Granatenexplosion in Schepyzkyj: Vier Verletzte – Tatverdächtiger ist Soldat im Urlaub
Am Abend des 26. September detonierte ein Soldat im Urlaub auf dem Taras-Schewtschenko-Prospekt in Schepyzkyj, Oblast Lwiw, eine Granate während eines Konflikts mit Passanten. Vier Ortsansässige – drei Frauen im Alter von 17, 18 und 56 Jahren sowie ein 26-jähriger Mann – wurden durch Splitter verletzt und in ein Krankenhaus eingeliefert; Lebensgefahr besteht nicht. Die Polizei nahm den 36-jährigen Tatverdächtigen aus dem Rajon Schepyzkyj noch am selben Abend fest.
Das Wichtigste
- Explosion ereignete sich am späten Abend des 26. September auf dem Taras-Schewtschenko-Prospekt in Schepyzkyj, Oblast Lwiw
- Vier Ortsansässige wurden verletzt: Frauen im Alter von 17, 18 und 56 Jahren sowie ein 26-jähriger Mann
- Alle Opfer erlitten Splitterverletzungen; Lebensgefahr besteht laut Polizei nicht
- Tatverdächtiger ist ein 36-jähriger Bewohner des Rajons Schepyzkyj, aktiver Soldat und zum Zeitpunkt der Tat im Urlaub
- Die Explosion erfolgte während eines Konflikts des Mannes mit Passanten
- Polizei nahm den Verdächtigen nach Artikel 208 der Strafprozessordnung der Ukraine fest
- Ermittlungen wurden nach Teil 4 Artikel 296 des Strafgesetzbuchs eröffnet (Hooliganismus unter Einsatz einer Waffe) – Strafmaß drei bis sieben Jahre Haft
Warum es wichtig ist
Bei der Tat wurden vier Zivilisten – darunter drei Frauen – auf einer öffentlichen Straße durch eine Granate verletzt. Da es sich beim Tatverdächtigen um einen aktiven Soldaten handelt, wirft der Vorfall Fragen zur Kontrolle des Zugangs zu Waffen und Munition sowie zum Verhalten von Militärangehörigen während des Urlaubs auf. Die zuständige Strafnorm sieht eine Freiheitsstrafe von drei bis sieben Jahren vor.
Was geschehen ist
Am späten Abend des 26. September ging bei der Polizei über die Notrufnummer 102 eine Meldung über eine Explosion auf dem Taras-Schewtschenko-Prospekt in Schepyzkyj, Oblast Lwiw, ein. Vor Ort stellten Einsatzkräfte fest, dass eine Granate detoniert war. Vier Ortsansässige – drei Frauen im Alter von 17, 18 und 56 Jahren und ein 26-jähriger Mann – erlitten Splitterverletzungen und wurden in ein Krankenhaus eingeliefert; nach Polizeiangaben besteht keine Lebensgefahr.
Die Ermittlungen identifizierten einen 36-jährigen Mann aus dem Rajon Schepyzkyj als Tatverdächtigen. Laut Polizei handelt es sich um einen aktiven Soldaten, der sich zum Zeitpunkt der Tat im Urlaub befand. Demnach war die Granate während eines Konflikts des Mannes mit Passanten gezündet worden. Eine Spurensicherungs- und Ermittlungsgruppe sowie Sprengstoffexperten arbeiteten am Tatort. Die Polizei nahm den Verdächtigen noch am selben Abend nach Artikel 208 der Strafprozessordnung der Ukraine fest.
Die Ermittler eröffneten ein Strafverfahren nach Teil 4 Artikel 296 des Strafgesetzbuchs der Ukraine – Hooliganismus unter Einsatz einer Waffe oder eines eigens dafür angepassten Gegenstands. Die Norm sieht eine Freiheitsstrafe von drei bis sieben Jahren vor. Ein Gericht sollte in Kürze über eine Präventivmaßnahme für den Festgenommenen entscheiden; die Voruntersuchung dauert an.
Wo die Berichte auseinandergehen
Eine nicht namentlich genannte Quelle berichtet, derselbe Soldat habe bereits im Juli eine Granate gezündet, als er während einer unbefugten Abwesenheit von seiner Einheit von der Polizei gestellt wurde; dabei seien er selbst und zwei Polizisten verletzt worden. Dieser frühere Vorfall wird weder von der Polizei noch in anderen Berichten erwähnt.
Hintergrund
Artikel 208 der Strafprozessordnung der Ukraine erlaubt die Festnahme eines Verdächtigen ohne richterlichen Beschluss in den gesetzlich vorgesehenen Fällen. Laut einer Quelle gab es im Juli einen früheren Vorfall mit demselben Soldaten.