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Russische Drohnen treffen Bahninfrastruktur in Luzk und Fastiw

Am 12. September haben russische Drohnen Bahnanlagen in Luzk (Oblast Wolyn) und Fastiw (Oblast Kiew) getroffen. Die ukrainische Eisenbahn Ukrzaliznytsia meldete Einschläge an beiden Standorten; Fahrgäste und Personal wurden vorab evakuiert, es gab keine Verletzten.

Das Wichtigste

  • Am 12. September schlugen russische Drohnen Bahnanlagen in Luzk (Oblast Wolyn) und Fastiw (Oblast Kiew) ein.
  • Ukrzaliznytsia bestätigte Treffer an beiden Standorten.
  • Fahrgäste und Personal wurden vorab evakuiert; nach Angaben der Bahn gab es keine Verletzten.
  • In Luzk gerieten Waggons in Brand; die Rettungskräfte des SES löschten den Brand.
  • Zum Zeitpunkt der Meldungen befanden sich Schwärme vom Typ "Shahed" im ukrainischen Luftraum.
  • Leiter der Wolyner OWA Roman Romanjuk sprach von einem massiven Drohnenangriff und forderte die Bevölkerung auf, Schutz zu suchen.
  • Ukrzaliznytsia warnte vor möglichen Änderungen im Zugverkehr.

Warum es wichtig ist

Die Angriffe richteten sich gleichzeitig in zwei verschiedenen Oblasten gegen zivile Bahninfrastruktur und unterstreichen die anhaltende Reichweite russischer Drohnenangriffe über das gesamte Staatsgebiet hinweg. Dass keine Opfer zu beklagen waren, führen die ukrainischen Behörden auf die frühzeitige Evakuierung durch das Warnsystem der Bahn zurück – ein Hinweis darauf, welche Rolle Frühwarnverfahren für den Schutz von Leben spielen. Der gesamte Zugverkehr könnte jedoch beeinträchtigt werden, da Ukrzaliznytsia mögliche Fahrplanänderungen ankündigte.

Was geschehen ist

Am 12. September haben russische Drohnen Bahnanlagen in Luzk (Oblast Wolyn) und in Fastiw (Oblast Kiew) angegriffen. Ukrzaliznytsia, die ukrainische Staatsbahn, bestätigte Einschläge an beiden Standorten. Nach Angaben des Unternehmens konnte eine eigene Monitoring-Gruppe die Bedrohung rechtzeitig erkennen, sodass Fahrgäste aus den Zügen und Mitarbeiter aus ihren Arbeitsbereichen evakuiert wurden, bevor die Drohnen einschlugen. Verletzungen waren nicht zu verzeichnen.

In Luzk gerieten durch den Einschlag Waggons in Brand; Einsatzkräfte des SES (Staatlicher Rettungsdienst) löschten das Feuer. Lokale Medien, darunter "Wolyn 24", berichteten zudem, eine Drohne habe einen fahrenden Zug am Bahnhof Luzk getroffen. In der Stadt Kowel, ebenfalls in der Oblast Wolyn, wurden Explosionen gemeldet.

Zum Zeitpunkt der Meldungen dauerte der Angriff an; Schwärme iranischer "Shahed"-Drohnen befanden sich nach Angaben von Ukrzaliznytsia im ukrainischen Luftraum. Das Unternehmen warnte vor möglichen Fahrplanänderungen im Zugverkehr aufgrund der Angriffe und der anhaltenden Luftgefahr.

Regionalpolitiker bestätigten die Angriffe über ihre eigenen Kanäle: Roman Romanjuk, Leiter der Militärverwaltung der Oblast Wolyn, sprach von einem massiven Drohnenangriff auf die Region und rief die Einwohner dazu auf, Schutz zu suchen. Oleksandr Kowal, Leiter der Militärverwaltung der Oblast Riwne, meldete den Einsatz von Luftabwehrkräften und warnte vor herabfallenden Trümmern abgeschossener Drohnen. Folgen des Angriffs in Fastiw wurden laut Ukrzaliznytsia noch ermittelt.

Hintergrund

Ukrzaliznytsia-Chef Oleksandr Pertsovskyj bestätigte die Angriffe und das Fehlen von Opfern über Facebook. Der Leiter der Militärverwaltung der Oblast Wolyn, Roman Romanjuk, erklärte, die gesamte Oblast sei Ziel eines massiven Drohnenangriffs, und forderte die Bevölkerung auf, Schutz zu suchen. Sein Amtskollege in der Oblast Riwne, Oleksandr Kowal, meldete den Einsatz von Luftabwehrkräften und warnte vor Trümmern abgeschossener Drohnen. In Kowel, ebenfalls in der Oblast Wolyn, wurden Explosionen verzeichnet. Ukrzaliznytsia teilte mit, der Angriff dauere noch an und Schwärme "Shahed"-artiger Drohnen befänden sich im ukrainischen Luftraum.

Nach Angaben der Bahn greift Russland die ukrainische Eisenbahninfrastruktur seit Anfang 2026 systematisch an. Wegen der anhaltenden Angriffsgefahr hatte Ukrzaliznytsia zuvor den Zugverkehr nach Sumy eingestellt; Endpunkt war Konotop, von wo aus Fahrgäste mit Bussen weiterbefördert wurden.