrraketen aus Bundeswehr-Beständen an die Ukraine an.
  • EU-Mitgliedstaaten genehmigten den Kauf amerikanischer Patriot-Abwehrraketen für rund 3,2 Mrd. Euro aus einem 90-Mrd.-Euro-EU-Kredit für die Ukraine.

Warum es wichtig ist

Patriot-Abwehrraketen sind zentral für die ukrainische Verteidigung gegen russische ballistische und Marschflugkörper. Selenskyj beziffert den Bedarf im Winter auf 100 bis 120 Stück pro Monat, während die tatsächlichen Lieferungen laut Selenskyj im ersten Halbjahr 2026 auf ein Drittel des Vorjahresniveaus gefallen sind. Eine ukrainische Eigenproduktion könnte die Abhängigkeit von US- und europäischen Beständen verringern, die Trump als begrenzt darstellt. Dass Washington offenbar nur eine ältere Version lizenzieren will, zeigt die Bereitschaft, ältere Technologie freizugeben, während die modernsten Varianten zurückgehalten werden. Die Diskrepanz zwischen Selenskyjs Aussage, die Frage sei „politisch" gelöst, und Trumps jetziger Relativierung verdeutlicht die anhaltenden Friktionen in den US-ukrainischen Rüstungsverhandlungen.

Was geschehen ist

US-Präsident Donald Trump sagte am 14. September 2026 gegenüber Journalisten an Bord seines Flugzeugs, die Ukraine könne eine Lizenz zur Produktion von Patriot-Raketen erhalten – allerdings nur für eine „weniger moderne" Version. Er konkretisierte nicht, welche Variante gemeint ist; Medienberichte bringen die Aussage mit der älteren PAC-2 in Verbindung, die derzeit etwa von Deutschland aus Bundeswehr-Beständen an die Ukraine geliefert wird. Trump verwies zugleich darauf, dass er die Übertragung der Technologie noch nicht genehmigt habe und nannte als Grund die Sorge, Empfängerländer könnten solche Technologien „eines Tages gegen einen einsetzen". Er fügte hinzu, die USA verfügten über große Vorräte bestimmter Waffentypen – teils in nahezu unbegrenzten Stückzahlen – und amerikanische Fabriken produzierten derzeit mehr Patriot-Raketen als je zuvor. Selenskyj hatte tags zuvor, am 12. September, erklärt, Russland produziere rund 140 ballistische Raketen pro Monat und die Ukraine benötige im Winter 100 bis 120 Patriot-Abwehrraketen pro Monat. Zuvor hatte Selenskyj gesagt, die Frage der Patriot-Produktion sei mit Trump „politisch" gelöst; diese Darstellung steht im Widerspruch zu Trumps jetziger Relativierung.

Wie ukrainische Quellen darüber berichten

Alle sechs Quellen des Artikels stammen aus ukrainischen Medien. Sie rahmen die Nachricht vor allem als Frage der ukrainischen Luftverteidigung und greifen Selenskyjs frühere Aussage auf, die Produktionsfrage sei „politisch" gelöst. Die Herabstufung auf eine „weniger moderne" Version wird überwiegend als Teilerfolg dargestellt, während zugleich die Lücke zwischen Selenskyjs Bedarfsangaben und den tatsächlichen Liefermengen betont wird. Die Berichte ordnen Trumps Aussage in den Kontext der deutschen PAC-2-Lieferungen, der EU-Finanzierung für Patriot-Käufe und des erklärten monatlichen Bedarfs der Ukraine ein.

Wo die Berichte auseinandergehen

Die Quellen zeichnen einen widersprüchlichen Verlauf: Trump hat eine Patriot-Produktionslizenz für die Ukraine zeitweise bestätigt, dann zurückgenommen und nun teilweise wieder bekräftigt – diesmal beschränkt auf eine „weniger moderne" Version. Selenskyj bezeichnet das Thema als „politisch" gelöst; Trump sagt, er habe noch nicht zugestimmt. Zudem unterscheiden sich die Quellen bei der Begründung für die Ablehnung der am 29. Juli gestellten Bitte um 300 Patriot-Abwehrraketen: Die Financial Times führt begrenzte US-Bestände im Zusammenhang mit einem Krieg gegen den Iran an, andere Darstellungen sprechen lediglich von „begrenzten Beständen" ohne Bezug auf den Iran.

Hintergrund

Am 29. Juli hatte Selenskyj Trump gebeten, dringend 300 Patriot-Abwehrraketen für den Winter zu liefern; die USA lehnten mit Verweis auf begrenzte Bestände ab. Anfang August erklärte Selenskyj, die Raketenlieferungen an die ukrainische Luftverteidigung seien im Jahresvergleich auf ein Drittel gesunken, was Partner offiziell mit Kampfhandlungen im Nahen Osten begründeten. Am 8. September kündigte Deutschland die Lieferung von PAC-2-Abwehrraketen aus Bundeswehr-Beständen sowie zusätzliche AIM-9-Lieferungen an die Ukraine an. EU-Mitgliedstaaten genehmigten die Verwendung von Mitteln aus einem 90-Mrd.-Euro-EU-Kredit zum Kauf amerikanischer Patriot-Abwehrraketen für die Ukraine im Umfang von rund 3,2 Mrd. Euro. Am 12. September bezifferte Selenskyj die russische Produktion ballistischer Raketen auf rund 140 Stück pro Monat. US-Außenminister Marco Rubio und Vizepräsident JD Vance erklärten, die Verhandlungen über eine Patriot-Produktionslizenz dauerten an. Medienberichten zufolge äußerten die Hersteller Raytheon und Lockheed Martin Bedenken, die Ukraine könnte die Patriot-Technologie verbessern und schneller sowie deutlich günstiger in Massen produzieren, was zu Verzögerungen beitrage.