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Ukrainische Geheimdienste töten Oleh Schutow in besetztem Donezk

Ukrainische Spezialdienste haben am 27. Juli in dem vorübergehend besetzten Donezk Oleh Schutow getötet, einen Operativen des sogenannten „MGB DNR", der mit den Autobombenanschlägen auf den ukrainischen Geheimdienstoffizier Maksym Schapowal und den SBU-Oberst Oleksandr Charaberjusch im Jahr 2017 in Verbindung gebracht wird. Schutow starb durch die Zündung eines improvisierten Sprengkörpers in seinem Subaru auf dem Gelände des Sportkomplexes „Dynamo" im Leninskyj-Bezirk von Donezk. Besatzungsnahe Quellen stellten den Vorfall hingegen als „nächtlichen Drohnenangriff" dar.

Das Wichtigste

  • Oleh Schutow wurde am Abend des 27. Juli im Leninskyj-Bezirk von Donezk durch einen Sprengkörper in seinem Subaru getötet.
  • Die Tat war das Ergebnis einer Spezialoperation ukrainischer Geheimdienste auf besetztem Gebiet; Informationen wurden bis zur Rückkehr der Agentur-Kampfgruppe auf ukrainisch kontrolliertes Territorium zurückgehalten.
  • Schutow war Operativer des sogenannten „Zentrums für Spezialoperationen des MGB DNR", das von russischen Geheimdiensten kontrolliert wurde.
  • Er war zudem Präsident der Judo- und Sambo-Assoziation der sogenannten „DNR".
  • Schutow galt als direkter Vollstrecker des Attentats auf Generalmajor Maksym Schapowal am 27. Juni 2017 in Kiew, das am 30. Juni 2017 posthum zum Generalmajor befördert wurde.
  • Schutow war auch an der Autobombe beteiligt, die am 31. März 2017 in Mariupol den SBU-Oberst Oleksandr Charaberjusch, Leiter der Spionageabwehr des SBU im Oblast Donezk, tötete.
  • Laut SBU wurden die Anschläge vom russischen FSB-Generalleutnant Dmytro Minajew und seinem Untergebenen Wassyl Jewdokimow (genannt „Lenin") vom „MGB DNR" organisiert.

Warum es wichtig ist

Schutow war ein hochrangiges Ziel, das mit zwei Morden an leitenden Offizieren des ukrainischen Geheimdienstes und des SBU im Jahr 2017 in Verbindung gebracht wird. Die Operation zeigt die Fähigkeit der ukrainischen Geheimdienste, gezielte Aktionen tief im besetzten Gebiet durchzuführen, und beseitigt einen Verdächtigen in Fällen, die die Ukraine öffentlich mit der Führung durch den russischen FSB verknüpft hat.

Was geschehen ist

Am Abend des 27. Juli wurde Oleh Schutow, ein Operativer des sogenannten „Zentrums für Spezialoperationen des MGB DNR" und Präsident der Judo- und Sambo-Assoziation der sogenannten „DNR", im Leninskyj-Bezirk der vorübergehend besetzten Stadt Donezk getötet. Ukrainische Spezialdienste platzierten einen selbstgebauten Sprengkörper in seinem Subaru, mit dem er zum Sportkomplex „Dynamo" gekommen war, und zündeten ihn. Die Informationen über die Liquidierung wurden aus Sicherheitsgründen nicht unmittelbar nach der Operation veröffentlicht – erst als die Agentur-Kampfgruppe auf von der Ukraine kontrolliertes Territorium zurückgekehrt war. Besatzungsnahe Informationsressourcen stellten den Vorfall als „nächtlichen Drohnenangriff" dar, bei dem der Leiter eines Ringkampfverbandes verletzt worden sei; ukrainische Quellen widersprechen dem und führen den Tod auf die Autobombe zurück.

Wie ukrainische Quellen darüber berichten

Ukrainische Quellen präsentieren die Operation als Erfolg der ukrainischen Spezialdienste auf besetztem Territorium. Sie betonen Schutows Rolle bei den Morden an Schapowal und Charaberjusch im Jahr 2017 und verknüpfen ihn unmittelbar mit der Steuerung durch den russischen FSB. Gleichzeitig weisen sie auf die operative Sicherheit hin: Die Liquidierung wurde geheim gehalten, bis die Agentur-Kampfgruppe sicher zurückgekehrt war. Ukrainische Berichte stellen ihrer Darstellung der Autobombe ausdrücklich die Version der Besatzungsbehörden von einem „Drohnenangriff" entgegen.

Wo die Berichte auseinandergehen

Wie sich der Vorfall ereignete: Besatzungsnahe Quellen sprachen von einem „nächtlichen Drohnenangriff", bei dem der Leiter eines Ringkampfverbandes verletzt wurde; ukrainische Quellen geben an, Schutow sei durch die Detonation eines Sprengkörpers in seinem Subaru am Sportkomplex „Dynamo" im Leninskyj-Bezirk von Donezk getötet worden. Darüber hinaus variiert die Datierung: Einige Quellen nennen den Juli 2026, andere lassen das Jahr offen oder bleiben mehrdeutig.

Hintergrund

Schutow wurde im April 2019 vom damaligen SBU-Chef Wassyl Hryzjak öffentlich als direkter Vollstrecker des Mordes an Generalmajor Maksym Schapowal benannt. Schapowal war Kommandeur des 10. Separaten Spezialregiments des Militärnachrichtendienstes (HUR) des ukrainischen Verteidigungsministeriums (Militäreinheit A2245) und wurde am 27. Juni 2017 in Kiew getötet; am 30. Juni 2017 wurde er posthum zum Generalmajor befördert. Schutow mietete demnach eine Wohnung im Haus von Schapowal sowie einen Parkplatz in der Nähe seines Autos und verließ Kiew etwa eine Stunde nach der Tat in Richtung Russland und anschließend in den Donbass. Er war zudem an der Autobombe beteiligt, die am 31. März 2017 in Mariupol den SBU-Oberst Oleksandr Charaberjusch tötete. Im April 2019 meldete der SBU die Festnahme von sieben Mitgliedern einer russischen Sabotage- und Aufklärungsgruppe, von denen zwei Berufsoffiziere russischer Geheimdienste waren; der SBU stellte eine Verbindung zwischen der Gruppe und Schutow fest. Im April 2024 wurde das „MGB DNR" von den Besatzungsbehörden aufgelöst und seine Funktionen an die lokale FSB-Direktion übertragen. Nach Angaben des SBU wurden die Attentate vom FSB-Generalleutnant Dmytro Minajew, Leiter der Abteilung für Spionageabwehr-Operationen des FSB, und seinem Untergebenen Wassyl Jewdokimow (genannt „Lenin"), Leiter des „Zentrums für Spezialoperationen des MGB DNR", organisiert.