US-Finanzminister Bessent: Ukrainische Angriffe auf russische Raffinerien verstärken globalen Energieschock
US-Finanzminister Scott Bessent hat gesagt, die ukrainischen Angriffe auf russische Ölraffinerien verschärften einen globalen Energieschock. Die Äußerungen kamen nach G20-Finanzministertreffen in North Carolina, bei denen die USA erstmals auch Russlands Finanzminister Anton Siluanov persönlich eingeladen hatten – was bei ukrainischen Verbündeten auf Missfallen stieß. Zugleich verabschiedete der US-Senat ein parteiübergreifendes Gesetz für schärfere Russland-Sanktionen.
Das Wichtigste
- US-Finanzminister Scott Bessent sagte, die ukrainischen Angriffe auf russische Ölraffinerien verschärfen einen globalen Energieschock.
- Bessent erklärte, der aktuelle Energieschock werde sowohl durch den Krieg in der Ukraine – einschließlich ukrainischer Angriffe auf russische Energieanlagen – als auch durch den Konflikt im Iran ausgelöst.
- Die Äußerungen erfolgten im Sender Fox News nach zweitägigen G20-Finanzministertreffen in North Carolina.
- Die USA luden den russischen Finanzminister Anton Siluanov zum G20-Treffen ein, was bei einigen Verbündeten der Ukraine auf Missfallen stieß.
- Bessent verteidigte seine Entscheidung, sich mit Siluanov zu treffen, und verwies auf die Notwendigkeit von Engagement, solange nicht verhandelt wird.
- Der US-Senat verabschiedete ein parteiübergreifendes Gesetz, das die Trump-Regierung zu härteren Russland-Sanktionen verpflichten soll.
- In früheren Foren hatten US- und westliche Vertreter den Raum verlassen, wenn Siluanov per Videoschalte sprach.
Warum es wichtig ist
Ein ranghoher Vertreter der US-Regierung verknüpfte die ukrainischen Angriffe auf russische Energieinfrastruktur öffentlich mit den globalen Energiepreisen und brachte das Thema damit auf die internationale wirtschaftspolitische Agenda. Zugleich verteidigte Bessent die Begegnung mit Russlands Finanzminister, während der US-Senat parallel auf schärfere Sanktionen drängt – ein Spannungsverhältnis zwischen Exekutive und Legislative in der US-Russland-Politik.
Was geschehen ist
US-Finanzminister Scott Bessent erklärte im Sender Fox News im Anschluss an zweitägige G20-Finanzministertreffen in North Carolina, dass die ukrainischen Angriffe auf russische Ölraffinerien und Energieanlagen den weltweiten Energieschock verstärkten. Der Schock werde sowohl durch den Krieg in der Ukraine als auch durch den Konflikt im Iran verursacht. Bei den G20-Treffen hatten die USA erstmals den russischen Finanzminister Anton Siluanov persönlich eingeladen – bei früheren Foren hatten US- und westliche Vertreter den Raum verlassen, wenn Siluanov per Video sprach. Bessent verteidigte das Treffen am Dienstag vor der Presse mit dem Argument, Engagement sei nötig, solange nicht verhandelt werde. Parallel dazu verabschiedete der US-Senat ein parteiübergreifendes Gesetz, das die Trump-Regierung zu schärferen Russland-Sanktionen verpflichten soll.
Hintergrund
Bessent war zuvor für eine vorübergehende Lockerung von Sanktionen gegen russisches Öl kritisiert worden, um die globalen Energiepreise während des US-Konflikts mit dem Iran zu senken. Bei früheren G-Treffen hatten US- und westliche Vertreter den Raum verlassen, wenn Russlands Finanzminister Anton Siluanov per Videoschalte sprach; diesmal wurde er persönlich eingeladen, was bei einigen Verbündeten der Ukraine auf Missfallen stieß.