Ukraine greift russischen Raketenkomplex „Kamensky“ und Luftabwehrziele an
Ukrainische Streitkräfte haben den Raketenproduktionskomplex „Kamensky“ in Russlands Oblast Rostow angegriffen und laut Präsident Wolodymyr Selenskyj sowie mehrere ukrainische Medienporto(s) unter anderem einen Pantsir-S2 und eine Kommandofahrzeug des S-400 getroffen. Bei dem Komplex wurden vier Produktionshallen beschädigt und ein Lager mit Fertigware ging in Brand. Zugleich berichteten ukrainische Quellen über Drohnenangriffe auf russische Ölraffinerien und einen Drohnenabsturz nahe dem Flughafen Scheremetjewo.
Das Wichtigste
- Ukrainische Streitkräfte griffen den Kombinat „Kamensky“ im Oblast Rostow an.
- Ein Pantsir-S2 und eine Kommandofahrzeug des S-400 „Triumf“ wurden getroffen.
- Die geschätzten beschädigten Luftabwehrobjekte sind rund 70 Millionen Dollar wert.
- Vier Produktionshallen von „Kamensky“ wurden beschädigt.
- Auf dem Gelände des Kombinats brannte ein Lager mit Fertigware.
- Drohnen griffen Ölraffinerien in Kstowo und Ufa an; in Ufa entstand eine große Feuer.
- Eine Drohne stürzte zwei Kilometer vom Flughafen Scheremetjewo entfernt ab.
Warum es wichtig ist
Der Angriff beschädigte einen russischen Komplex, der an der Herstellung von festem Raketentreibstoff für Raketen und Granaten beteiligt ist. Zugleich wurden zwei Komponenten des russischen Luftabwehrsystems getroffen, deren geschätzter Wert bei etwa 70 Millionen Dollar liegt. Die beschädigten Hallen und der Brand in einem Lager mit Fertigware könnten die Produкцию des Kombinats unterbrechen oder verringern. Weitere Drohnenangriffe trafen die russische Ölverarbeitungsinfrastruktur.
Was geschehen ist
Ukrainische Streitkräfte griffen den Kombinat „Kamensky“ im Oblast Rostow an. Das Werk wird mit der Herstellung von festem Raketentreibstoff für Raketen und Granaten sowie der Produktion von Raketen in Verbindung gebracht. Nach ukrainischen Berichten wurden dort vier Produktionshallen beschädigt und ein Lager mit Fertigware in Brand gesetzt. Ebenfalls getroffen wurden ein selbstfahrender Panzerabwehr-Raketen- und Geschützkomplex Pantsir-S2 sowie eine Kommandofahrzeug des S-400-Systems „Triumf“. Einer der Berichte nennt den Schaden an den Luftabwehrobjekten mit rund 70 Millionen Dollar.
Parallel meldeten ukrainische Quellen Drohnenangriffe auf das Ölraffinerieunternehmen „LUKOIL-Niżegorodnefteorgsintez“ in Kstowo im Oblast Nischegorodsk sowie auf das Ölraffinerieunternehmen „Bashneft-Nowojl“ in Ufa, nach dessen Angriff eine große Feuer entstand. Ebenfalls berichtet wurde über einen Drohnenabsturz zwei Kilometer vom Flughafen Scheremetjewo im Oblast Moskau; in der Nähe des Flughafens befindet sich dem Bericht nach eine Ölbasis von Rosneft.
Wie ukrainische Quellen darüber berichten
Die ukrainische Berichterstattung stellt Selenskyjs Ankündigung und seine Anerkennung des SBU sowie weiterer Komponenten der Streitkräfte in den Mittelpunkt. Berichtet werden außerdem die militärindustrielle Rolle von „Kamensky“, die Schäden an den Produktionshallen und die geschätzten Verluste bei den Luftabwehrobjekten. Ergänzend behandeln ukrainische Medien Drohnenangriffe auf russische Ölraffinerien und den Absturz einer Drohne nahe Scheremetjewo.
Wo die Berichte auseinandergehen
Die Quellen weichen darin ab, worauf sich die Schätzung von rund 70 Millionen Dollar bezieht: Ein Bericht ordnet sie ausschließlich den beschädigten Luftabwehrobjekten zu, während ein anderer den Kombinat „Kamensky“ und die Luftabwehrobjekte gemeinsam in diese Summe einbezieht.
Hintergrund
Der Kombinat „Kamensky“ im Oblast Rostow wird als Hersteller festen Raketentreibstoffs und als an der Raketenproduktion beteiligtes Unternehmen beschrieben. Für den Angriff werden Drohnen und Raketenkomplexe „Neptun“ als eingesetzte Mittel genannt.