Moldau meldet mehrfache Verletzung des Luftraums durch Drohnen während russischen Angriffs auf die Ukraine
Am Morgen des 24. September wurde der Luftraum Moldaus während eines russischen Angriffs auf die Ukraine mehrfach durch Drohnen verletzt. Das moldauische Verteidigungsministerium meldete mindestens vier Drohnen, woraufhin der Luftraum im Norden des Landes vorübergehend gesperrt wurde. Die NATO-Staaten Rumänien und Polen reagierten mit dem Start von Kampfflugzeugen.
Das Wichtigste
- Moldaus Verteidigungsministerium meldete mindestens vier Drohnen, die den Luftraum des Landes verletzten.
- Der Norden des moldauischen Luftraums wurde vorübergehend gesperrt und um 07:46 Uhr wieder geöffnet.
- Drohnen kamen aus den ukrainischen Oblasten Winnyzja und Tscherniwzi sowie aus der Region Odessa.
- Die Polizei fand im Bezirk Florești den Ort einer Explosion auf einem Feld in der Nähe eines Bauernhofs.
- Rumänien schickte Kampfjets wegen Drohnen nahe der ukrainisch-rumänischen Grenze in die Luft, Polen hob ebenfalls Militärflugzeuge.
- Beim russischen Angriff in der Nacht zum 24. September wurde Kiew mit ballistischen Raketen getroffen; dabei starben zwei Menschen, acht wurden verletzt.
Warum es wichtig ist
Die Vorfälle zeigen, wie russische Angriffe auf die Ukraine über die Grenzen hinweg in Nachbarländer übergreifen können. Als nicht kriegführender Nachbarstaat erlebte Moldau wiederholte Luftraumverletzungen durch Objekte, die mit Angriffen auf die Ukraine in Verbindung standen. Die Vorfälle führten zu Luftraumsperrungen, Polizeieinsätzen wegen Explosionsmeldungen und dem Fund einer Explosionsstelle auf moldauischem Territorium. Gleichzeitig reagierten die NATO-Mitglieder Rumänien und Polen mit dem Hochfahren militärischer Luftkapazitäten auf denselben russischen Angriff.
Was geschehen ist
Am Morgen des 24. September wurde der Luftraum Moldaus während eines russischen Angriffs auf die Ukraine mehrfach verletzt. Das moldauische Verteidigungsministerium meldete mindestens vier Drohnen, die in den Luftraum des Landes eindrangen. Der Norden des moldauischen Luftraums wurde aus Sicherheitsgründen vorübergehend gesperrt und um 07:46 Uhr Ortszeit wieder geöffnet.
Laut den dokumentierten Vorfällen beobachtete ein Grenzschutz um 05:21 Uhr ein nicht identifiziertes Objekt, das vom Dorf Welyka Kishnyzja im Oblast Winnyzja in Richtung Wassilke im moldauischen Bezirk Soroca flog und den Luftraum später wieder verließ. Zwischen 06:14 und 06:16 Uhr überquerte eine Drohne die Grenze von Kelmentsi im Oblast Tscherniwzi in Richtung Larha im Bezirk Briceni und kehrte zwei Minuten später in den ukrainischen Luftraum zurück. Gegen 06:35 Uhr drang ein weiteres Objekt aus Prydnirowskyj im Oblast Winnyzja in Richtung Wolowez im Bezirk Soroca ein. Um 06:45 Uhr sichteten Bewohner ein Objekt über dem Bezirk Florești, das entlang der Route Gura-Cămănarului – Lunga – Băhrinești – Gura-Camenchi flog. Gegen 06:58 Uhr flog eine Drohne von Kodima im Oblast Winnyzja in Richtung Sokoly in der transnistrischen Region und verschwand um 07:11 Uhr aus den Beobachtungssystemen nahe dem Dorf Kunitsa im Bezrik Kamenka. Die Polizei erhielt zwei Meldungen über explosionsähnliche Geräusche, unter anderem von einem Bewohner aus Vadul-Rashkov im Bezirk Șoldănești gegen 07:45 Uhr, und fand den Ort einer Explosion auf einem Feld bei einem Bauernhof im Dorf Cernița im Bezirk Florești. Nach vorläufigen Angaben wurden in Moldau keine Verletzten gemeldet.
Moldaus Luftoperationsdienst erklärte, die Überwachung des nationalen Luftraums in Abstimmung mit den zuständigen Behörden und Partnern fortzusetzen. In derselben Nacht führte Russland einen weiteren massiven Angriff auf ukrainisches Gebiet durch, darunter einen ballistischen Schlag auf Kiew, bei dem zwei Menschen getötet und acht verletzt wurden. Die NATO-Mitglieder Rumänien und Polen reagierten mit dem Start beziehungsweise Hochfahren von Militärflugzeugen.
Wie ukrainische Quellen darüber berichten
Die beiden ukrainischen Quellen – Європейська правда und ЛІГА.net LB.ua – rahmen den Vorlag als Übergriff russischer Angriffe auf die Ukraine in das benachbarte Moldau. Sie betonen, dass die Luftraumverletzungen im Kontext des russischen Angriffs auf die Ukraine stattfanden, einschließlich der Angriffe auf das Oblast Odessa. Die Reaktionen der Verbündeten – das Aufsteigenlassen von Kampfflugzeugen durch Rumänien und das Hochfahren von Militärflugzeugen durch Polen – werden als Teil des Gesamtbildes der russischen Angriffsnacht dargestellt.
Hintergrund
Moldau grenzt westlich an die Ukraine, unter anderem in der Nähe der Oblast Winnyzja und Tscherniwzi, die in den Fakten als Routen der in den moldauischen Luftraum eindringenden Objekte genannt werden. Der russische Angriff vom 24. September auf die Ukraine umfasste einen ballistischen Schlag auf Kiew, bei dem zwei Menschen getötet und acht verletzt wurden. Die NATO-Mitglieder Rumänien und Polen ergriffen in derselben Nacht militärische Luftmaßnahmen als Reaktion auf den russischen Angriff.