Großangelegter Drohnenangriff legt Luftraum über Zentralrussland lahm
Ein großangelegter Drohnenangriff hat den zivilen Luftraum über weiten Teilen des europäischen Russlands de facto in eine Flugverbotszone verwandelt. Alle vier Moskauer Flughäfen — Wnukowo, Domodedowo, Schukowski und Scheremetjewo — stellten den Betrieb vollständig ein. Moskauer Bürgermeister Sergej Sobjanin sprach von 59 abgefangenen Drohnen.
Das Wichtigste
- Alle vier Moskauer Flughäfen — Wnukowo, Domodedowo, Schukowski und Scheremetjewo — stellten den Betrieb vollständig ein.
- Rosawiazia meldete die Umleitung von Flugzeugen auf Ausweichflughäfen in anderen Städten aus Gründen der Flugsicherheit.
- Flightradar24-Daten zeigen, dass der Luftraum über dem größten Teil des europäischen Russlands vollständig leer ist.
- Bürgermeister Sergej Sobjanin meldete ab 23:00 Uhr mehrfach die Zerstörung von Drohnen Richtung Moskau und sprach von 59 abgefangenen Drohnen.
- In den Regionen Smolensk und Rjasan wurden Explosionen und intensive Luftabwehraktivität gemeldet; die Region Jaroslawl rief die höchste Bedrohungsstufe wegen Angriffsdrohnen aus.
Was geschehen ist
In der Nacht auf den 16. Oktober 2026 verursachte ein großangelegter Drohnenangriff eine faktische Flugverbotszone für die zivile Luftfahrt über Zentral- und Westrussland. Alle vier Moskauer Flughäfen — Wnukowo, Domodedowo, Schukowski und Scheremetjewo — stellten den Betrieb vollständig ein. Rosawiazia, die russische Luftfahrtbehörde, führte befristete Beschränkungen für die Aufnahme und den Abflug von Luftfahrzeugen ein und erklärte, Flugzeuge würden aus Sicherheitsgründen auf Ausweichflughäfen in anderen Städten umgeleitet. Laut Flightradar24 war der Luftraum über dem größten Teil des europäischen Russlands vollständig leer; keine zivilen Flugzeuge hielten sich über Moskau auf. Der Moskauer Bürgermeister Sergej Sobjanin berichtete ab 23:00 Uhr mehrfach über die Zerstörung von auf die russische Hauptstadt zufliegenden Drohnen und sprach nach eigener Zählung von 59 abgefangenen Drohnen. Die Auswirkungen erstreckten sich über Moskau hinaus: In den Regionen Smolensk und Rjasan wurden Explosionen und intensive Luftabwehraktivität gemeldet; die Region Jaroslawl rief die höchste Bedrohungsstufe aus und sperrte vorübergehend die Ausfallstraße von Jaroslawl Richtung Moskau. Russische Beamte machten keine Angaben zu Folgen des Angriffs.
Wie ukrainische Quellen darüber berichten
Die ukrainische Berichterstattung stellt die Auswirkungen auf die russische Zivilluftfahrt-Infrastruktur und den Luftraum in den Mittelpunkt. Sie verweist auf Flightradar24-Daten und Rosawiazia-Meldungen, um das Ausmaß der Störung des russischen Inlandsflugverkehrs zu belegen, und greift die russische Rahmung der Drohnenabschüsse sowie das Fehlen offizieller Angaben zu Schäden auf.
Hintergrund
In der Region Jaroslawl wurde wegen Angriffsdrohnen die höchste Bedrohungsstufe ausgerufen; Rettungsdienste meldeten eine Sperrung der Straße von Jaroslawl nach Moskau. In sozialen Netzwerken zeigten Anwohner Fotos und Videos von heftigen Bränden im Zusammenhang mit dem Angriff.