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Trump spricht von Energie-Ceasefire – Selenskyj: nur US-Vorschlag, keine Einigung

US-Präsident Donald Trump behauptete am 14. September, die Ukraine und Russland hätten sich gegenseitig verpflichtet, keine Energieinfrastruktur mehr anzugreifen. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj erklärte am selben Abend, es liege eine „starke US-Proposition“ für ein solches Abkommen vor, aber es gebe noch keine finale Vereinbarung. Eine Bedingung sei, dass Russland im Gegenzug die Angriffe auf ukrainische Infrastruktur einstellt und Partner dies absichern.

Das Wichtigste

  • Trump schrieb am 14. September in Truth Social, die Ukraine habe zugestimmt, russische Energieanlagen nicht anzugreifen, und Russland habe im Gegenzug das Gleiche zugesagt.
  • Selenskyj erklärte am Abend des 14. September, die USA hätten einen „starken Vorschlag“ für ein gegenseitiges Ende der Angriffe auf kritische Infrastruktur vorgelegt; eine finale Einigung gebe es noch nicht.
  • Selenskyj knüpfte die Zustimmung der Ukraine an Bedingungen: Russland muss ukrainische Anlagen nicht mehr angreifen, Partner müssen dies garantieren, die Vereinbarung muss langfristig und belastbar sein.
  • Selenskyj bezweifelte, dass Russland tatsächlich bereit ist, ein solches Abkommen einzuhalten, und warnte vor einer nur befristeten Lösung im Hinblick auf russische „Wahlen“.
  • Trump hatte bereits am 13. September aus Irland Selenskyj angerufen und gefordert, die Angriffe auf russische Dieselreserven einzustellen.
  • Laut FT-Berichten unter Berufung auf Quellen aus den Gesprächen ist ein endgültiges Abkommen noch nicht erreicht; Trump sei mit seiner Darstellung voreilig gewesen.
  • Ein Treffen Selenskyj–Trump in New York ist laut Berichten für den 21.–23. September am Rande der UN-Generalversammlung vorgesehen.

Warum es wichtig ist

Die Äußerungen rahmen die Möglichkeit eines von den USA vermittelten ersten Deeskalationsschritts im Krieg: eines gegenseitigen Stopps der Angriffe auf Energie- und andere kritische Infrastruktur. Sie zeigen zugleich die Kluft zwischen Trumps Darstellung einer bereits erzielten Einigung und der Darstellung aus Kiew sowie FT-Recherchen, wonach lediglich ein US-Vorschlag auf dem Tisch liegt. Selenskyj macht die Zustimmung der Ukraine ausdrücklich von Gegenseitigkeit und belastbaren Garantien abhängig.

Was geschehen ist

Am 14. September veröffentlichte US-Präsident Donald Trump einen Beitrag auf Truth Social, in dem er erklärte, die Ukraine habe zugestimmt, russische Energieanlagen nicht mehr anzugreifen, und Russland habe eine entsprechende Gegenleistung zugesagt. Zugleich führte er den weltweiten Anstieg der Dieselpreise überwiegend auf den Russland-Ukraine-Krieg zurück. Am Abend desselben Tages sagte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj, die USA hätten eine „starke Proposition“ für ein gegenseitiges Ende der Angriffe auf kritische Infrastruktur vorgelegt. Eine endgültige Vereinbarung sei jedoch noch nicht erreicht. Die Ukraine sei bereit, einen solchen Schritt zu unterstützen, sofern Russland im Gegenzug ukrainische Infrastruktur verschone und Partner dies garantierten. Bereits am 13. September hatte Trump Selenskyj aus Irland angerufen und ihn aufgefordert, die Angriffe auf russische Dieselreserven einzustellen. FT-Quellen zufolge ist eine finale Einigung noch nicht erzielt; ein Treffen Selenskyj–Trump in New York wird für den 21.–23. September am Rande der UN-Generalversammlung erwartet.

Wie internationale Quellen darüber berichten

Die kasachisch-russischsprachige Quelle stellt Selenskyjs Bedingung in den Vordergrund: die Bereitschaft der Ukraine, Angriffe auf russische Energieanlagen einzustellen, wenn Russland seinerseits Zurückhaltung übt. Damit wird der Schritt primär als ukrainische Verhandlungsposition gerahmt, nicht als bereits vollzogene Vereinbarung.

Wo die Berichte auseinandergehen

Trump behauptete, die Ukraine und Russland hätten sich bereits auf gegenseitige Angriffsstopps auf Energieanlagen geeinigt. Selenskyj und FT-Berichte stellten demgegenüber klar, dass lediglich ein US-Vorschlag vorliege und keine finale Vereinbarung erzielt worden sei. Die ukrainische Seite macht ihre Zustimmung zudem an Bedingungen fest: Gegenseitigkeit, Garantien von Partnern, langfristige Geltung und Einbeziehung von Energie, Lebensmittelversorgung und anderer kritischer Infrastruktur.

Hintergrund

Trump führt steigende globale Dieselpreise überwiegend auf den Russland-Ukraine-Krieg zurück und nicht auf die Lage rund um den Iran. Nach FT-Informationen gibt es in Moskau offenbar die Einschätzung, dass ein Druck auf die ukrainische Energieinfrastruktur vor dem Winter Kiew zu Konzessionen bewegen könnte.