Generalstab der Ukraine: 234 Gefechte am 1670. Tag der Vollinvasion
Der Generalstab der Ukraine hat am Morgen des 20. September 234 Gefechte binnen 24 Stunden gemeldet. Als Schwerpunkte der russischen Angriffe gelten die Richtungen Kostiantynivka (25 Angriffe) und Pokrovsk (21). Die ukrainische Seite beziffert die russischen Personalverluste des Vortages auf 1.560 und nennt umfangreiche eigene Treffer auf russische Artilleriesysteme, Drohnensteuerpunkte und einen Kommandoposten.
Das Wichtigste
- Tag 1670 der russischen Vollinvasion; Lagebericht des Generalstabs der Ukraine mit Stand 8:00 Uhr, Sonntag, 20. September.
- 234 Gefechte binnen 24 Stunden; 25 Angriffe auf Richtung Kostiantynivka und 21 auf Richtung Pokrovsk – die intensivsten Frontsektoren.
- Russische Streitkräfte setzten 98 Luftangriffe mit 313 gelenkten Fliegerbomben, 10.856 Kamikaze-Drohnen und 2.689 Beschüsse (davon 58 mit Mehrfachraketenwerfern) ein.
- Ukrainische Luftstreitkräfte, Raketentruppen und Artillerie schlugen vier Gebiete mit Truppen- und Technikkonzentration, vier Drohnensteuerpunkte, vier Artilleriesysteme, einen Kommandoposten und ein feindliches Flugabwehr-Raketensystem.
- Ukrainische Seite meldet 1.560 russische Personalverluste binnen 24 Stunden sowie Zerstörung von 4 Panzern, 56 Artilleriesystemen, 3 Mehrfachraketenwerfern, 2 Flugabwehrsystemen, 1.833 Drohnen und 423 Fahrzeugen.
- Beschuss von Siedlungen in Oblast Sumy und Oblast Tschernihiw registriert.
- Keine Anzeichen für Bildung russischer Angriffsgruppen auf Richtungen Wolyn und Polissja.
Warum es wichtig ist
Der tägliche Morgenbericht des Generalstabs liefert das offizielle Bild des Operationstempos entlang der gesamten Front. Mit 46 der 234 Gefechte konzentriert sich der russische Druck messbar auf die Sektoren Kostiantynivka und Pokrovsk. Gleichzeitig quantifiziert der Bericht den Einsatz russischer Feuerkraft – 98 Luftangriffe, 313 gelenkte Bomben, 10.856 Kamikaze-Drohnen, 2.689 Beschüsse – und die dagegen gemeldeten ukrainischen Treffer.
Was geschehen ist
Am 1670. Tag der russischen Vollinvasion meldete der Generalstab der Ukraine mit Stand 8:00 Uhr am Sonntag, dem 20. September, 234 Gefechte binnen 24 Stunden. Russische Streitkräfte führten demnach 98 Luftangriffe mit 313 gelenkten Fliegerbomben aus, setzten 10.856 Kamikaze-Drohnen ein und beschossen ukrainische Stellungen und Siedlungen 2.689-mal, davon 58-mal mit Mehrfachraketenwerfern. Auf der Richtung Kostiantynivka registrierte der Generalstab 25 Angriffe, auf der Richtung Pokrovsk 21 – beide Sektoren gelten als die intensivsten der Front. Auf der Richtung Lyman gab es 15 Angriffe, auf der Süd-Slobozhansky-Richtung 10 abgewehrte Attacken, auf der Slowjansk-Richtung 4, auf der Kupjansk-Richtung 2 sowie je einen Angriff auf Kramatorsk- und Huljaipole-Richtung. Auf den Richtungen Oleksandrivka, Orikhiv und Prydniprowske gab es keine Offensivhandlungen; auf den Richtungen Wolyn und Polissja wurden keine Anzeichen für die Bildung russischer Angriffsgruppen festgestellt. Ukrainische Luftstreitkräfte, Raketentruppen und Artillerie schlugen nach eigenen Angaben vier Konzentrationsgebiete von Truppen und Technik, vier Steuerpunkte für Drohnen, vier Artilleriesysteme und Artilleriestellungen, einen Kommandoposten und ein Flugabwehr-Raketensystem. Die ukrainische Seite beziffert die russischen Personalverluste des Vortages auf 1.560 und führt darüber hinaus die Zerstörung von 4 Panzern, 4 Schützenpanzern, 56 Artilleriesystemen, 3 Mehrfachraketenwerfern, 2 Flugabwehrsystemen, 23 Bodenroboter-Komplexen, 1.833 Drohnen, 423 Fahrzeugen und 13 Sondereinheiten auf. In der Oblast Sumy standen unter anderem Bachiwsk, Sumy, Fotowyzh und Wolfyne unter Beschuss; in der Oblast Tschernihiw wurden Chrynkiwka, Krasnyj Chutir und Mychaltschyna-Sloboda beschossen, Viltscha Sloboda und Korenjok aus der Luft angegriffen.
Hintergrund
Der Morgenbericht des Generalstabs ist die tägliche offizielle Momentaufnahme der ukrainischen Streitkräfte zum Verlauf der Front; die hier angegebenen Gesamtzahlen russischer Personalverluste seit dem 24. Februar 2022 von rund 1.517.990 sind eine Schätzung des Generalstabs und unabhängig nicht überprüft.