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Ukraines Jahresinflation steigt im September auf 10 Prozent

Die Jahresinflation in der Ukraine ist im September 2026 auf 10 % gestiegen, nach 8,1 % im August. Den größten monatlichen Preistreiber gab es bei Eiern mit einem Plus von 43,6 %, zudem verteuerten sich Bildungsdienstleistungen, Kraftstoffe sowie saisonale Kleidung deutlich.

Das Wichtigste

  • Jahresinflation in der Ukraine im September: 10 %, nach 8,1 % im August
  • Monatlicher Verbraucherpreisindex im September: 2,1 %, nach 0,1 % im August
  • Eier: +43,6 % gegenüber August
  • Bildungsdienstleistungen: +17,4 % gegenüber August (Hochschulbildung +23,3 %, Sekundarbildung +14,3 %)
  • Kraft- und Schmierstoffe: +5,2 % gegenüber August, +46,2 % gegenüber September 2025
  • Kleidung und Schuhe: +8,5 % gegenüber August, im Jahresvergleich aber –4,7 %
  • NBU hatte Ende Juli seinen Inflationsausblick für 2026 von 9,4 % auf 10 % angehoben

Warum es wichtig ist

Die Jahresinflation erreichte wieder zweistellige Werte, nachdem sie im Juni mit monatlicher Deflation noch auf 7,2 % gesunken war. Besonders Lebensmittel (Eier +43,6 % zum Vormonat), Bildung, Kraftstoffe und saisonale Bekleidung trieben die Teuerung. Die Nationalbank hatte ihren Ausblick bereits im Juli nach oben korrigiert und warnt, dass weitere russische Angriffe auf Logistikinfrastruktur die Inflation zusätzlich anheizen könnten.

Was geschehen ist

Der ukrainische Statistikdienst (Derzhstat) veröffentlichte am Freitag, dem 9. Oktober 2026, die Inflationsdaten für September. Die Jahresrate beschleunigte sich auf 10 % gegenüber 8,1 % im August; die Kerninflation stieg annualisiert auf 8,8 % (von 8,1 %). Der monatliche Verbraucherpreisindex kletterte auf 2,1 %, gegenüber 0,1 % im August.

Den stärksten monatlichen Anstieg verzeichneten Eier (+43,6 %). Im Bildungsbereich verteuerten sich Hochschuldienstleistungen um 23,3 % und Sekundarschulbildung um 14,3 % (insgesamt +17,4 % gegenüber August, +19,6 % im Jahresvergleich). Kraft- und Schmierstoffe stiegen um 5,2 % zum Vormonat und 46,2 % zum Vorjahresmonat, Straßenpersonenverkehr um 2,5 % zum Vormonat und 41,7 % im Jahresvergleich. Kleidung verteuerte sich um 9,4 % und Schuhe um 7,6 % gegenüber August, lagen im Jahresvergleich aber weiterhin um 4,7 % bzw. 5,0 % unter dem Vorjahresniveau. Tarife für Wasserversorgung (+5,6 %) und Abwasser (+5,5 %) stiegen ebenso wie pharmazeutische Erzeugnisse (+2,6 %) und Gesundheitsdienstleistungen (+1,7 %). Bei Lebensmitteln stiegen Zucker, Reis, Speck, Milch, Fischprodukte, Öl und Fleisch um 1,7–8,3 % gegenüber August, während Obst (–5,7 %) und Gemüse (–2,3 %) günstiger wurden.

Hintergrund

Die Jahresinflation war im Juni auf 7,2 % gefallen, als der Statistikdienst erstmals seit einem Jahr eine monatliche Deflation registrierte. Danach stieg sie wieder auf 7,7 % im Juli und 8,1 % im August. Ende Juli hatte die Nationalbank der Ukraine ihren Inflationsausblick für 2026 von 9,4 % auf 10 % und für 2027 von 6,5 % auf 6,9 % angehoben.