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Selenskyj genehmigt neue Fernschläge gegen Russland und kündigt Ausbau der Reichweite an

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat am 19. September 2026 die Genehmigung neuer Fernschlagoperationen gegen Ziele auf russischem Staatsgebiet bekannt gegeben. Nach Angaben aus Kiew erfolgte die Entscheidung nach Briefings von Verteidigungsministerin Jewhenija Chmara und Oberbefehlshaber Mychajlo Drapatyj. Selenskyj erklärte, die Ukraine bereite eine Erweiterung ihrer Fernschlagfähigkeiten vor.

Das Wichtigste

  • Selenskyj kündigte am 19. September die Genehmigung neuer Fernschlagoperationen gegen Russland als Reaktion auf russische Angriffe auf die Ukraine an.
  • Die Entscheidung folgte auf Briefings von Verteidigungsministerin Jewhenija Chmara und Oberbefehlshaber Mychajlo Drapatyj.
  • Selenskyj erklärte, die Ukraine bereite eine Erweiterung ihrer Fernschlagfähigkeiten vor.
  • Ziel der Operation sei die Verringerung der Fähigkeit Russlands, Krieg zu führen – darunter Ölraffinerien, Chemie- und Rüstungsbetriebe.
  • US-Präsident Donald Trump hatte zuletzt öffentlich gefordert, die Angriffe auf russische Ölraffinerien einzustellen, und ein Dieseldefizit als Grund genannt.
  • Selenskyj hatte bereits am 25. Juni eine 40-tägige Operation zur Druckausübung auf Russland gebilligt; am 4. August meldete der SBU Treffer auf mehr als 100 strategischen Objekten in Russland.

Warum es wichtig ist

Die Ankündigung markiert eine Ausweitung der ukrainischen Kampagne gegen russische Militär-, Öl- und Industrieanlagen tief im russischen Hinterland, obwohl die USA öffentlich Zurückhaltung bei Angriffen auf russische Energieinfrastruktur gefordert hatten. Sie knüpft an eine am 25. Juni gestartete 40-tägige Operation an, in deren Verlauf laut SBU mehr als 100 strategische Objekte in Russland getroffen wurden.

Was geschehen ist

Am 19. September 2026 gab der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj über seinen Telegram-Kanal die Genehmigung neuer Fernschlagoperationen gegen Ziele auf russischem Staatsgebiet bekannt. Selenskyj erklärte, die Angriffe seien eine direkte Antwort auf russische Schläge gegen die Ukraine. Nach Kiewer Angaben traf er die Entscheidung nach Briefings durch Verteidigungsministerin Jewhenija Chmara und den Oberbefehlshaber der Streitkräfte, Mychajlo Drapatyj. Selenskyj kündigte zugleich an, die Ukraine bereite eine Erweiterung ihrer Fernschlagfähigkeiten vor. Als Ziele der Operation nannte er russische Ölraffinerien, Chemie- und Rüstungsbetriebe, deren Reduzierung die Fähigkeit Russlands zur Kriegführung schwächen solle.

Wie ukrainische Quellen darüber berichten

Die sechs herangezogenen ukrainischen Medien (LIGA.net, NV, Ukrajinska Prawda, Nowynarja, LB.ua, Radio Swoboda) berichten über die Ankündigung in einem einheitlich positiven, deklaratorischen Tonfall. Sie stellen Selenskyj, Verteidigungsministerin Chmara und Oberbefehlshaber Drapatyj als Entscheidungsträger heraus und rahmen die Schläge als legitime Vergeltung gegen russische Angriffe. Der Ausbau der Fernschlagfähigkeiten wird als notwendige Reaktion auf die fortgesetzten russischen Luftangriffe dargestellt.

Wo die Berichte auseinandergehen

US-Präsident Donald Trump hat öffentlich gefordert, dass Selenskyj die Angriffe auf russische Ölraffinerien einstellt, und dies mit einem angeblichen Dieselkraftstoffdefizit begründet. Selenskyj hingegen kündigte am 19. September die Genehmigung neuer Fernschlagoperationen an und bekräftigte, die Ukraine baue ihre Reichweitenfähigkeiten aus. Damit stehen eine direkte US-Bitte um Zurückhaltung und die ukrainische Ankündigung einer Ausweitung der Kampagne gegeneinander.

Hintergrund

Am 25. Juni hatte Selenskyj eine 40-tägige Operation zur Druckausübung auf Russland mit dem Ziel gebilligt, den Krieg zu beenden. Am 4. August meldete der SBU, im Rahmen dieser Operation mehr als 100 strategische Objekte in Russland und auf vorübergehend besetzten ukrainischen Gebieten sowie mehr als 21.000 Ziele an der Front getroffen zu haben. Zu den Zielen gehörten russische Militärflugplätze wie Saky, Gwardijsk, Belbek, Bagerowe, Engels und Chanskaja, Flugabwehrsysteme, 14 Ölraffinerien, Dutzende Öldepots sowie Tanker der russischen Schattenflotte.