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Ukraine wirft Belarus vor, Signalverstärker für russische Drohnenangriffe wieder aktiviert zu haben

Der ukrainische Grenzschutzdienst teilt mit, Belarus habe Repeater auf seinem Staatsgebiet reaktiviert, die russische Shahed- und Gerber-Drohnen bei Angriffen auf ukrainisches Terrain unterstützen – darunter den jüngsten Beschuss des Grenzübergangs Jahodyn an der Grenze zu Polen. Sprecher Andrii Demchenko erklärte, Belarus helfe Russland aktiv beim Beschuss der Ukraine. Ein größeres Offensivaufgebot auf belarussischer Seite gebe es derzeit nicht.

Das Wichtigste

  • Grenzschutz-Sprecher Andrii Demchenko erklärte, Belarus unterstütze Russland aktiv beim Beschuss ukrainischen Territoriums.
  • Auf belarussischem Gebiet wurden Repeater reaktiviert, die das Signal russischer Shahed- und Gerber-Drohnen verstärken.
  • Die Drohnen dringen aus Russland kommend in die Ukraine vor und können mit dem verstärkten Signal tiefer gelegene Ziele erreichen, darunter die westlichen Oblaste Riwne, Wolyn und Lwiw.
  • Der Angriff auf den Grenzübergang Jahodyn in der Oblast Wolyn an der Grenze zu Polen erfolgte nach Angaben des Grenzschutzes mit Unterstützung belarussischer Repeater.
  • Im Juni hatte Präsident Wolodymyr Selenskyj Belarus gewarnt und eine Frist zur Stilllegung der Geräte gesetzt; daraufhin waren sie vorübergehend abgeschaltet und nun wieder eingeschaltet worden.
  • Der Grenzschutz sieht die Bedrohung aus Belarus als anhaltend, sieht aber derzeit kein einsatzbereites Offensivaufgebot an der Grenze zur Ukraine.

Warum es wichtig ist

Die Wiederinbetriebnahme der belarussischen Repeater durchbricht eine zuvor erreichte vorübergehende Beruhigung nach einer ukrainischen Präsidentenwarnung. Die Signalverstärkung verlängert die effektive Reichweite russischer Drohnen und macht Ziele in den westlichen Oblasten sowie den logistisch wichtigen Grenzübergang Jahodyn erreichbar.

Was geschehen ist

Der Pressedienst des ukrainischen Grenzschutzdienstes erklärte, Belarus habe Repeater auf seinem Territorium wieder aktiviert, die das Signal russischer Drohnen vom Typ Shahed und Gerber verstärken. Laut Sprecher Andrii Demchenko starten die Drohnen von russischem Staatsgebiet, halten sich nahe der belarussischen Grenze auf, um das verstärkte Signal zu empfangen, und können so tiefer in die Ukraine vordringen. Zu den betroffenen Oblasten gehören Riwne, Wolyn und Lwiw. Auch der Angriff auf den Grenzübergang Jahodyn an der Grenze zu Polen sei mit belarussischer Repeater-Unterstützung erfolgt. Zuvor hatte Präsident Wolodymyr Selenskyj im Juni vor der Nutzung dieser Geräte gewarnt und Belarus eine Frist zur eigenständigen Stilllegung gesetzt; daraufhin waren die Repeater vorübergehend abgeschaltet worden und sind nun wieder in Betrieb. Gleichzeitig stellte der Grenzschutz fest, dass die Richtung Belarus weiterhin bedrohlich bleibe, ein einsatzbereites Offensivaufgebot an der Grenze derzeit aber nicht erkennbar sei.

Wie ukrainische Quellen darüber berichten

Die drei ukrainischen Quellen – die Agentur Ukrinform sowie die Medien Suspilne Novyny und Novynarnia – stützen sich auf Angaben des Grenzschutz-Sprechers und stellen Belarus als aktiv unterstützende Partei russischer Angriffe dar. Der Angriff auf Jahodyn wird ausdrücklich als durch belarussische Repeater ermöglicht beschrieben. Die Berichterstattung betont zudem, dass eine ukrainische Präsidentenwarnung die Geräte zeitweise stilllegte und Belarus sie nun wieder aktiviert hat, während die Bedrohung aus nördlicher Richtung bestehen bleibt.

Wo die Berichte auseinandergehen

Die Fakten bezeichnen den Grenzschutz-Sprecher teils als „Andriy" und teils als „Andrii". Es handelt sich um alternative Transliterationen desselben Namens.

Hintergrund

Ende Juni hatte Präsident Wolodymyr Selenskyj öffentlich vor der Nutzung belarussischer Repeater zur Steuerung russischer Angriffe gewarnt und Belarus eine Frist von einer Woche zur eigenständigen Demontage gesetzt. Selenskyj meldete daraufhin, die Geräte seien außer Betrieb; der Grenzschutzdienst teilt nun mit, sie seien wieder eingeschaltet. Jahodyn ist ein Grenzübergang in der Oblast Wolyn an der Grenze zu Polen. Der Grenzschutz sieht die Richtung Belarus als anhaltend bedrohlich an, erkennt aber derzeit kein invasionsbereites Aufgebot.