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ISW: Operation "Vivaldi" der Ukraine erzeugt "Kaskadeneffekt" gegen russische Vorstöße im Donezk-Gebiet

Das Institute for the Study of War (ISW) berichtet, die ukrainische Operation "Vivaldi" im Raum Lyman entfalte eine "Kaskadenwirkung" auf die direkt nördlich und südlich gelegenen Abschnitte. Die ukrainische Dritte Armee-Korps meldete am 14. Oktober die Befreiung dreier weiterer Ortschaften und 101 Quadratkilometer zusätzlichen Territoriums im vierten Abschnitt der Operation.

Das Wichtigste

  • ISW: Operation "Vivaldi" erzeugt "Kaskadeneffekt" in Sektoren nördlich und südlich des Lyman-Gebiets im Donezk-Gebiet.
  • Dritte Armee-Korps meldete am 14. Oktober die Befreiung von Selena Dolyna, Lypove und Kolodyazi.
  • Kommandeur Generalmajor Andrij Biletsky sprach von 101 weiteren befreiten Quadratkilometern im vierten Abschnitt.
  • Insgesamt seit Beginn der Operation: 16 zurückgewonnene Ortschaften und 277 Quadratkilometer.
  • ISW: Russische Offensive auf Slowjansk von Osten und Richtung Borowa, Kupjansk und Charkiw ohne Erfolg am 13./14. Oktober.
  • Biletsky: Vivaldi verhinderte Umfassung des Ballungsraums Slowjansk-Kramatorsk und schützte die Fernstraße Charkiw-Slowjansk.
  • ISW: Russland verliert in manchen Abschnitten mehr Territorium, als es einnimmt.

Warum es wichtig ist

Die Einschätzung des ISW legt nahe, dass die ukrainische Operation den russischen Offensivplan an einer breiten Front destabilisiert – von Slowjansk und Kramatorsk im Süden bis Kupjansk im Norden. Konkrete territoriale Ergebnisse (16 Ortschaften, 277 Quadratkilometer insgesamt) sowie der Hinweis, dass Russland teilweise mehr Territorium verliert als erobert, machen "Vivaldi" zu einem Faktor, der die operative Lage im Donbass und darüber hinaus verändert.

Was geschehen ist

Das Institute for the Study of War (ISW) berichtet, die ukrainische Operation "Vivaldi" der Dritten Armee-Korps erzeuge einen "Kaskadeneffekt" in den Sektoren direkt nördlich und südlich des Lyman-Gebiets im Donezk-Gebiet. Die ukrainische Dritte Armee-Korps gab am 14. Oktober die Befreiung von Selena Dolyna, Lypowe und Kolodyasi bekannt. Der Kommandeur des Korps, Generalmajor Andrij Biletsky, erklärte in einem veröffentlichten Video, im vierten Abschnitt der Operation seien weitere 101 Quadratkilometer befreit worden; insgesamt seien seit Beginn der Operation 16 Ortschaften zurückgewonnen und 277 Quadratkilometer befreit worden. Biletsky führte Geschwindigkeit als Schlüsselfaktor an: Die ukrainischen Kräfte hätten den Feind daran gehindert, die Kommandogewalt wiederherzustellen und eine stabile Verteidigung aufzubauen. Sie hätten die Umfassung des Ballungsraums Slowjansk-Kramatorsk verhindert, die Fernstraße Charkiw-Slowjansk geschützt und das Vorrücken der russischen Gruppierung "West" (Sapad) gestört, was diese zur Verlegung von Teilen der 1. Panzerarmee gezwungen und so den Druck auf Kupjansk-Wuslowyj verringert habe. Das ISW stellt fest, dass russische Angriffe am 13. und 14. Oktober im Raum Slowjansk, östlich und nordöstlich von Lyman, Richtung Borowa und im Norden Charkiw ohne Erfolg blieben, und dass die ukrainische Ukraine teils rund 3 km² pro Monat Rückkunft im Korridor legt. Auch russische Versuche, aus dem Raum Pokrowsk die Grenze des Dnipropetrowsker Gebiets zu erreichen, und Vorstöße im westlichen Saporischschja-Gebiet brachten dem ISW zufolge keine bestätigten Gewinne.

Hintergrund

Operation "Vivaldi" wird von der ukrainischen Dritten Armee-Korps im Raum Lyman im Donezk-Gebiet durchgeführt mit dem erklärten Ziel, russische Pläne zur Umfassung des Ballungsraums Slowjansk-Kramatorsk und zur Durchtrennung der Fernstraße Charkiw-Slowjansk zu durchkreuzen. Das ISW hatte zuvor festgestellt, dass das Tempo der russischen Vorstöße seit März 2026 deutlich zurückgegangen ist und seither "niedrig" bleibt. Zudem wies das ISW Informationen über eine angebliche Einkesselung ukrainischer Kräfte im Charkiw-Gebiet zurück.