Selenskyj: Ukrainische Streitkräfte haben binnen 24 Stunden acht Objekte in sechs russischen Regionen getroffen
Präsident Wolodymyr Selenskyj teilte am 10. September 2026 über Telegram mit, die ukrainischen Streitkräfte hätten innerhalb eines Tages acht russische Infrastrukturobjekte getroffen, „die für den Krieg arbeiten". Darunter waren eine Ölraffinerie im Autonomen Kreis der Jamal-Nenzen, der Seehandelshafen Machatschkala in Dagestan sowie Objekte in den Oblasten Moskau, Woronesch, Astrachan und Brjansk. Nach Angaben des Generalstabs der ukrainischen Streitkräfte galten parallel Angriffe russischen Militäreinrichtungen, darunter Drohnenstartplätzen, Kommandoposten, Radaranlagen und einem Munitionsdepot.
Das Wichtigste
- Präsident Wolodymyr Selenskyj gab am 10. September 2026 in einem Telegram-Post bekannt, die ukrainischen Streitkräfte hätten binnen eines Tages acht russische Infrastrukturobjekte getroffen.
- Getroffen wurde unter anderem eine Ölraffinerie im Autonomen Kreis der Jamal-Nenzen.
- Der Seehandelshafen Machatschkala in Dagestan wurde nach Angaben des ukrainischen Verteidigungsunternehmens Fire Point mit FP-1-Drohnen angegriffen; Anwohner meldeten Explosionen.
- Weitere Ziele lagen in den Oblasten Moskau, Woronesch, Astrachan und Brjansk.
- Machatschkala gilt als Russlands einziger ganzjährig eisfreier Tiefwasserhafen am Kaspischen Meer und soll als Lieferpunkt für iranische Schahed-Drohnen dienen.
- Der Generalstab der ukrainischen Streitkräfte meldete für den 9. September und die Nacht zum 10. September 2026 parallele Angriffe auf Drohnenlager und -startplätze im besetzten Donezk, Kommandoposten von Drohnen- und Truppeneinheiten, drei Radaranlagen vom Typ „Nebo-SV" im Oblast Brjansk, eine Bodenrelaisstation in Trubtschewsk und ein Munitionsdepot im Oblast Luhansk.
- Das Ausmaß der Schäden wird nach Angaben des Generalstabs noch geprüft.
Warum es wichtig ist
Die Angriffe verteilten sich über sechs russische Regionen, darunter eine Ölraffinerie weit im Landesinneren im Autonomen Kreis der Jamal-Nenzen. Das verdeutlicht die Reichweite der ukrainischen Drohnenfähigkeiten. Mit dem Hafen Machatschkala am Kaspischen Meer wurde ein Knotenpunkt getroffen, der als einer der Lieferwege für iranische Schahed-Drohnen nach Russland gilt und als einziger ganzjährig eisfreier Tiefwasserhafen Russlands am Kaspischen Meer eine strategische Rolle für den Güterverkehr spielt.
Was geschehen ist
Präsident Wolodymyr Selenskyj erklärte am 10. September 2026 über Telegram, die ukrainischen Streitkräfte hätten binnen 24 Stunden acht russische Infrastrukturobjekte in sechs Regionen getroffen, „die für den Krieg arbeiten". Zu den Zielen gehörten eine Ölraffinerie im Autonomen Kreis der Jamal-Nenzen, der Seehandelshafen Machatschkala in Dagestan sowie Objekte in den Oblasten Moskau, Woronesch, Astrachan und Brjansk. Laut dem ukrainischen Verteidigungsunternehmen Fire Point wurde der Hafen Machatschkala mit FP-1-Drohnen angegriffen; Anwohner berichteten in der Nacht zum 10. September von Explosionen in der Stadt. Der Generalstab der ukrainischen Streitkräfte meldete für den 9. September und die Nacht zum 10. September 2026 zudem Angriffe auf russische Militäreinrichtungen: ein Standort für Lagerung, Vorbereitung und Start von Drohnen vom Typ „Geran"/„Gerbera" im besetzten Donezk, Kommandoposten von Drohneneinheiten in Osypenko, Komyschuwate, Jasnohirsk, Otscheretyne und Tokmak, Truppenkommandoposten in Luhanske und Saizewe, drei Radaranlagen vom Typ „Nebo-SV" in Pawlyn, Kartuschyn und Antoniwka im Oblast Brjansk, eine Bodenrelaisstation in Trubtschewsk sowie ein Munitionsdepot in der Nähe von Dowschansk im Oblast Luhansk. Der Generalstab erklärte, das Ausmaß der Schäden werde noch geprüft und die Arbeit an wichtigen russischen Militärobjekten werde fortgesetzt.
Wo die Berichte auseinandergehen
Artikel 12777 datiert die vom Generalstab gemeldeten Angriffe ausdrücklich auf „den 9. September und die Nacht zum 10. September 2026" und nennt damit als einziger das Jahr; andere Quellen machen das Jahr nicht explizit kenntlich.
Hintergrund
Der Hafen Machatschkala ist nach vorliegenden Beschreibungen Russlands einziger ganzjährig eisfreier Tiefwasserhafen am Kaspischen Meer und dient dem ganzjährigen Güterumschlag. Er soll zudem als einer der Lieferpunkte für iranische Schahed-Drohnen nach Russland genutzt werden. Selenskyj bezeichnete alle acht Ziele als Objekte, die „für den Krieg arbeiten". Lokale Anwohner in Machatschkala meldeten in der Nacht zum 10. September Explosionen. Der Generalstab der ukrainischen Streitkräfte erklärte, das Ausmaß der Schäden werde noch geklärt und die Arbeit an wichtigen russischen Militärobjekten dauere an.