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Ukraine: Behörden zerschlagen Netzwerk von Konversionszentren mit 23,5 Mrd. Hrywnja Umsatz seit 2023

Das ukrainische Büro für Wirtschaftssicherheit (BEB) und die Generalstaatsanwaltschaft haben ein Netzwerk sogenannter Konversionszentren aufgedeckt, über die seit 2023 rund 23,5 Mrd. Hrywnja abgewickelt wurden. Im Zuge einer großangelegten Operation fanden in Kyjiw, Charkiw und Odessa 50 Durchsuchungen statt; Verdächtige wurden bereits benachrichtigt.

Das Wichtigste

  • Aufdeckung eines Netzwerks von Konversionszentren mit einem Gesamtumsatz von rund 23,5 Mrd. Hrywnja seit 2023
  • Monatlicher Umsatz von etwa 500 Mio. Hrywnja
  • Geschätzter Steuerausfall von rund 3 Mrd. Hrywnja
  • Großangelegte Operation des BEB unter Prozessführung der Generalstaatsanwaltschaft in Kyjiw, Charkiw und Odessa
  • 50 Durchsuchungen; dabei wurden nicht registrierte Bargeldmittel im Wert von mehreren Millionen Hrywnja sichergestellt
  • Die Verdächtigen wurden bereits formell über den Tatverdacht informiert
  • Bekanntgabe durch BEB-Direktor Oleksandr Ziwinskyj am 20. September; weitere Details wurden für den 21. September angekündigt

Warum es wichtig ist

Der Fall verdeutlicht das Ausmaß illegaler Finanzströme in der Ukraine und den Einsatz von Kryptowährungen zur Auszahlung von Geldern aus dem Finanzsystem. Mit einem geschätzten Steuerausfall von rund 3 Mrd. Hrywnja wiegt der Schaden für den Staatshaushalt erheblich. Die 50 Durchsuchungen in drei Großstädten lassen auf ein weit verzweigtes, koordiniertes kriminelles Netzwerk schließen und unterstreichen die anhaltenden Bemühungen der ukrainischen Strafverfolgungsbehörden, großangelegte Geldwäschestrukturen zu zerschlagen.

Was geschehen ist

Das ukrainische Büro für Wirtschaftssicherheit (BEB) unter der Prozessführung der Generalstaatsanwaltschaft (OPG) hat ein Netzwerk von Konversionszentren aufgedeckt, über die seit 2023 Finanztransaktionen im Volumen von rund 23,5 Mrd. Hrywnja abgewickelt wurden. Der monatliche Umsatz wird auf etwa 500 Mio. Hrywnja beziffert; der geschätzte Steuerausfall beläuft sich auf rund 3 Mrd. Hrywnja. Im Rahmen einer großangelegten Sonderoperation fanden in Kyjiw, Charkiw und Odessa 50 Durchsuchungen statt, bei denen nicht registriertes Bargeld im Wert von mehreren Millionen Hrywnja sichergestellt wurde. Den Teilnehmern des Schemas wurde bereits formell der Tatverdacht mitgeteilt. Laut Generalstaatsanwaltschaft nutzte die kriminelle Organisation das Konversionszentrum, um Gelder über Kryptowährungen aus dem Finanzsystem abzuziehen. Die Operation wurde in Zusammenarbeit mit dem Grenzschutzdienst bzw. dem Zolldienst sowie der Cyberpolizei durchgeführt. BEB-Direktor Oleksandr Ziwinskyj gab den Fund am Sonntag, dem 20. September, bekannt; BEB und OPG kündigten weitere Einzelheiten für Montag, den 21. September, an.

Wo die Berichte auseinandergehen

Die Quellenangaben zum operativen Partner variieren: Teils wird der Grenzschutzdienst (State Border Guard Service) gemeinsam mit der Cyberpolizei genannt, teils der Zolldienst (State Customs Service) gemeinsam mit der Cyberpolizei. Weitere wesentliche Unterschiede zwischen den Quellen sind nicht erkennbar.

Hintergrund

Konversionszentren sind informelle Finanzstrukturen, die Bargeld in unbare Formen umwandeln oder umgekehrt – häufig zur Steuerhinterziehung oder Geldwäsche. Die Aufdeckung wurde am 20. September von BEB-Direktor Oleksandr Ziwinskyj bekanntgegeben; ausführlichere Informationen wurden für den 21. September in Aussicht gestellt.