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Ukraine erhält deutlich weniger Patriot-Raketen als benötigt

Ukrainischer Präsident Wolodymyr Selenskyj sagte, dass die Ukraine 2026 im Schnitt zwölf Patriot-Abfangraketen pro Monat aus den USA erhält, während ihr Bedarf bei rund 150 liegt. Er bat US-Präsident Donald Trump in New York, einen „Winterpaket“ an Abfangraketen zu genehmigen. Die USA wollen sich bemühen, verweisen aber auf ihre begrenzten Bestände.

Das Wichtigste

  • Ukraine erhält 2026 durchschnittlich 12 Abfangraketen für Patriot-Systeme pro Monat aus den USA.
  • Der geschätzte monatliche Bedarf der Ukraine liegt bei etwa 150 Abfangraketen.
  • In den vergangenen drei Monaten erhielt die Ukraine aus den USA 24 Abfangraketen.
  • Im aktuellen Monat verbrauchte die Ukraine 35 Abfangraketen.
  • Selenskyj bat Trump in New York, einen „Winterpaket“ von Abfangraketen zu genehmigen.
  • Die Genehmigung von 23 in anderen Ländern gefundenen Abfangraketen war noch nicht abgeschlossen.
  • US-Verteidigungsminister Pete Hegseth unterzeichnete die Unterlagen für ein amerikanisches Paket von 12 Abfangraketen.

Warum es wichtig ist

Die tatsächlichen Lieferungen liegen weit unter dem geschätzten Bedarf der Ukraine. Da die Vorräte begrenzt sind und die USA anderen Ländern die Weitergabe von Patriot-Abfangraketen genehmigen müssen, bremst jede Verzögerung zusätzliche Lieferungen. Zugleich steigt durch den Mangel das Risiko weiterer russischer Ballistikangriffe auf ukrainische Städte und kritische Infrastruktur.

Was geschehen ist

Selenskyj erklärte, die Ukraine erhalte 2026 im Durchschnitt zwölf Abfangraketen für Patriot-Systeme pro Monat von den USA. Nach seiner Schätzung benötigt das Land jedoch rund 150 Stück monatlich, um russische ballistische Raketen abzufangen. In den drei Monaten vor seiner Darstellung erhielt die Ukraine lediglich 24 Abfangraketen aus den USA, während im laufenden Monat bereits 35 Raketen verbraucht wurden. In New York bat Selenskyj Trump, einen „Winterpaket“ von Abfangraketen zu genehmigen und die benötigte Menge zu beziffern. Trump antwortete, die USA würden sich bemühen, hätten aber wegen ihrer eigenen begrenzten Bestände nur eingeschränkte Möglichkeiten. Selenskyj teilte außerdem mit, dass US-Verteidigungsminister Pete Hegseth die Unterlagen für ein Paket von zwölf Abfangraketen unterzeichnet habe. Die Genehmigung für weitere 23 in anderen Ländern gefundene Abfangraketen war noch nicht abgeschlossen.

Wie ukrainische Quellen darüber berichten

Ukrainische Berichte stellen den Abstand zwischen den Lieferungen und dem akuten Verteidigungsbedarf in den Mittelpunkt. Sie betonen die verzögerte Bereitstellung, die Notwendigkeit amerikanischer Genehmigungen und die direkte Bedeutung von Patriot-Raketen für den Schutz vor russischen Ballistikangriffen. Zudem wird der weitere Rückbau von Angriffen auf russische Ölraffinerien als unmittelbare Folge einer ausreichenden Versorgung mit Abfangraketen dargestellt.

Hintergrund

Das geschätzte_gateway Bedarf der Ukraine beträgt etwa 150 Patriot-Abfangraketen pro Monat für die Verteidigung gegen ballistische Raketen. Das PURL-Programm umfasst den Kauf von 20-Millimeter-Munition für F-16, HIMARS, Patriot und AIM, wobei Europa einen significanten Teil der Beschaffungen finanziert. In der Nacht zum 22. Oktober startete Russland nach Angaben von Selenskyj 21 ballistische Raketen gegen Kyjiw, von denen keine ukrainische Luftabwehr abfing. Als Gründe für den Engpass wurden die begrenzten amerikanischen Bestände und die Nachfrage nach PAC-3-Raketen, die höher als die weltweite Produktion ist, genannt.