10. Oktober 2026
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Trump fordert neuen Präsidenten für die Ukraine einen Tag nach US-Russland-Dieselabkommen
US-Präsident Donald Trump hat am 10. Oktober öffentlich gefordert, die Ukraine solle einen neuen Präsidenten wählen, der zu einem Kriegsende mit Russland bereit ist. Er griff Wolodymyr Selenskyj scharf an und warf ihm vor, ein Abkommen wiederholt verhindert zu haben. Die Äußerungen kamen einen Tag nach Trumps Ankündigung eines Abkommens mit Wladimir Putin über russische Dieselimporte in die USA und einer Lockerung der US-Sanktionen. Der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha wies Trumps Forderung zurück und verwies auf die Unterstützung Selenskyjs durch das ukrainische Volk.
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Trump hebt US-Sanktionen gegen russisches Diesel in Telefonat mit Putin auf
US-Präsident Donald Trump verkündete am 9. Oktober eine mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin telefonisch vereinbarte Aufhebung der US-Sanktionen gegen russisches Diesel und kündigte Lieferungen von insgesamt über 4,8 Millionen Tonnen an den Weltmarkt an. US-Finanzministerium erließ noch am selben Abend die OFAC-General License Nr. 135. Die Entscheidung erfolgte während parallel laufender Ukraine-Gespräche in Miami und wurde von der Ukraine, den meisten europäischen Regierungen, der EU und US-Demokraten scharf kritisiert. Im Telefonat lehnte Putin nach Angaben seines Beraters eine Rückkehr zu Friedensgesprächen ab.
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Miami-Gespräche vorzeitig beendet: Trump kündigt Diesel-Deal mit Putin an, Selenskyj spricht von „Schwäche und Geburtstagsgeschenk für Putin"
Am 9. Oktober trafen sich in Miami Vertreter der USA, der Ukraine, europäischer Staaten und der NATO, um Wege zur Beendigung des russischen Krieges vor dem Winter zu beraten. Die für zwei Tage angelegten Gespräche wurden jedoch bereits am ersten Tag vorzeitig beendet, nachdem US-Präsident Donald Trump eine in einem Telefonat mit Wladimir Putin getroffene Vereinbarung über die Lieferung von russischem Dieselkraftstoff auf den Weltmarkt bekannt gegeben hatte. Das US-Finanzministerium erließ eine entsprechende befristete Lizenz bis zum 7. April 2027. Die ukrainische Delegation brach ihren Besuch ab und reiste vorzeitig ab. Präsident Wolodymyr Selenskyj kritisierte die Entscheidung als unehrlich, schwach und als „Geburtstagsgeschenk für Putin" und warf Washington vor, die ukrainische Delegation als „Fassade" für parallele US-russische Absprachen zu benutzen.
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Russischer Gleitbombenangriff auf Saporischschja fordert mindestens 15 Tote, darunter Kinder
In den frühen Morgenstunden des 10. Oktober hat Russland die ukrainische Stadt Saporischschja mit fünf Gleitbomben (KAB) angegriffen. Mindestens 15 Menschen wurden getötet, darunter drei Kinder, Dutzende weitere wurden verletzt. Präsident Wolodymyr Selenskyj bezeichnete den Angriff als Russlands „Dankeschön" für die Aufhebung der US-Sanktionen gegen russische Dieselexporte einen Tag zuvor nach einer Vereinbarung zwischen Donald Trump und Wladimir Putin. Für den 11. Oktober wurde in Saporischschja ein Trauertag ausgerufen.
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Hamburger Prozess um Nord-Stream-Sabotage: Kuznetsov-Verteidigung will zwei Militärbefehlshaber als Zeugen vorladen
Im Hamburger Prozess gegen den ukrainischen Staatsbürger Serhii Kuznetsov wegen der Sabotage an den Nord-Stream-Pipelines im Jahr 2022 plant die Verteidigung, eidesstattliche schriftliche Aussagen von zwei seiner militärischen Vorgesetzten vorzulegen. Einer von ihnen gilt laut BBC-Berichten als mutmaßlicher Organisator der gesamten Operation. Kuznetsov selbst wird nach Angaben seiner Anwälte im Prozess nicht aussagen und verweigert jede Aussage mit der Begründung, als Soldat keine Details seiner Tätigkeit offenlegen zu dürfen.