Trump fordert Selenskyj auf, Angriffe auf russische Diesel-Infrastruktur einzustellen
US-Präsident Donald Trump hat den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj aufgefordert, die ukrainischen Angriffe auf russische Dieselkraftstoff-Infrastruktur zu stoppen. Trump erklärte gegenüber Journalisten beim Besuch des Irish-Open-Golfturniers in seinem Doonbeg-Club in Irland am 13. September 2026, die Angriffe verursachten einen weltweiten Dieselkraftstoff-Engpass. Er sagte, der Engpass sei eine Folge des Krieges zwischen der Ukraine und Russland und nicht des US-Krieges gegen den Iran. Trump forderte Wladimir Putin nicht zur Beendigung des seit fünf Jahren andauernden russischen Vollinvasion auf.
Das Wichtigste
- Trump forderte Selenskyj am 13. September 2026 in Irland auf, die Angriffe auf russische Dieselreserven zu stoppen.
- Trump begründete die Forderung mit einem weltweiten Dieselkraftstoff-Engpass, den er den ukrainischen Angriffen zuschrieb.
- Trump sagte, der Engpass sei durch die Kämpfe zwischen Ukraine und Russland verursacht, nicht durch den US-Krieg gegen den Iran.
- Trump lieferte keine Belege für seine Behauptung, die ukrainischen Angriffe seien die Ursache des Engpasses.
- Trump forderte Putin nicht zur Beendigung des seit fünf Jahren andauernden russischen Krieges auf.
- Zuvor in der Woche hatte Trump von einem „wunderbaren" Gespräch mit Putin berichtet, der angeblich ein Abkommen zur Beendigung des Krieges wünsche.
- Im Juli hatte er ähnliche ukrainische Angriffe noch als „Eskalation, die den Krieg beenden könnte" bezeichnet.
Warum es wichtig ist
Ein amtierender US-Präsident hat die Ukraine öffentlich unter Druck gesetzt, Angriffe auf eine Kategorie kriegsrelevanter Energieinfrastruktur Russlands während eines laufenden Krieges einzustellen. Trumps Darstellung schreibt den weltweiten Dieselengpass dem Ukraine-Krieg zu – und implizit der Ukraine –, während er die Verantwortung von der US-Kriegsführung gegen den Iran ablenkt. Die Äußerungen fallen mit Trumps Bericht über ein „wunderbares" Gespräch mit Wladimir Putin und dessen angeblicher Bereitschaft zu einem Abkommen zusammen und signalisieren die diplomatische Richtung, die er verfolgt. Bemerkenswert ist auch der Bruch mit seiner früheren öffentlichen Position, als er vergleichbare ukrainische Angriffe noch als „Eskalation, die den Krieg beenden könnte" beschrieben hatte.
Was geschehen ist
US-Präsident Donald Trump forderte den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj am 13. September 2026 auf, die ukrainischen Angriffe auf russische Dieselkraftstoff-Infrastruktur einzustellen. Trump äußerte sich gegenüber Journalisten am Rande des Irish-Open-Golfturniers in seinem Doonbeg-Club in Irland. Er sagte wörtlich: „Herr Selenskyj muss nur eine Sache tun. Er muss aufhören, die Dieselreserven in Russland zu zerstören. Er verursacht einen Dieselkraftstoff-Engpass." Trump erklärte, der weltweite Dieselengpass sei eine Folge der Kämpfe zwischen der Ukraine und Russland, nicht des US-Krieges gegen den Iran. Belege für seine Behauptung über die Ursache des Engpasses lieferte er nicht. Trump forderte Wladimir Putin nicht zur Beendigung des seit fünf Jahren andauernden russischen Vollinvasion auf.
Wo die Berichte auseinandergehen
Einige Quellen datieren Trumps Irland-Besuch und seine Äußerungen explizit auf den 13. September 2026, während andere lediglich vom Besuch des Irish-Open-Turniers in Doonbeg berichten, ohne ein genaues Datum zu nennen. Eine Quelle stuft das Datum selbst als umstritten ein.
Hintergrund
Der von Trump angeführte Dieselkraftstoff-Engpass ist eine umstrittene Behauptung; die vorliegenden Fakten vermerken, dass Trump keine Belege für die Ursachenzuschreibung an ukrainische Angriffe lieferte. Die Ukraine führt seit Längerem weitreichende Angriffe, unter anderem mit Drohnen, gegen den russischen Öl- und Gassektor, der den russischen Krieg finanziert und versorgt. In den vergangenen Wochen hat Russland seinerseits seine Luftangriffe auf die ukrainische Energieinfrastruktur vor dem Winter mit ballistischen Raketen und düsengetriebenen Drohnen intensiviert. Russlands Vollinvasion der Ukraine dauert zum Zeitpunkt dieser Äußerungen bereits fünf Jahre an. Der ukrainische Generalstab hat Angriffe auf Einrichtungen in Russland und besetzten ukrainischen Gebieten als systematische Maßnahmen zur Verringerung des Kampfpotenzials der russischen Besatzungstruppen beschrieben.