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Partisanenbewegung ATESH meldet Sabotage an Kommunikationsturm nahe Perm vor ukrainischem Drohnenangriff auf Raffle

Die Partisanenbewegung ATESH hat nach eigenen Angaben kurz vor einem ukrainischen Drohnenangriff auf die Erdölraffinerie LUKOIL-Permnefteorgsintez am 21. August einen Kommunikationsturm im Raum Perm zerstört. Der Turm habe laut ATESH als Reservekanal für den Informationsaussagen zwischen der Objektsicherung und den für den Schutz zuständigen russischen Militäreinheiten gedient. Die Sabotage sei von einem russischen Soldaten ausgeführt worden, der zuvor eigenmächtig seine Einheit verlassen hatte und sich dem ATESH-Widerstand angeschlossen hatte.

Das Wichtigste

  • ATESH-Agenten zerstörten einen Kommunikationsturm im Raum Perm vor dem ukrainischen Drohnenangriff auf die Raffinerie LUKOIL-Permnefteorgsintez.
  • Der Angriff auf die Raffinerie erfolgte am 21. August mit Drohnen.
  • Der zerstörte Turm diente laut ATESH als Reservekanal für die operative Kommunikation zwischen der Werkssicherung und russischen Militäreinheiten.
  • Nach der Zerstörung des Turms war die Datenübertragung gestört und die Werkssicherung verlor die stabile Koordination.
  • Kurz nach der Sabotage schlugen ukrainische Drohnen auf dem Raffineriekomplex ein.
  • Die Sabotage wurde laut ATESH von einem russischen Soldaten ausgeführt, der seine Einheit eigenmächtig verlassen hatte.
  • Der Soldat war nach eigenen Angaben wegen Unzufriedenheit mit der Politik der russischen Führung und wegen während des Dienstes erlebter Gesetzlosigkeit zum ATESH-Widerstand gestoßen.

Warum es wichtig ist

Die Operation zeigt eine koordinierte Zusammenarbeit zwischen Partisanen und ukrainischen Streitkräften: ATESH bringt eine für die Luftabwehr wichtige Kommunikationsinfrastruktur außer Gefecht, bevor ukrainische Drohnen eine strategisch bedeutsame russische Treibstoffanlage angreifen. LUKOIL-Permnefteorgsintez zählt zu den großen Erdölverarbeitungsstandorten Russlands; Angriffe auf solche Anlagen wirken sich auf die russische Treibstoffversorgung aus. Dass die Sabotage laut ATESH von einem desertierten russischen Soldaten ausgeführt wurde, wird als Hinweis auf interne Unzufriedenheit in den russischen Streitkräften dargestellt.

Was geschehen ist

Die Partisanenbewegung ATESH erklärte, ihre Agenten hätten einen Kommunikationsturm im Raum Perm im Perm-Kraj zerstört. Dieser Turm habe als Backup-Kanal für den operativen Informationsaussagen zwischen der Sicherung des Werks und den für seinen Schutz zuständigen russischen Militäreinheiten fungiert. Nach Angaben von ATESH führte ein russischer Soldat, der seine Einheit eigenmächtig verlassen hatte, die Sabotage aus. Er sei nach Kontaktaufnahme mit ATESH dem Widerstand beigetreten, da er mit der Politik der russischen Führung nicht einverstanden sei und während seines Militärdienstes auf Gesetzlosigkeit gestoßen sei. Durch den Verlust des Turms sei die Datenübertragung gestört gewesen und die Werkssicherung habe ohne stabile Kommunikation und Koordination dagestanden. Kurz darauf habe die ukrainische Seite den Komplex der Raffinerie LUKOIL-Permnefteorgsintez mit Drohnen angegriffen. Laut ATESH erfolgte der Drohnenangriff auf die Raffinerie am 21. August.

Wie ukrainische Quellen darüber berichten

Alle vier herangezogenen Artikel stammen aus ukrainischen Quellen und rahmen die Sabotage als gezielte ATESH-Operation, die zeitlich so gelegt wurde, dass sie die russische Luftabwehr vor einem ukrainischen Drohnenangriff auf eine russische Ölraffinerie schwächt. Die Berichte heben die Rolle eines desertierten russischen Soldaten hervor, der aus Unzufriedenheit mit der russischen Führung und wegen während seines Dienstes erlebter Gesetzlosigkeit gehandelt habe. Damit wird der Vorfall als Beleg für innere Unzufriedenheit in den russischen Streitkräften präsentiert.

Hintergrund

ATESH beschreibt sich selbst als Partisanenwiderstandsbewegung, die gegen die russischen Behörden arbeitet. Zuvor hatte ATESH nach eigenen Angaben mitgeteilt, dass Agenten Relaiskästen an einer Bahnstrecke in der Oblast Belgorod beschädigt hätten, die russische Streitkräfte für die Versorgung in Richtung Kupjansk mit Munition und technischem Material nutzen wollten.