6 September 2026 · Aktualisiert am 6 September 2026

Drohnenangriffe auf russische Gebiete Rostow und Rjasan in der Nacht zum 6. September

In der Nacht zum 6. September haben Drohnen die russischen Oblaste Rostow und Rjasan angegriffen. Dabei wurde die Ölraffinerie Rjasan getroffen, in Bataisk wurden Explosionen und ein Brand gemeldet.

Das Wichtigste

  • Angriff in der Nacht zum 6. September auf die Oblaste Rostow und Rjasan
  • Drohnenangriff auf die Ölraffinerie Rjasan, danach brach ein Brand aus
  • Explosionen und Feuer in Bataisk, Oblast Rostow
  • In Rostow am Don kreisten Drohnen mehr als vier Stunden über der Stadt
  • Beschädigung eines Wohnhauses in Rostow am Don
  • Die Raffinerie Rjasan verarbeitete 2024 rund 13,1 Millionen Tonnen Rohöl, etwa 4,9 % der russischen Gesamtverarbeitung
  • Die Raffinerie war bereits am 15. Mai und am 29. Juli 2025 getroffen worden, der Betrieb wurde jeweils unterbrochen

Warum es wichtig ist

Die Ölraffinerie Rjasan gehört zu den größeren russischen Verarbeitungsanlagen und deckte 2024 etwa 4,9 % der gesamten russischen Erdölverarbeitung ab. Sie war in diesem Jahr bereits zweimal Ziel von Drohnenangriffen, woraufhin der Betrieb jeweils unterbrochen werden musste. Der Angriff fiel mit einer breiter angelegten Drohnenoffensive auf das Oblast Rostow zusammen, bei der auch zivile Infrastruktur beschädigt wurde.

Was geschehen ist

In der Nacht zum 6. September haben Drohnen die russischen Oblaste Rostow und Rjasan angegriffen. Im Oblast Rjasan wurde die dortige Ölraffinerie getroffen; in deren Folge brach ein Brand aus. Im Oblast Rostow kam es in der Stadt Bataisk zu Explosionen und einem Feuer, während über der Stadt Rostow am Don laut lokalen Telegram-Kanälen mehr als vier Stunden lang Drohnen kreisten, begleitet von Schussgeräuschen und Hubschraubereinsatz. Aufnahmen zeigen ein beschädigtes Wohnhaus in Rostow am Don, bei dem sich Fensterrahmen über mehrere Stockwerke verschoben hatten.

Hintergrund

Im Jahr 2024 verarbeitete die Ölraffinerie Rjasan 13,1 Millionen Tonnen Rohöl und produzierte 2,2 Millionen Tonnen Benzin, 3,4 Millionen Tonnen Diesel sowie 4,3 Millionen Tonnen Heizöl. Der Generalstab der Streitkräfte der Ukraine hatte bereits am 29. Juli einen ukrainischen Drohnenangriff auf die gleiche Anlage öffentlich gemeldet. Frühere Angriffe auf die Raffinerie am 15. Mai und am 29. Juli hatten jeweils zu einem Stillstand der Verarbeitung geführt.