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Chongar-Brücke zwischen Cherson und Krim durch Angriffe schwer beschädigt

Die Chongar-Autobrücke, eine der wichtigsten Landverbindungen zwischen der Oblast Cherson und der Krim, hat durch neue Angriffe schwere Schäden erlitten. Satellitenbilder, die vom OSINT-Projekt Dnipro Osint analysiert wurden, zeigen mindestens drei große Durchbrüche in der Fahrbahn sowie den Einsturz eines Brückenfelds. Der ukrainische Kommandeur Dmytro Filatow (Perun) spricht von kritischen Schäden und meldet, dass der Verkehr auf der Brücke vollständig gesperrt ist.

Das Wichtigste

  • Die Chongar-Autobrücke zwischen der Krim und dem besetzten Teil der Oblast Cherson wurde durch neue Angriffe schwer beschädigt.
  • Satellitenbilder vom 26. September zeigen mindestens drei große Durchbrüche in der Fahrbahn der Brücke und einer angrenzenden Querung.
  • Ein Satellitenbild vom 30. September zeigt den Einsturz eines Brückenfelds.
  • Das OSINT-Projekt Dnipro Osint meldete die Schäden am Abend des 5. Oktober auf Grundlage von Satellitenbildern.
  • Die Brücke ist eine der wichtigsten Landverbindungen zwischen Cherson und der Krim und eine wichtige Logistikader.
  • Kommandeur Dmytro Filatow (Perun) erklärte, die Brücke sei kritisch beschädigt, der Verkehr für Lkw und Pkw gesperrt und umfangreiche Instandsetzungsarbeiten seien nötig.
  • Russische Kräfte bauen laut Filatow Pontonübergänge und versuchen, Fracht über Armjansk zu transportieren.

Warum es wichtig ist

Die Chongar-Brücke ist eine der wichtigsten Landverbindungen zwischen der Oblast Cherson und der Krim. Ihre Beschädigung verkompliziert den Verkehr, führt zu einem Stau bei Logistikfahrzeugen – einschließlich Militärtransporten – und dürfte die russische Militärlogistik zwischen der besetzten Krim und den Gebieten im Süden der Ukraine weiter belasten, insbesondere den Nachschub von Munition und Treibstoff.

Was geschehen ist

Die Chongar-Autobrücke, die die Krim mit dem besetzten Teil der Oblast Cherson verbindet, hat durch neue Angriffe schwere Schäden erlitten. Satellitenbilder, die das OSINT-Projekt Dnipro Osint analysiert hat, zeigen mindestens drei große Durchbrüche in der Fahrbahn der Brücke und einer benachbarten Querung auf Aufnahmen vom 26. September. Ein Satellitenbild vom 30. September zeigt zudem den Einsturz eines Brückenfelds. Dnipro Osint meldete die Zerstörung am Abend des 5. Oktober; andere Quellen datieren die Meldung auf den 6. Oktober. Der ukrainische Kommandeur Dmytro Filatow (Perun) vom 1. selbständigen Sturm-Bataillon benannt nach Dmytro Kozjubajlo erklärte, die Brücke sei kritisch beschädigt und für Lkw und Personenkraftwagen gesperrt. Umfangreiche Instandsetzungsarbeiten seien nötig; die Besatzer bauten Pontonübergänge und versuchten, Fracht über Armjansk umzuleiten. Die Schäden verursachen einen Stau bei Logistik- und Militärtransporten über die Brücke und die angrenzende Querung.

Wie ukrainische Quellen darüber berichten

Alle vorliegenden Quellen sind ukrainisch und stellen die Schäden übereinstimmend als Ergebnis neuer Angriffe der ukrainischen Streitkräfte dar. Sie betonen die Auswirkungen auf die russische Militärlogistik zwischen der besetzten Krim und den südukrainischen Gebieten, darunter den Rückstau bei Militärtransporten und die Suche nach Ausweichrouten. Hervorgehoben werden zudem frühere Angriffe, die namentlich genannten ukrainischen Einheiten zugeschrieben werden – der Einheit „Falanga" des 1. selbständigen Sturm-Bataillons benannt nach Dmytro Kozjubajlo gemeinsam mit dem 475. selbständigen Sturm-Bataillon CODE 9.2 – sowie der anhaltende Druck auf den Übergang bereits seit Juni.

Wo die Berichte auseinandergehen

Die Quellen widersprechen sich beim Datum der Dnipro-Osint-Meldung zur Zerstörung der Brücke: Eine Angabe nennt den Abend des 5. Oktober, eine andere den 6. Oktober. Daneben werden frühere Angriffe teils auf den 7. Juni (Aussage des russisch eingesetzten Beamten Wolodymyr Saldo) und teils auf die Nacht zum 9. Juni datiert, als die Brücke laut einem früheren Ukrinform-Bericht vollständig außer Betrieb genommen wurde.

Hintergrund

Die Chongar-Brücke ist in der Vergangenheit wiederholt angegriffen worden. In der Nacht zum 9. Juni wurde sie durch einen erneuten Schlag laut einem früheren Ukrinform-Bericht vollständig außer Betrieb gesetzt. Ein Angriff im Juni wurde von der Einheit „Falanga" des 1. selbständigen Sturm-Bataillons benannt nach Dmytro Kozjubajlo gemeinsam mit dem 475. selbständigen Sturm-Bataillon CODE 9.2 mit Drohnen vom Typ Fire Point und „Behemoth"-UAVs ausgeführt. Nach dem ersten Juniangriff wurde der Verkehr wiederhergestellt, doch ein weiterer Schlag zwang die Fahrer auf Ausweichrouten über Armjansk und Perekop. In der Nacht zum 15. Juni beschädigte eine weitere Drohnenattacke Brücken bei Chongar und blockierte den Verkehr am Kontrollpunkt „Dschankoi". Kommandeur Dmytro Filatow (Perun) erklärte zuvor, die Brücke benötige eine umfassende Instandsetzung; russische Kräfte bauten Pontonübergänge und versuchten, Fracht über Armjansk umzuleiten.